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Freiburg/Odessa (ots) - Angriffe auf zivile Infrastruktur verstoßen gegen
Kriegsrecht und müssen aufhören - Caritas-Helfende leisten in dieser Situation
Außergewöhnliches - Weitreichende Winterhilfen der Caritas unterstützen die
Menschen im kommenden Winter.
Caritas international verurteilt den russischen Drohnenangriff auf eine
Einrichtung der Caritas Spes an diesem Wochenende auf das Schärfste. "Wir sind
bestürzt über diese sinnlose Aktion in Odessa, die um ein Haar zu einer
Katastrophe mit zahlreichen Toten hätte führen können. Das ist unerträglich",
sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand
Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.
Nur wenige Minuten bevor die Drohne in das Gebäude einschlug, saßen noch
Hilfesuchende und Mitarbeitende der Caritas Spes in einem Beratungsgespräch
zusammen. Durch die Druckwelle der Explosion wurde das Caritas-Zentrum erheblich
beschädigt und fällt als wichtige Anlaufstelle für hilfsbedürftige Menschen erst
einmal aus. "Dieses Vorgehen, zivile Einrichtungen, Gebäude und Infrastruktur
zum Angriffsziel zu machen, verstößt gegen das Kriegsrecht und muss endlich
aufhören", fordert Müller.
Gleichzeitig führt dieser Vorfall noch einmal klar vor Augen, unter welchen
unkalkulierbaren Bedingungen die Menschen und die Helfenden in der Ukraine ihre
Tage verbringen müssen. "Den Kolleginnen und Kollegen der Caritas, aber auch
anderer Hilfsorganisationen gilt unser größter Respekt dafür, dass sie in diesen
so gefährlichen Zeiten nicht aufhören, den Menschen in der Ukraine zu helfen.
Das kostet unendlich viel Kraft, dafür bin ich ihnen dankbar", sagt Müller. Die
Caritas unterstützt ihre Mitarbeitenden mit speziellen Angeboten zur psychischen
Gesundheit - sogenannten Staff-Care-Programmen -, damit diese mit den besonders
belastenden Situationen besser umgehen können. "So können wir helfen, dass
unsere Kolleginnen und Kollegen mental gesund bleiben", hofft Müller.
Dass die Hilfen der Caritas weitergehen, ist wichtiger denn je - auch mit Blick
auf den kommenden Winter, in dem voraussichtlich wieder die zivile Infrastruktur
der Elektrizität, Wasser- und Wärmeversorgung Ziel russischer Angriffe sein
wird. "Die Caritas bereitet bereits seit Monaten die Winterhilfe vor, um die
Menschen so gut wie möglich zu unterstützen", berichtet Müller. Die Caritas wird
Wärmezelte errichten, Suppenküchen unterhalten und warme Kleidung, Decken sowie
Bargeld an die Menschen verteilen. Kohle- und Holzhilfen der Caritas
unterstützen die Menschen bei ihrer Wärmeversorgung, kriegsbedingte
Beschädigungen von Häusern und Wohnungen werden mit Hilfe der Caritas repariert.
Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass rund 2,1 Millionen Menschen in der
Ukraine auf Winterhilfe angewiesen sein werden.
Hinweis an die Redaktionen: Oliver Müller, Leiter von Caritas international
steht für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle
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