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Köln (ots) -
- Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen nutzen KI bereits in täglichen
Prozessen oder in Pilotprojekten
- Nur ein Viertel verfügt über verbindliche Richtlinie zur Nutzung von KI
- Datenschutz und Datensicherheit bleiben die häufigsten Hürden
Eine aktuelle Umfrage des internationalen Kreditversicherers Atradius zeigt,
dass Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Anwendung in deutschen Unternehmen
angekommen ist. Knapp 19 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI bereits im
produktiven Regelbetrieb ein, weitere 47 Prozent entsprechende Anwendungen in
Pilotprojekten. Bei rund der Hälfte der befragten Unternehmen nutzen
Mitarbeitende KI täglich oder mehrmals pro Woche, nur in jedem zehnten
Unternehmen noch nicht. "Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen im
Arbeitsalltag angekommen, interne Regeln für die Nutzung durch Mitarbeitende
können allerdings nur die wenigsten aufweisen", sagt Frank Liebold, Country
Director Deutschland bei Atradius.
Die befragten Unternehmen setzen KI bislang vor allem dort ein, wo sich
unmittelbare Arbeitserleichterung zeigt. Marketing und Content-Erstellung führen
mit rund 43 Prozent, gefolgt von Datenanalyse und Business Intelligence (27
Prozent) sowie Finanz- und Rechnungswesen mit 26 Prozent. Als wichtigste
Potenziale nennen die befragten Unternehmen Effizienzsteigerung und
Zeitersparnis (73 Prozent) sowie die Entlastung bei Routineaufgaben (67
Prozent). Neue Produkte oder Geschäftsmodelle sehen dagegen nur sieben Prozent
als relevantes Potenzial. "Der Einsatz von KI zielt aktuell überwiegend auf
Verbesserungen im Tagesgeschäft ab, bei der Entwicklung neuer Produkte oder
neuer Geschäftsmodelle wird noch weniger Potenzial gesehen", erklärt Frank
Liebold. Auch für die kommenden zwei Jahre sehen die befragten Unternehmen den
größten Nutzen weiterhin im Marketing, in der Verwaltung und dem Kundenservice,
deutlich seltener in Produktion oder Logistik.
Diese Schwerpunktsetzung zeigt sich auch in den Erwartungen der Unternehmen, wie
KI Arbeitsplätze und Tätigkeiten verändern wird. 44 Prozent der befragten
Unternehmen rechnen damit, dass KI bestimmte Tätigkeiten neu definiert, ohne
Stellen abzubauen. 32 Prozent erwarten, dass einzelne Tätigkeiten ersetzt
werden, einen Stellenabbau befürchten lediglich neun Prozent. Entsprechend
verhalten optimistisch fällt die Investitionsplanung aus: Mehr als jedes zweite
befragte Unternehmen rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden
KI-Investitionen, ein Viertel plant dagegen vorerst keine Ausgaben.
Unternehmen fehlen klare Regeln, sichere KI-Zugänge und Schulungen
Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen stellen KI-Tools unternehmensweit zur
Verfügung. 33 Prozent haben nach eigenen Angaben keine offiziellen Lizenzen. Am
häufigsten werden kostenpflichtige Versionen von ChatGPT und Microsoft Copilot
angeboten. Noch deutlicher wird die Lücke bei den internen Regeln: Nur jedes
vierte befragte Unternehmen hat eine verbindliche Richtlinie zur Nutzung von KI
etabliert, bei rund 28 Prozent besteht dafür aktuell kein wahrgenommener Bedarf.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Qualifizierung: 43 Prozent setzten auf
interne Schulungen, während ein Drittel keine gezielten Schulungsangebot macht.
"Wenn offizielle Richtlinien und Schulungen fehlen, entscheidet im Zweifel jeder
Mitarbeitende selbst, welches Tool er nutzt. Risiken für Unternehmen entstehen
insbesondere dann, wenn sensible oder vertrauliche Daten des Unternehmens mit
KI-Anwendungen geteilt werden", erklärt Frank Liebold.
Diese Risiken spiegeln sich auch in den von den Unternehmen genannten Hürden
wider. Als größtes Hindernis für den weiteren Einsatz von KI nennen 53 Prozent
der befragten Unternehmen Datenschutz und rechtliche Unsicherheit, dicht gefolgt
von Datensicherheit mit 49 Prozent. Fehlendes Know-how und die Integration in
bestehende Systeme folgen mit jeweils rund einem Drittel.
Für die im September dieses Jahres durchgeführte Umfrage wurden rund 300
Unternehmen unter anderem aus den Branchen Automotive, Bauwirtschaft und
Baustoffhandel, Chemie, Dienstleistungen, Elektronik, Finanzen, IT/Software,
Konsumgüter, Landwirtschaft, Lebensmittel, Maschinenbau, Metall, Papier, Textil
sowie Transport befragt. Die Jahresumsatzspanne der befragten Unternehmen reicht
von unter fünf Millionen bis über einer Milliarde Euro. Die Zahl der
Beschäftigten liegt bei den befragten Unternehmen zwischen unter 100 und mehr
als 1.500.
Pressekontakt:
Atradius Kreditversicherung
Niederlassung der Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y
Reaseguros
Astrid Goldberg
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210
E-Mail: mailto:astrid.goldberg@atradius.com
Stefanie Heilken
Pressereferentin
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E-Mail: mailto:stefanie.heilken@atradius.com
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OTS: Atradius Kreditversicherung
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