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Berlin (ots) - Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Und der aktuelle Bericht
von Aktion gegen den Hunger zeigt, wie dramatisch die Lage in vielen Teilen der
Welt ist, wo über 600 Millionen Menschen hungern. Gleichzeitig werden die Mittel
für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit knapper. Auch Deutschland
plant für 2027 weitere Kürzungen, die aber noch nicht beschlossen sind und noch
verhindert werden können. Jessica Martin berichtet.
Sprecherin: Weltweit rund 645 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr unter
Hunger gelitten, sagt Jan Sebastian Friedrich-Rust, Geschäftsführer von Aktion
gegen den Hunger.
O-Ton 1 (Jan Sebastian Friedrich-Rust, 23 Sek.): "Das ist jeder 13. Mensch auf
unserem Planeten. Besonders betroffen sind Kinder unter 5 Jahren. Sie leiden
unter Wachstumsstörungen, weil sie einfach nicht ausreichend ernährt werden
können. Und gleichzeitig nehmen Konflikte, Klimakrisen und wirtschaftliche Not
weiter zu. Unser aktueller Bericht setzt den Fokus auf die zehn größten
Hungerkrisen der Welt. Denn zwei Drittel der von Hunger betroffenen Menschen
leben in nur zehn Ländern."
Sprecherin: Dazu zählen unter anderem Nigeria, die Demokratische Republik Kongo
sowie der Sudan, Jemen und Afghanistan. Allerdings aus unterschiedlichen
Gründen:
O-Ton 2 (Jan Sebastian Friedrich-Rust, 25 Sek.): "Hunger entsteht nicht einfach
durch fehlende Lebensmittel. Vielmehr sind die Hauptgründe Konflikte,
Vertreibung, Armut und der voranschreitende Klimawandel. Und in all diesen
Ländern fehlt es an finanziellen Mitteln, um gegenzusteuern. Deutschland hat die
Mittel für internationale Hilfe bereits in den vergangenen Jahren deutlich
reduziert, obwohl die Bedarfe steigen. Für das kommende Jahr sind weitere 600
Millionen Euro an Kürzungen vorgesehen."
Sprecherin: Für die in diesen Ländern vom Hunger betroffenen Menschen hätte das
fatale Folgen:
O-Ton 3 (Jan Sebastian Friedrich-Rust, 20 Sek.): "Hilfsorganisationen wie Aktion
gegen den Hunger müssen Programme beenden. Gesundheits- und Ernährungszentren
müssen einfach schließen und Hilfslieferungen fallen aus. Eine aktuelle
wissenschaftliche Analyse hat gezeigt, dass durch die aktuellen Mittelkürzungen
bis 2030 bis zu 22 Millionen zusätzliche Todesfälle auftreten könnten."
Sprecherin: Noch ist der Bundeshaushalt aber nicht beschlossen. Noch kann man
gegen die geplanten Kürzungen protestieren und zum Beispiel...
O-Ton 4 (Jan Sebastian Friedrich-Rust, 23 Sek.): "... über die Website von
Aktion gegen den Hunger eine Protestmail an die Bundestagsabgeordneten des
eigenen Wahlkreises senden. Das dauert nur wenige Sekunden und macht einen
wirklichen Unterschied. Denn Hunger, Krisen und Instabilität verursachen
langfristig ein Vielfaches mehr als die Kosten der Krisenprävention. Wer heute
spart, verschiebt die Rechnung nur auf morgen und macht sie am Ende sogar
deutlich teurer."
Ihr habt´s / Sie haben es gehört: Noch ist Zeit, die geplanten Kürzungen bei der
Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe mit einer Protestmail an
die Bundestagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises zu stoppen. Alles Weitere
dazu erfährt man online unter aktiongegendenhunger.de.
Pressekontakt:
Markus Winkler
Referent Presse
Aktion gegen den Hunger gGmbH
Wallstraße 15 a, 10179 Berlin
Tel.: +49 (0)30 279 099 776
Fax: +49 (0)30 279 099 729
E-Mail: mailto:presse@aktiongegendenhunger.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/145487/6370689
OTS: Aktion gegen den Hunger gGmbH
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