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Straubing (ots) - Auch für Berlin gilt: Die Drogen gibt es, die Clans gibt es -
und den Einfluss auf junge Migranten, die in Vereinen organisiert sind und am
Ende tatsächlich die Linke wählen, den gibt es sicher auch. Von daher ergibt
sich dann auch die Gleichsetzung, die heute konservative Politiker dahin gehend
gerne machen, dass die AfD auf der rechten Seite exakt das Übel sei, was die
Linke auf der anderen Seite des politischen Spektrums darstelle. Aber dagegen
gilt es dann doch, einen Einwand geltend zu machen, den die "Süddeutsche
Zeitung" letzten Samstag in einem Leitartikel formuliert hat, wenn sie schreibt:
"Die Linke (...) steht im Ganzen auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen
Grundordnung. (...) Sie bereichert, sie belebt die parlamentarische Demokratie.
(...) Niemand musste sich Sorgen machen, als der Linke Bodo Ramelow in Thüringen
regierte. Niemand muss sich sorgen wegen einer Linken, die in Bremen und
Mecklenburg-Vorpommern mitregiert. Dietmar Bartsch, damals Linke-Fraktionschef,
durfte Wolfgang Schäuble den Rollstuhl schieben. Glaubt jemand, diesen Service
hätte der auch von Tino Chrupalla angenommen?"
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Straubinger Tagblatt
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