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Bonn (ots) - Krieg, Hunger und Vertreibung verschärfen sich gegenseitig.
UNO-Flüchtlingshilfe fordert mehr Unterstützung für die Menschen im Sudan und
den Nachbarländern.
Fast 19,5 Millionen Menschen im Sudan sind von akutem Hunger betroffen.
Millionen mussten vor dem Krieg fliehen, viele von ihnen mehrfach. Gleichzeitig
verschärfen Dürren, zerstörte Lebensgrundlagen und fehlender Zugang zu
humanitärer Hilfe die Not. Zum Welternährungstag am 16. Oktober macht die
UNO-Flüchtlingshilfe auf die dramatische Situation aufmerksam und fordert mehr
Unterstützung für die Menschen, die unter den Folgen des andauernden Krieges
leiden. Zugleich warnen die Vereinten Nationen, dass mehr als 825.000 Kinder im
Jahr 2026 von akuter Unterernährung bedroht sind. In mehreren Gebieten droht
eine Hungersnot, insbesondere in Darfur und Kordofan.
"Hunger ist eine der dramatischsten Folgen des Krieges im Sudan. Menschen
verlieren ihre Häuser, ihre Lebensgrundlagen und den Zugang zu ausreichend
Nahrung. Für viele Familien geht es längst um das tägliche Überleben. Wir dürfen
nicht zulassen, dass sie angesichts der vielen Krisen weltweit in Vergessenheit
geraten", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.
Krieg zerstört Lebensgrundlagen
Seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den
paramilitärischen Rapid Support Forces im April 2023 wurden Millionen Menschen
innerhalb des Landes vertrieben. Weitere Millionen suchten Schutz in den
Nachbarländern. Die Gewalt hat nicht nur Wohnhäuser und öffentliche
Infrastruktur zerstört, sondern auch die Versorgung mit Lebensmitteln massiv
beeinträchtigt: Landwirtschaftliche Flächen können vielerorts nicht mehr
bestellt werden, Ernten gehen verloren und Märkte sowie Lieferketten sind
unterbrochen. Hinzu kommen extreme Wetterereignisse, die die ohnehin schwierige
Situation verschärfen.
Hilfe über Grenzen hinweg
UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, unterstützt Menschen,
die vor dem Krieg fliehen mussten - sowohl innerhalb des Sudans als auch in den
Nachbarländern, darunter Tschad, Südsudan, Ägypten und die Zentralafrikanische
Republik. Die Hilfe umfasst unter anderem Unterkünfte und lebensnotwendige
Unterstützung für neu ankommende Flüchtlinge und besonders schutzbedürftige
Familien.
Doch die humanitäre Hilfe steht unter erheblichem Finanzierungsdruck.
Gleichzeitig bleibt der Bedarf enorm. Wenn Hilfsprogramme gekürzt werden müssen,
verlieren Menschen den Zugang zu lebenswichtiger Unterstützung. So haben aktuell
rund 50.000 Opfer sexuialisierter Gewalt keinen Zugang zu medizinischer
Versorgung. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt die weltweite Arbeit des UNHCR.
Zum Welternährungstag ruft sie dazu auf, die Not der Menschen im Sudan nicht aus
dem Blick zu verlieren und die humanitäre Hilfe vor Ort zu stärken.
Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten:
http://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/sudan
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47,
mailto:marius.tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63012/6372147
OTS: UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
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