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Grüne kritisieren Dobrindts Verschärfung bei Sprachkursen, Union hält Maßnahme für "absolut richtig" / Eckert (Grüne): "Sparpolitik auf dem Rücken derer, die Deutsch lernen wollen."

20.10.2026 10:05 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Der Grünen-Haushaltspolitiker Leon Eckert hat die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kritisiert, Deutsch-Tests für Ausländer zu verschärfen, um Betrugsversuche zu unterbinden. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Eckert: "Prüfungsbetrug muss verfolgt werden - aber dafür muss das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sein Sicherheitsleck schließen, statt die Regeln für alle ehrlichen Prüflinge zu verschärfen. Herr Dobrindt halbiert die Deutschkurse, streicht die meisten Wiederholungsmöglichkeiten und hebt dann die Prüfungshürde an. Das ist keine Betrugsbekämpfung, das ist Sparpolitik auf dem Rücken derer, die Deutsch lernen wollen."

Es sei in letzter Zeit "vermehrt zu Betrugsversuchen" bei den Deutsch-Tests gekommen, heißt es in einer neuen Verordnung des Innenministeriums, über die "Bild" berichtet hatte. Teilnehmer der Integrationskurse hätten demnach die schriftlichen Testaufgaben und -lösungen "über das Internet illegal erworben" und im Prüfungsteil "Hören und Lesen" eingetragen. Dobrindt will nun, dass Prüfungen nicht mehr als bestanden gelten, wenn andere Prüfungsteile nicht oder nur unzureichend bearbeitet wurden.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, begrüßte auf Anfrage von noz die geplanten Änderungen. "Dass der Bundesinnenminister bei den Sprachtests nun prüft, wie man Tricksereien und Betrügereien einen Riegel vorschiebt, und dass er die Testanforderungen erhöhen möchte, ist absolut richtig. Schließlich geht es bei Sprachkenntnissen nicht um eine Formsache, sondern um einen wichtigen Integrationsnachweis. Die Integrationskurse lässt sich der Staat einiges kosten: 2025 wurden für sie circa 1,3 Milliarden Euro Steuermittel eingesetzt. Wenn Kursteilnehmer hier tricksen oder betrügen, zeigt das eine besondere Respektlosigkeit."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6374280 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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