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Jena (ots) - KI-gestützte Malware bereitet kleinen und mittleren Unternehmen
(KMU) in Deutschland große Sorgen. Bei den berichteten Ursachen von
IT-Sicherheitsvorfällen dominieren jedoch bekannte Angriffswege und
Sicherheitslücken. Das zeigt die neue ESET Cyberresilienz-Studie 2026 für KMU.
Während 42 Prozent der Befragten KI-gestützte Malware zu den größten Bedrohungen
für die kommenden zwölf Monate zählen, werden Phishing mit 29 Prozent und
ungepatchte Schwachstellen mit 28 Prozent am häufigsten als Ursachen für
Cybervorfälle genannt. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut
Go4insight 500 Personen, die IT-Sicherheitsentscheidungen in Organisationen mit
25 bis 1.000 Endgeräten in Deutschland treffen oder beeinflussen.
Bei den befürchteten Bedrohungen folgen auf KI-gestützte Malware Phishing
beziehungsweise Spear-Phishing mit 32 Prozent und Bedrohungen im Cloud-Umfeld
mit 25 Prozent. Unter den gemeldeten Ursachen für Cybervorfälle stehen neben
Phishing und ungepatchten Schwachstellen fehlendes Sicherheitsmonitoring mit 23
Prozent sowie schwache Passwörter mit 21 Prozent weit oben.
"Cyberresilienz ist längst keine Option mehr, sondern eine geschäftliche
Notwendigkeit. Gerade KMU müssen heute einer Bedrohungslage begegnen, die sich
rasant verändert und durch neue Technologien wie KI zusätzlich beschleunigt
wird", sagt Holger Suhl, Country Manager DACH bei ESET. "Die ESET
Cyberresilienz-Studie 2026 für KMU zeigt, wie Unternehmen dieser Herausforderung
begegnen, wo sie bereits gut aufgestellt sind und in welchen Bereichen weiterhin
Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse machen deutlich: Fortschritte entstehen
dort, wo Unternehmen Cybersicherheit als kontinuierlichen Prozess verstehen und
gezielt in Menschen, Technologien und resiliente Strukturen investieren."
KI-Nutzung stellt Unternehmen vor zusätzliche Sicherheitsaufgaben
Laut Studie setzen 82 Prozent der befragten Unternehmen bereits KI-Anwendungen
ein. Gleichzeitig stimmen 67 Prozent der Aussage zu, dass deren Einsatz
zusätzliche Sicherheitsrisiken mit sich bringt. 68 Prozent verfügen nach eigenen
Angaben über Regeln für die KI-Nutzung.
Für Unternehmen ergibt sich daraus eine doppelte Aufgabe: Sie müssen den Einsatz
von KI durch Angreifer berücksichtigen und zugleich die Nutzung entsprechender
Anwendungen im eigenen Betrieb absichern. Klare Vorgaben zu freigegebenen
Werkzeugen, zum Umgang mit vertraulichen Informationen und zu Zuständigkeiten
schaffen dafür eine Grundlage.
Ausreichende Budgets treffen auf überlastete Teams
84 Prozent der Befragten bewerten ihr Budget für Cybersicherheit als ausreichend
oder mehr als ausreichend. 40 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten
eine Budgeterhöhung. Bei den geplanten Investitionen stehen Cloud-Sicherheit mit
44 Prozent und Mitarbeiterschulungen mit 42 Prozent an der Spitze.
Die Umsetzung bleibt jedoch eine Herausforderung. 37 Prozent nennen das
Schritthalten mit aktuellen IT-Sicherheitsbedrohungen als Schwierigkeit, 34
Prozent den Umgang mit neuen Technologien wie KI. Für 31 Prozent gehört die
Überlastung der eigenen IT- beziehungsweise Security-Teams zu den größten
Herausforderungen. Als häufigste Hürde bei der Verbesserung ihrer IT-Sicherheit
nennen die Befragten fehlende Fachkräfte beziehungsweise Kompetenzen mit 26
Prozent.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen neben Technologie auch die
personellen und organisatorischen Voraussetzungen für deren wirksamen Betrieb
berücksichtigen müssen. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, verlässliche
Abläufe und bei Bedarf spezialisierte externe Unterstützung.
Cyberresilienz betrifft den gesamten Geschäftsbetrieb
73 Prozent der Befragten zeigen sich hinsichtlich der Cyberresilienz ihres
Unternehmens zuversichtlich. Zugleich machen die befürchteten Folgen eines
Angriffs deutlich, was auf dem Spiel steht: 54 Prozent sorgen sich um
Datenverlust, jeweils 46 Prozent um finanzielle Schäden und
Betriebsunterbrechungen.
ESET empfiehlt Unternehmen, ihre Sicherheitsstrategie an konkreten
Geschäftsrisiken auszurichten. Vorrang haben dabei die konsequente Behebung
bekannter Sicherheitslücken, abgesicherte Zugänge und die frühzeitige Erkennung
verdächtiger Aktivitäten. Mitarbeiterschulungen, eindeutige Meldewege sowie
erprobte Notfall- und Wiederherstellungsprozesse ergänzen den technischen
Schutz.
Zentrale Ergebnisse im Überblick
- 42 Prozent zählen KI-gestützte Malware zu den größten Bedrohungen für die
kommenden zwölf Monate.
- 29 Prozent nennen Phishing und 28 Prozent ungepatchte Schwachstellen als
Ursachen von IT-Sicherheitsvorfällen.
- 67 Prozent sehen zusätzliche Sicherheitsrisiken durch den Einsatz von
KI-Anwendungen.
- 84 Prozent halten ihr Cybersicherheitsbudget für mindestens ausreichend.
- 31 Prozent nennen überlastete IT- beziehungsweise Security-Teams als
Herausforderung.
- 54 Prozent fürchten Datenverlust als Folge eines Cyberangriffs.
Die vollständige ESET Cyberresilienz-Studie 2026 für KMU steht hier zum Download
bereit:
https://www.eset.com/de/smb-studie/
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ESET Deutschland GmbH
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