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Düsseldorf (ots) - 23 Prozent haben sich schon mit einem Chatbot wie mit einem
digitalen Freund unterhalten, bei den unter-30-Jährigen sogar jeder Dritte.
- 58 Prozent erwarten, dass Menschen durch KI noch einsamer werden. Am größten
ist die Sorge bei den 45- bis 59-Jährigen (62 Prozent).
- 74 Prozent erwarten, dass durch KI mehr Falschnachrichten in Umlauf kommen.
Nur 21 Prozent rechnen mit einer höheren Qualität von Nachrichten.
- Bundesländer gespalten: In Bayern, Berlin und drei ostdeutschen Ländern
überwiegt die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz. Hamburg und Bremen
sind am optimistischsten.
Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen - nicht mehr nur als Werkzeug
für Texte und Übersetzungen, sondern zunehmend auch als Gesprächspartner. Der
Digitalklimaindex 2026 zeigt: Knapp ein Viertel der Menschen zwischen 16 und 65
Jahren hat sich bereits mit einem Chatbot unterhalten, der als digitales
Gegenüber auftritt. Gleichzeitig ziehen die meisten eine klare Grenze:
Freundschaften mit Maschinen lehnen fast acht von zehn Befragten ab, und eine
Mehrheit befürchtet, dass KI Menschen weiter voneinander entfernt. Bei der
Grundsatzfrage, ob KI eher Chance oder Risiko ist, liegen die Optimisten
bundesweit knapp vorn - mit deutlichen Unterschieden zwischen den Bundesländern
und den Generationen.
Jeder Dritte unter 30 hat schon mit einem Chatbot wie mit einem digitalen Freund
gesprochen
Chatbots, die als Gesprächspartner oder digitale Freunde auftreten, sind für
viele Menschen bereits Alltag. 23 Prozent der Befragten haben sich schon einmal
mit einem solchen Chatbot unterhalten. Bei den 16- bis 29-Jährigen ist es mit 34
Prozent jeder Dritte, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 31 Prozent. Unter den
60- bis 65-Jährigen sind es dagegen nur 13 Prozent.
Aus der Nutzung folgt jedoch nicht automatisch Nähe: Explizite Freundschaften
mit künstlichen Personen lehnen 78 Prozent der Befragten ab, nur 15 Prozent
würden sie befürworten. Selbst unter den 16- bis 29-Jährigen, die am meisten
Erfahrung mit Chatbots haben, sind es lediglich 19 Prozent, unter den 60- bis
65-Jährigen 12 Prozent. Die Menschen unterscheiden offenbar klar zwischen
Unterhaltung und Beziehung. Nach einer Studie der Elon-Universität in den USA
vom Mai 2026 sagen selbst 59 Prozent der Menschen, die Chatbots für soziale und
emotionale Zwecke nutzen, dass sie lieber Gespräche mit Freunden oder Familie
als mit der KI führen würden.
"Künstliche Intelligenz wird für viele Menschen zum Gesprächspartner im Alltag.
Das zeigt, wie selbstverständlich digitale Anwendungen geworden sind. Ebenso
deutlich ist aber: Die Menschen wollen, dass Technik Begegnungen erleichtert und
nicht ersetzt. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur soll Menschen
miteinander verbinden - in der Stadt genauso wie auf dem Land", sagt Ruben
Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser.
Mehrheit befürchtet: KI macht einsamer
58 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlicher, dass Menschen durch KI
noch einsamer werden, weil sie durch die Kommunikation mit KI weniger auf andere
Menschen zugehen. Nur 32 Prozent erwarten das Gegenteil: dass Menschen weniger
einsam sind, weil sie sich mit KI unterhalten können. Am größten ist die Sorge
bei den 45- bis 59-Jährigen (62 Prozent) und den 60- bis 65-Jährigen (60
Prozent). Doch auch bei den Jüngsten überwiegt sie: 51 Prozent der 16- bis
29-Jährigen erwarten mehr Einsamkeit, 40 Prozent weniger. Das Thema trifft einen
Nerv: Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung fühlten sich 2024 46 Prozent
der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland zumindest moderat einsam - mit oder ohne
KI.
Regional reicht die Spannweite von 54 Prozent in Nordrhein-Westfalen bis 74
Prozent in Sachsen-Anhalt. Dort trauen nur 18 Prozent der KI zu, Einsamkeit zu
verringern - der niedrigste Wert aller Länder. Ebenfalls besonders skeptisch
sind Mecklenburg-Vorpommern (69 Prozent), Rheinland-Pfalz (68 Prozent),
Schleswig-Holstein (66 Prozent) und Brandenburg (65 Prozent). Am ehesten
erwarten die Menschen in Hessen (39 Prozent) sowie in Nordrhein-Westfalen und
Berlin (jeweils 36 Prozent), dass KI gegen Einsamkeit hilft.
Skepsis bei Nachrichten und Datenschutz
Auch bei Information und Datenschutz überwiegen die Befürchtungen deutlich. 74
Prozent erwarten, dass durch KI mehr Falschnachrichten in Umlauf kommen; nur 21
Prozent rechnen mit einer höheren Qualität von Nachrichten. 66 Prozent glauben,
dass es schwieriger wird, Daten vor Missbrauch und unerlaubtem Zugriff zu
schützen, 22 Prozent erwarten das Gegenteil.
"Die Menschen nutzen KI, aber sie schauen genau hin. Vertrauen entsteht dort, wo
Informationen aufgrund nachvollziehbarer Quellen verlässlich sind. Wer KI im
Alltag voranbringen will, muss diese Sorgen ernst nehmen - mit Transparenz und
Medienkompetenz", erläutert Ruben Queimano.
Der regionale Blick: Hamburg und Bremen vorn, Bayern und der Osten skeptisch
Zwischen den Bundesländern gehen die Einschätzungen deutlich auseinander. Am
optimistischsten sind die Stadtstaaten Hamburg und Bremen, wo jeweils 58 Prozent
vor allem Chancen sehen. Es folgen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und
Brandenburg mit jeweils 56 Prozent. In fünf Ländern dagegen überwiegt die
Skepsis: in Bayern (45 Prozent Chance, 49 Prozent Risiko), Berlin (46 zu 49
Prozent), Sachsen (46 zu 48 Prozent), Sachsen-Anhalt (43 zu 47 Prozent) und
Mecklenburg-Vorpommern (43 zu 45 Prozent). Nahezu ausgeglichen ist das Bild in
Thüringen (49 zu 47 Prozent) und Niedersachsen (48 zu 46 Prozent).
Auffällig ist der Süden: Während in Baden-Württemberg eine klare Mehrheit
Chancen erkennt, erreicht der Risiko-Anteil im Nachbarland Bayern gemeinsam mit
Berlin den bundesweit höchsten Wert. Im Osten wiederum schert Brandenburg aus:
Als einziges ostdeutsches Land liegt es beim Chancen-Anteil über dem
Bundesdurchschnitt.
Knappe Mehrheit sieht Chancen - Junge deutlich optimistischer
51 Prozent der Befragten verbinden künstliche Intelligenz alles in allem eher
mit Chancen, 43 Prozent eher mit Risiken. Wie stark die Haltung vom Alter
abhängt, zeigt der Blick auf die Generationen: Unter den 16- bis 29-Jährigen
sehen 64 Prozent vor allem Chancen und 34 Prozent vor allem Risiken. Bei den 30-
bis 44-Jährigen beträgt das Verhältnis 55 zu 40 Prozent, bei den 45- bis
59-Jährigen 51 zu 43 Prozent. In der ältesten Gruppe der 60- bis 65-Jährigen
kippt das Bild: Nur noch 42 Prozent sehen KI vorwiegend als Chance, 50 Prozent
als Risiko.
Fazit: Offen für KI, aber nicht um jeden Preis
Die Befunde zeichnen das Bild einer Bevölkerung, die KI pragmatisch nutzt und
mehrheitlich Chancen sieht, aber klare Grenzen zieht. Wo KI als Werkzeug oder
zur Unterhaltung dient, ist die Akzeptanz hoch. Wo sie menschliche Beziehungen
ersetzen könnte, überwiegt die Ablehnung. Die regionalen Unterschiede zeigen
zudem, dass Vertrauen in neue Technologien nicht überall gleich ausgeprägt ist
und vor Ort gewonnen werden muss.
Über die Studie: Digitalklimaindex 2026
Der Digitalklimaindex von Deutsche Glasfaser ist eine umfassende Untersuchung
zur digitalen Einstellung der deutschen Bevölkerung in zwölf Lebensbereichen.
Media Tenor hat die Untersuchung gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut
Mentefactum durchgeführt. Für die aktuelle Erhebung wurden im Juni 2026 2.008
Personen zwischen 16 und 65 Jahren durch Mentefactum repräsentativ telefonisch
befragt.
Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser
Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist Pionier für den Glasfaserausbau im
ländlichen und suburbanen Raum in Deutschland. Als Digital-Versorger der
Regionen plant, baut und betreibt Deutsche Glasfaser anbieteroffene
Glasfaseranschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche
Einrichtungen. Deutsche Glasfaser strebt den flächendeckenden Glasfaserausbau an
und trägt damit maßgeblich zum digitalen Fortschritt Deutschlands bei. Mit
innovativen Planungs- und Bauverfahren ist Deutsche Glasfaser Spezialist für
einen schnellen und kosteneffizienten FTTH-Ausbau. Die Unternehmensgruppe zählt
zu den finanzstärksten Anbietern im deutschen Markt und verfügt mit den
erfahrenen Glasfaserinvestoren EQT und OMERS über ein privatwirtschaftliches
Investitionsvolumen von über elf Milliarden Euro.
http://www.deutsche-glasfaser.de
Pressekontakt:
Dominik Beyer und Nora Lippelt
Deutsche Glasfaser Unternehmenskommunikation
mailto:presse@deutsche-glasfaser.de
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