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Nürnberg (ots) - Eine Analyse der Heizungsarten der bei immowelt.de zum Kauf
angebotenen Wohnimmobilien zeigt:
- Wärmepumpen-Anteil erreicht neuen Höchststand: Anteil am deutschlandweiten
Angebot lag im 3. Quartal 2026 bei 12,2 Prozent; vor 3 Jahren waren es
lediglich 4,6 Prozent
- Anteil bei Häusern seit 2023 fast verdreifacht: 16,2 Prozent aller angebotenen
Einfamilienhäuser verfügten zuletzt über eine Wärmepumpe
- Gas und Öl auf dem Rückzug: Der Anteil von Wohnimmobilien mit Gasheizungen
sank von 49,1 auf 41,3 Prozent, Objekte mit Ölheizungen gingen von 21,2 auf
17,5 Prozent zurück
Die Verbreitung von Wärmepumpen bei angebotenen Wohnimmobilien hat trotz
Ablösung des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes einen neuen Höchststand erreicht.
Im 3. Quartal 2026 verfügten 12,2 Prozent der auf immowelt.de zum Kauf
inserierten Wohnimmobilien über eine Wärmepumpe. Im Vorquartal hatten Immobilien
mit Wärmepumpe noch 11,7 Prozent aller Angebote in Deutschland ausgemacht, im 3.
Quartal 2023 waren es lediglich 4,6 Prozent. Bei den angebotenen
Einfamilienhäusern wird inzwischen sogar jedes sechste mit einer Wärmepumpe
beheizt. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt zur Verbreitung der
Heizungsarten bei den auf immowelt.de angebotenen Wohnimmobilien. Wärmepumpen
befinden sich somit weiter auf dem Vormarsch, obwohl die Bundesregierung mit
ihrem Gebäudemodernisierungsgesetz im Juli die 65-Prozent-Pflicht für
erneuerbare Energien beim Heizungstausch gestrichen und die
Wärmepumpen-Förderung gekürzt hat.
"Die Wärmepumpe gewinnt am deutschen Immobilienmarkt rasant an Bedeutung. Diese
Entwicklung hat sich auch im letzten Quartal trotz der durch die Bundesregierung
beschlossenen Wahlfreiheit beim Heizungstausch fortgesetzt", sagt immowelt
Geschäftsführer Theo Mseka . "Besonders deutlich zeigt sich der Trend zur
Wärmepumpe bei Einfamilienhäusern, wo diese zunehmend zur Ölheizung aufschließt.
Fossile Heizarten sind im Angebot zwar weiterhin stark präsent, verzeichnen seit
einigen Jahren aber deutlich sinkende Anteile."
Gasheizungen machten im 3. Quartal 2026 mit 41,3 Prozent die häufigste
Heizungsart bei den angebotenen Wohnimmobilien aus, im 3. Quartal 2023 lag ihr
Anteil allerdings noch bei 49,1 Prozent. Das ist ein Rückgang um 7,8
Prozentpunkte. Der Verbreitung von Ölheizungen ist im selben Zeitraum von 21,2
auf 17,5 Prozent gesunken (-3,7 Prozentpunkte).
Jedes sechste Haus mit Wärmepumpe
Besonders stark zeigt sich der Trend zur Wärmepumpe bei Einfamilienhäusern: Dort
ist der Anteil entsprechender Angebote binnen drei Jahren von 5,6 auf 16,2
Prozent gestiegen. Somit wird inzwischen rund jedes sechste inserierte Haus mit
einer Wärmepumpe beheizt.
Der Anteil der Ölheizungen bei Häusern ist derweil auf 20,1 Prozent gesunken (Q3
2023: 24,7 Prozent), und liegt damit nur noch knapp vor der Wärmepumpe: Der
Abstand zwischen beiden Heizungsarten ist von rund 19 auf knapp 4 Prozentpunkte
geschrumpft.
Gasheizungen sind weiterhin mit Abstand am häufigsten verbreitet, allerdings
sank ihr Anteil bei Einfamilienhäusern seit 2023 besonders stark: von 47,6 auf
37,7 Prozent.
Nur geringe Veränderung bei Wohnungen
Bei Wohnungen fällt die Verschiebung deutlich schwächer aus. Der
Wärmepumpen-Anteil liegt mit 2,8 Prozent nur geringfügig über dem Wert von 2023
(2,1 Prozent). Der Grund dürfte in der Wohnform liegen. In Mehrfamilienhäusern
muss meist die Eigentümergemeinschaft einem Heizungstausch zustimmen. Zudem
fehlen oft Freiflächen, und in Städten, wo Wohnungen den Immobilienmarkt
dominieren, spielt Fernwärme eine größere Rolle.
Gasheizungen sind bei Wohnungen weiterhin klar führend: Rund jedes zweite
angebotene Objekt (49,7 Prozent) wird mit Gas beheizt, im 3. Quartal 2023 waren
es noch 52,8 Prozent. Ölheizungen spielen bei Wohnungen mit derzeit 11,1 Prozent
(Q3 2023: 13,0 Prozent) eine deutlich geringere Rolle als bei Häusern.
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Berechnungsgrundlage:
Für die Berechnung der Verteilung von Heizungsarten am Angebot wurden auf
immowelt.de inserierten Angebote für Wohnimmobilien zum Kauf genutzt. Fehlende
Prozente auf 100 Prozent sind Inserate mit sonstigen Heizungsarten oder Inserate
mit fehlenden Angaben.
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