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Berlin (ots) - Die Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen haben zuletzt
eine zunehmende Nachfrage nach Bestandsimmobilien beobachtet. Auch das Angebot
verbessere sich wieder, und die Preise werden vorerst stabil bleiben, so die
Prognose der für die jährliche LBS-Analyse "Markt für Wohnimmobilien" befragten
Experten.
Am Markt für selbst genutzte Immobilien setzt sich die Phase der Stabilisierung
im Jahr 2026 fort. Bestehende Eigenheime kosten gemäß dem jährlich bei rund 400
Immobilienvermittlern von LBS und Sparkassen erhobenen Preisspiegel im
bundesweiten Durchschnitt ähnlich viel wie ein Jahr zuvor, ältere Reihenhäuser
und Eigentumswohnungen etwas mehr - aber längst noch nicht wieder so viel wie im
Peak-Jahr 2023 (Grafik). Bauland und auch neue Reihenhäuser zeigten sich im
Vorjahresvergleich ebenfalls relativ preisstabil. Die Preise für neue
Eigentumswohnungen dagegen klettern unaufhörlich: Im Preisspiegel 2026 betrug
das durchschnittliche Plus gegenüber dem Vorjahr knapp 6 Prozent.
Die Perspektiven bewerteten die Experten in allen Segmenten verhalten. Bei den
Bestandsimmobilien erwarteten sie eine weitere Erholung des Marktes: Eine
zunehmende Nachfrage bei ebenfalls verbessertem Angebot münde in stabile bis
allenfalls leicht steigende Preise. Der Neubau wird dagegen etwas sorgenvoller
betrachtet: Die Nachfrage entwickele sich regional uneinheitlich; das Angebot an
neuen Reihenhäusern und Eigentumswohnungen dürfte aufgrund der weiterhin hohen
Baukosten eher noch abnehmen, mit Preisrückgängen sei daher nicht zu rechnen -
aber zumeist auch nicht mit größeren Preissprüngen.
Einmal mehr bestätigten die Marktinsider: Der Traum vom Häuschen mit Garten
lebt. Wie schon im vergangenen Jahr beobachteten die LBS-Experten auch in diesem
Jahr, dass die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern aus dem Bestand
in einigen Regionen wieder zunimmt. Das ist ein Hoffnungsschimmer nach den
beiden eher schwachen Jahren 2023 und 2024. Eine besonders deutliche Zunahme des
Interesses an Eigenheimen wird im äußersten Westen der Republik am Niederrhein,
in der Eifel und im nördlichen Rheinland-Pfalz erwartet, außerdem im Norden
Niedersachsens, in Berlin sowie in Oberfranken und Niederbayern.
Modernisierungen oft einschließlich energetischer Sanierungen
Das neue Zuhause ist in aller Regel ein älteres Gebäude. Wie die neuen
Eigentümer damit umgehen, darüber gaben die Immobilienvermittler in der
diesjährigen Sonderbefragung Auskunft. Es zeigte sich: Energetische Sanierungen
gehören inzwischen dazu. Zwei Drittel der Befragten sagten, dass ihre Kunden das
neue Heim häufig einer Modernisierung einschließlich einer energetischen
Sanierung unterziehen würden. Modernisierungen ohne energetisches Update kommen
dagegen nicht mehr allzu oft vor: Zwar berichteten 26 Prozent, dass dies hin und
wieder der Fall sei, aber nur 12 Prozent bemerkten es häufiger.
Ist eine Modernisierung geplant, dann geschieht sie in der Regel zeitnah vor dem
Einzug, wie vier von fünf Befragten festgestellt haben. Immerhin 42 Prozent
erleben öfter, dass die Modernisierungsarbeiten nach und nach stattfinden. Am
seltensten kommt es vor, dass die Modernisierung lange aufgeschoben wird.
Fördermittel sind dabei durchaus eine Hilfe: 37 Prozent der befragten
Immobilienexperten gaben an, dass Käufer bestehender Immobilien häufig bis sehr
häufig beispielsweise die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für die
Sanierung nutzten - nur 10 Prozent beobachten dies so gut wie nie.
"Dass sich der Markt für Wohnimmobilien stabilisiert hat und die Menschen sich
den Eigentumserwerb tendenziell wieder zutrauen, ist eigentlich eine gute
Nachricht", ordnet LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann die Ergebnisse der
jährlichen Befragung ein. "Ob der jüngste Zinsanstieg diesem aufkeimenden
Zutrauen wieder einen Dämpfer versetzen wird, bleibt abzuwarten. Umso wichtiger
ist es, darauf hinzuweisen, dass Bausparen weiterhin das Finanzieren zu
günstigen Zinsen ermöglicht", so Guthmann.
"Aber auch die Bundesregierung sollte das ihr Mögliche tun und wenigstens ihr
Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen, angehende Wohneigentümer zu
unterstützen", fordert Guthmann. Die Eigentumsbildung sei Teil der Lösung der
Probleme am Wohnungsmarkt und was dabei helfen würde, hinlänglich bekannt:
"Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer stehen ganz oben auf der Liste der
sinnvollen Maßnahmen", so Guthmann. Aber auch eine verlässliche Förderung,
gerade beim Thema energetische Sanierung, würde so manch eine Kaufentscheidung
erleichtern.
Ein Auszug aus dem Preisspiegel 2026 zeigt die Tabelle.
Pressekontakt:
Dr. Ivonn Kappel
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