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Leerstand trotz Wohnungsmangel: Warum in deutschen Städten Tausende Wohnungen ungenutzt bleiben (FOTO)

28.10.2026 10:50 Uhr Kalyon Immobilien GmbH

Frankfurt am Main (ots) - Bezahlbarer Wohnraum fehlt, Mieten steigen - und gleichzeitig stehen in vielen deutschen Städten Wohnungen leer. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, hat häufig konkrete Gründe: Sanierungsstau, schlechte Energieeffizienz, komplizierte Eigentumsverhältnisse oder hohe Modernisierungskosten können dazu führen, dass sich eine Vermietung für Eigentümer zunächst nicht rechnet. Dabei steckt gerade in solchen Problemimmobilien enormes Potenzial.

Viele sehen bei einer leerstehenden Wohnung nur die alte Heizung, schlechte Energieklasse und anstehende Sanierung. Für erfahrene Käufer kann genau das interessant sein: Entscheidend ist, ob Kaufpreis und Sanierungskosten in einem Verhältnis zum Wert stehen, der sich anschließend aus der Immobilie entwickeln lässt. Nachfolgend erfahren Sie, warum Wohnungen trotz hoher Nachfrage jahrelang leer stehen, wann sich der Kauf und die Sanierung solcher Objekte rechnen können und weshalb vermeintliche Problemimmobilien für Investoren besonders interessante Chancen bieten können.

Leerstand hat oft ganz praktische Gründe

Nicht jede leerstehende Wohnung wird bewusst dem Markt entzogen. Gerade ältere Immobilien befinden sich teilweise in einem Zustand, in dem eine sofortige Vermietung kaum möglich ist. Verschlissene Böden, alte Fenster, veraltete Leitungen oder ein erheblicher Renovierungsstau machen zunächst Investitionen notwendig. Eigentümer müssen dann entscheiden, ob sie das nötige Geld und die Zeit dafür aufbringen wollen.

Besonders häufig entsteht Stillstand nach einem Erbfall. Wer eine Wohnung oder ein Haus erbt, möchte nicht automatisch Vermieter werden. Fehlen Erfahrung oder Interesse, bleibt das Objekt mitunter zunächst ungenutzt. Noch komplizierter wird es bei Erbengemeinschaften. Sind sich mehrere Beteiligte über Verkauf, Sanierung oder Vermietung uneinig, kann sich eine Entscheidung lange hinziehen. Auch rechtliche Fragen und behördliche Abläufe können dafür sorgen, dass wertvoller Wohnraum über Jahre nicht genutzt wird.

Daneben gibt es Eigentümer, die bewusst auf eine spätere Wertsteigerung setzen und deshalb zunächst weder verkaufen noch vermieten. Die Ursachen für Leerstand sind damit sehr unterschiedlich - und längst nicht immer lässt sich eine Wohnung kurzfristig wieder auf den Mietmarkt bringen.

Wann aus einem Problem eine Chance wird

Für Käufer ist ein schlechter Zustand allein noch kein Argument für einen Kauf. Interessant wird eine sanierungsbedürftige Immobilie erst dann, wenn sich die notwendigen Arbeiten ausreichend im Preis widerspiegeln. Besonders attraktiv können Wohnungen sein, die optisch stark vernachlässigt wurden, deren Probleme sich technisch jedoch mit überschaubarem Aufwand beheben lassen.

Neue Böden, Malerarbeiten, eine Modernisierung des Badezimmers oder der Austausch einzelner Fenster lassen sich vergleichsweise gut kalkulieren. Eine umfassende Kernsanierung kann ebenfalls Potenzial bieten, verlangt jedoch deutlich mehr Kapital, Erfahrung und Planung. Wer Leitungen, Elektrik, Heizung oder größere Teile der Bausubstanz erneuern muss, trägt ein anderes Risiko als bei einer einfachen Renovierung.

Deshalb sollten Käufer nicht fragen, wie heruntergekommen eine Wohnung aussieht, sondern was tatsächlich getan werden muss. Eine optisch unattraktive Immobilie kann wirtschaftlich interessanter sein als ein auf den ersten Blick gepflegtes Objekt mit verstecktem Sanierungsbedarf.

Der Einkauf entscheidet über die Rechnung

Vor dem Kauf müssen deshalb sämtliche Kosten möglichst realistisch zusammengeführt werden. Neben dem Kaufpreis zählen dazu Kaufnebenkosten, Finanzierung, geplante Arbeiten und eine Reserve für unerwartete Ausgaben. Diesen Kosten stehen anschließend der mögliche Immobilienwert und bei einer Vermietung die realistisch erzielbaren Einnahmen gegenüber.

Als erste Orientierung sollte die erwartete Miete die laufenden Finanzierungskosten möglichst tragen und darüber hinaus Spielraum für Rücklagen lassen. Gleichzeitig muss ein ausreichender Puffer vorhanden sein. Gerade bei älteren Objekten können während der Arbeiten Schäden auftauchen, die bei der ersten Besichtigung nicht erkennbar waren.

Ein häufiger Fehler besteht deshalb darin, eine sanierungsbedürftige Wohnung automatisch für ein Schnäppchen zu halten. Ein niedriger Kaufpreis hilft wenig, wenn anschließend wesentlich mehr Geld in das Objekt fließt als erwartet. Der Preisabschlag muss nicht nur die notwendigen Arbeiten berücksichtigen, sondern auch Risiken und zusätzlichen Aufwand.

Drei Jahre Leerstand können den Wert nicht auslöschen

Wie eine solche Rechnung aussehen kann, zeigt eine typische leerstehende Eigentumswohnung. Nach einem Erbfall wurde sie über Jahre nicht weiter genutzt. Der vorherige Mieter hat deutliche Spuren hinterlassen, Böden und Fenster sind beschädigt, einzelne Leitungen funktionieren nicht mehr zuverlässig und insgesamt ist die Wohnung in keinem vermietbaren Zustand.

Für Interessenten wirkt ein solches Objekt zunächst abschreckend. Genau dieser Zustand kann jedoch Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis schaffen. Lässt sich vorab zuverlässig ermitteln, welche Arbeiten tatsächlich notwendig sind, kann ein Käufer die Sanierung gezielt kalkulieren, die Wohnung wieder in einen zeitgemäßen Zustand versetzen und anschließend vermieten.

Entscheidend bleibt dabei die Ausgangsrechnung. Nicht jeder Leerstand ist eine Gelegenheit und nicht jede Sanierung lohnt sich. Stimmen jedoch Lage, Kaufpreis, Renovierungsaufwand und erzielbare Miete zusammen, kann aus einer jahrelang ungenutzten Wohnung wieder wirtschaftlich sinnvoller Wohnraum werden. Gerade in angespannten Wohnungsmärkten zeigt sich damit, dass ein Teil des benötigten Angebots nicht erst neu gebaut werden muss, sondern bereits vorhanden ist und wieder nutzbar gemacht werden kann.

Über Etem Kalyon:

Etem Kalyon ist Geschäftsführer der Kalyon Immobilien GmbH und spezialisiert auf die Entwicklung von Wohnimmobilien. Gemeinsam mit seinem Team kauft und optimiert er Mehrfamilienhäuser, Wohnanlagen und Wohnungsportfolios. Er begleitet den gesamten Prozess von Ankauf und Finanzierung bis zur Sanierung und Vermietung. Zuvor war er im Investmentbanking und Private Equity tätig. Sein Fokus liegt auf wirtschaftlich nachhaltigen Immobilieninvestments. Weitere Informationen unter: https://www.kalyonimmobilien.de/

Pressekontakt:

Kalyon Immobilien GmbH Etem Kalyon E-Mail: mailto:info@kalyonimmobilien.de Website: http://www.kalyonimmobilien.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183115/6379274 OTS: Kalyon Immobilien GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kalyon Immobilien GmbH
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