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Mainz (ots) - Für die Energiewende, den Ausbau von Stromnetzen und den
weltweiten Boom von KI-Rechenzentren werden enorme Mengen an Kupfer, Nickel und
Aluminium benötigt. Eine Analyse des Kreditversicherers Coface zeigt, dass die
Nachfrage nach diesen Industriemetallen bis 2035 deutlich stärker steigen dürfte
als das Angebot. Die Folge wären strukturelle Engpässe. Gleichzeitig könnten
sich die Preise für Kupfer und Nickel nahezu verdoppeln.
"Die Nachfrage nach Industriemetallen wird seit Jahren von Megatrends wie
Urbanisierung, Infrastrukturinvestitionen und dem Wachstum der Schwellenländer
getragen. Mit der Energiewende und der fortschreitenden Digitalisierung sind
zusätzliche Nachfragetreiber hinzugekommen", sagt Simon Lacoume, Branchenanalyst
beim internationalen Kreditversicherer Coface. Nach Schätzungen der
Internationalen Energieagentur könnten saubere Technologien bis 2035 bereits
rund 35 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Kupfer und Nickel ausmachen.
Neue Kapazitäten entstehen nur langsam
Der steigenden Nachfrage steht ein Angebot gegenüber, das sich nur begrenzt
ausweiten lässt. Neue Minen entstehen nur langsam: Weniger als ein Prozent aller
Explorationsprojekte erreicht die Produktionsphase, und bis zur Förderung
vergehen im Durchschnitt fast 20 Jahre. Gleichzeitig belasten sinkende
Erzgehalte, steigende Kosten und geringe Renditen den Kapazitätsausbau. Zudem
konzentrieren sich Förderung und Weiterverarbeitung zunehmend auf wenige Länder.
So steht Indonesien für 67 Prozent der weltweiten Nickelerzproduktion, während
China bei mehreren Metallen mehr als die Hälfte der globalen
Raffineriekapazitäten kontrolliert. Damit nimmt China eine Schlüsselrolle in den
Lieferketten vieler strategisch wichtiger Metalle ein. Hinzu kommt ein
deutlicher Anstieg von Handelsbeschränkungen für kritische Mineralien. Weltweit
waren Ende 2025 bereits 1.138 entsprechende Maßnahmen in Kraft. Zehn Jahre zuvor
lag ihre Zahl noch bei 357.
Nickelmarkt droht Versorgungslücke von 35 Prozent
Besonders groß könnten die Angebotslücken bei Nickel werden. Getrieben durch die
Nachfrage aus der Batterieproduktion und Elektromobilität könnte dem Markt bis
2035 ein Defizit von rund 6,5 Millionen Tonnen drohen. Das entspräche etwa 35
Prozent der prognostizierten Nachfrage. Auch bei Kupfer zeichnet sich eine
deutliche Verknappung ab. Der Schlüsselrohstoff für die Elektrifizierung von
Wirtschaft und Infrastruktur könnte bis 2035 je nach Entwicklung der Nachfrage
ein Angebotsdefizit von 1,5 bis 6,5 Millionen Tonnen verzeichnen. "In einem
Szenario mit besonders hoher Nachfrage könnte die Angebotslücke bis zu 17
Prozent der weltweiten Nachfrage erreichen. Zusätzlichen Druck erzeugt der
rasante Ausbau von Rechenzentren", sagt Simon Lacoume. Auch bei Aluminium
rechnen die Coface-Analysten mit einer zunehmenden Verknappung. Bis 2035 könnte
die Angebotslücke auf fünf bis 15 Millionen Tonnen anwachsen. Anders als bei
Kupfer und Nickel sind bei Aluminium weniger die Rohstoffe selbst der Engpass.
Entscheidend sind vor allem Investitionen in neue Produktionskapazitäten und der
Zugang zu wettbewerbsfähiger Energie.
Kupfer- und Nickelpreise könnten sich bis 2035 verdoppeln
Die wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage dürfte die Preise dauerhaft
steigen lassen. Nach Einschätzung von Coface könnten sich die Preise für Kupfer
und Nickel bis 2035 nahezu verdoppeln. "Auch bei Aluminium rechnen wir mit
deutlichen Preissteigerungen", sagt Simon Lacoume. "Für Unternehmen wird der
Zugang zu kritischen Metallen damit zunehmend zu einem strategischen
Wettbewerbsfaktor."
Über Coface
Coface zählt seit mehr als 100 Jahren zu den weltweit führenden Unternehmen im
Kredit- und Risikomanagement und unterstützt Firmen dabei, in einem unsicheren
und dynamischen Umfeld erfolgreich zu sein und zu wachsen. Unabhängig von Größe,
Standort oder Branche bietet Coface ihren 100.000 Kunden in rund 200 Märkten
umfassende Lösungen an: Warenkreditversicherung, Wirtschaftsauskünfte, Inkasso,
Absicherung von Einzelrisiken, Bürgschaften, Factoring.
Mehr Informationen und die vollständige Analyse: http://www.coface.de
Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Sebastian Knierim - Pressesprecher -
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OTS: Coface Deutschland
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