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Hamburg (ots) - Andreas Schramm, Geschäftsführer der Sparda Immobilien GmbH:
"Das Tal der Tränen ist durchschritten" / Energieeffizienz, Sanierungsbedarf und
Finanzierung beeinflussen Kaufentscheidungen zunehmend
Nach den deutlichen Marktkorrekturen der Jahre 2022 bis 2024 stabilisiert sich
der Immobilienmarkt in Deutschland. Auch in Hamburg und Norddeutschland zeigt
sich eine robuste Entwicklung. Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch,
während sich die Preise auf einem realistischeren Niveau bewegen. Das bestätigt
Andreas Schramm, Geschäftsführer der Sparda Immobilien GmbH: "Das Tal der Tränen
ist aus meiner Sicht durchschritten."
Wohnungsmarkt Hamburg: Hohe Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot
Insbesondere in der Metropolregion Hamburg trifft eine weiterhin hohe Nachfrage
auf ein begrenztes Angebot. Die Sparda Wohnstudie 2026 (https://www.sparda-wohne
n2026.de/?indicator=relation_stadt_umland_konkurrenzbereinigt&kreis=2000) weist
für Hamburg einen besonders ausgeprägten Nachfrageüberhang aus: Das potenzielle
Wohnraumangebot liegt rund 68 Prozent unter der potenziellen Nachfrage. Damit
bestehen gute Voraussetzungen für eine stabile bis steigende Preisentwicklung.
Gleichzeitig hat sich das Verhalten der Kaufinteressenten verändert. Der
schnelle Immobilienkauf ohne eingehende Prüfung gehört zunehmend der
Vergangenheit an. Energieausweis, energetischer Zustand, Sanierungsbedarf und
langfristige Finanzierbarkeit spielen heute eine deutlich größere Rolle. Nicht
sanierte Bestandsimmobilien müssen deshalb teilweise mit erheblichen
Preisabschlägen rechnen. Auch die Lage bleibt ein entscheidender Faktor für die
Werthaltigkeit einer Immobilie.
Berechnen und beraten lassen statt hoffen
Bei der Finanzierung sieht Schramm eine Normalisierung des Marktes. Nach der
Phase historisch niedriger Zinsen und teilweise sehr hoher Kaufpreise hätten
sich sowohl die Zinsen als auch die Immobilienwerte wieder auf ein
realistischeres Niveau eingependelt. Entscheidend sei heute vor allem, den Wert
einer Immobilie fundiert zu ermitteln und mit einer tragfähigen Finanzierung zu
verbinden. Damit steigt auch der Bedarf an einer umfassenden Beratung, die
Immobilienbewertung, Finanzierung und mögliche Fördermittel berücksichtigt.
Auch für den Wohnungsneubau bleibt der Handlungsdruck in Hamburg hoch. Die
Sparda Wohnstudie 2026 weist rechnerisch eine Unterdeckung von mehr als 100.000
Haushalten aus - selbst unter Einbeziehung des Umlands reicht das demografische
Wohnraumpotenzial nicht aus. Lange Genehmigungsprozesse, hohe Baukosten und
umfangreiche Auflagen erschweren jedoch die Entwicklung neuer Projekte. Nach
Einschätzung von Schramm vergehen von der ersten Planung bis zur Realisierung
eines Neubauprojekts durchschnittlich zweieinhalb bis drei Jahre.
Für Kaufinteressenten sieht Schramm dennoch gute Perspektiven. Die Nachfrage
werde hoch bleiben, Immobilien seien weiterhin ein stabiler Baustein für den
langfristigen Vermögensaufbau. Wer eine passende Immobilie finde und die
Finanzierung solide aufstelle, sollte deshalb den Schritt ins Eigentum prüfen.
Verkäuferinnen und Verkäufern empfiehlt er vor allem eine realistische
Wertermittlung. Zu hoch angesetzte Angebotspreise könnten den Verkaufsprozess
erschweren und spätere Preisreduzierungen notwendig machen.
Das vollständige Interview mit Andreas Schramm über die Entwicklung des
Immobilienmarktes, Kauf- und Verkaufschancen, die Herausforderungen im
Wohnungsneubau sowie die Perspektiven für Hamburg und Norddeutschland lesen Sie
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