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Wiesbaden (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Fulda und
des Hessisches Landeskriminalamts (HLKA)
Im Rahmen eines komplexen Ermittlungsverfahrens, unter der Leitung der Zentralen
Staatsanwaltschaft für Medizinwirtschaftsstrafsachen (ZSMS) bei der
Staatsanwaltschaft Fulda, durchsuchten am Donnerstagmorgen, 23.04.2026, Beamte
der Zentralstelle Medizinwirtschaftskriminalität (ZMWK) des Hessischen
Landeskriminalamts mehrere Privatwohnungen, Apotheken sowie ein
Großhandelsunternehmen für medizinische Bedarfsprodukte im Landkreis Hersfeld-
Rotenburg sowie Landkreis Fulda wegen des Verdachtes des Betruges im Bereich der
Medizinwirtschaftskriminalität. Unterstützt wurden die Spezialermittler mit
Dienstsitz in Fulda durch Kriminalbeamte des Polizeipräsidiums Osthessen sowie
des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz aus Lich.
Dem 44-jährigen Apothekenbetreiber sowie der 42-jährigen Kauffrau wird
vorgeworfen, über mehrere Jahre hinweg gemeinschaftlich, unterschiedliche
gesetzliche Krankenkassen im erheblichen Umfang betrogen zu haben. Dazu wurden
unzählige Medizinprodukte über unlautere Rechnungswege zu unrechtmäßig höheren
als den vertragsgemäßen Preisen mit den betroffenen Krankenversicherungen
abgerechnet. Es wird von einem hohen einstelligen Millionenschaden ausgegangen.
Bei der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume konnten zahlreiche
schriftliche- sowie digitale Unterlagen sichergestellt werden, die den
Tatverdacht erhärten. Die Ermittlungen und Auswertungen dauern weiterhin an. Die
Pressehoheit obliegt der Staatsanwaltschaft Fulda.
Zur Zentralstelle Medizinwirtschaftskriminalität (ZMWK) Die ZMWK übernimmt neben
der hessenweiten deliktspezifischen Koordinierung auch die eigenständigen
Ermittlungen in komplexen und herausragenden Verfahren im Abrechnungsbetrug
sowie in der Korruptionsbekämpfung im Gesundheitswesen. Dabei findet eine enge
Abstimmung und Zusammenarbeit mit der ZSMS statt. In den Ermittlungsfokus der
ZMWK geraten niedergelassene Ärzte oder Kliniken sowie kriminelle Handlungen von
sogenannten Hilfs- und Heilmittelerbringern, wie Apotheken, therapeutischen
Einrichtungen, Sanitätshäusern, Hörakustikern, Augenoptikern.
Rückfragen bitte an:
Hessisches Landeskriminalamt
Alina Weimer
Telefon: 0611/83-8310
E-Mail: kommunikation.hlka@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6261345
OTS: Hessisches Landeskriminalamt
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