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München (ots) - Am Wochenende (24.-26. April) war die Bundespolizei bei mehreren
Einsätzen gefordert. Zu Körperverletzungen kam es u.a. am Hauptbahnhof München
und am S-Bahnhalt Hirschgarten. Mehrere Tatverdächtige wurden dem Haftrichter
vorgeführt.
* Widerstand gegen Bundespolizisten am Hauptbahnhof Am Freitagmorgen (24. April)
hat ein Reisender am Hauptbahnhof München gegen 4:45 Uhr eine Streife der
Bundespolizei über eine auffällige Person informiert. Der Mann soll bereits
mehrere Frauen verbal belästigt haben. Die Bundespolizisten haben den
39-Jährigen kontrolliert und ihm anschließend einen Platzverweis erteilt. Wenig
später näherte sich der polnische Staatsangehörige wieder dem Hauptbahnhof -
offenbar mit der Absicht diesen wieder zu betreten. Dies unterbanden die
Beamten, woraufhin der Pole begann, stark zu gestikulieren. Dabei soll er einem
der Bundespolizisten ins Gesicht geschlagen haben; der Beamte blieb unverletzt.
Die Streife nahm den Mann daraufhin fest und mit zur Wache in der Denisstraße.
Dabei widersetzte er sich den Maßnahmen der Beamten. Ein freiwillig
durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,20 Promille. Nach
Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde der 39-jährige Pole am
Samstag (25. April) dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Mann wieder
auf freien Fuß. Der bereits polizeibekannte 39-Jährige muss sich wegen des
Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamten
verantworten.
** Körperverletzung im Zwischengeschoss
In einem Schnellrestaurant im Hauptbahnhof München ist es am Samstag (25. April)
gegen 5 Uhr - aus bislang unbekannten Gründen - zu einer verbalen
Auseinandersetzung zwischen einem 31-jährigen Iraker, seinem 39-jährigen
deutsch-jordanischen Begleiter und einem 29-Jährigen aus Malaysia gekommen.
Während der Streitigkeit soll der Iraker dem 29-Jährigen sein Getränk über den
Kopf gegossen und ihm ins Gesicht geschlagen haben. Der Iraker soll zudem
versuchten haben, den malawischen Staatsbürger zu treten. Danach versuchten die
Männer unerkannt zu fliehen, der 29-Jährige folgte den beiden Angreifern. Dabei
wurde er von dem 39-Jährigen erneut angegriffen, wodurch der 29-Jährige zu Boden
fiel. Der Angegriffene erlitt leichte Verletzungen im Gesicht, lehnte eine
ärztliche Versorgung jedoch ab. Alarmierte Bundespolizisten stellten die drei
Beteiligten sowie einen weiteren Zeugen vor Ort fest und nahmen sie mit zur
Dienststelle. Bei den Tatverdächtigen durchgeführte Drogentests schlugen positiv
an. Freiwillige Atemalkoholtest lieferten bei dem 31-Jährigen einen Wert von 1,8
Promille und bei seinem Begleiter 1,08 Promille. Beim Geschädigten stellten die
Beamten einen Atemalkoholwert von 1,59 Promille fest. Nach den von der
Staatsanwaltschaft München I angeordneten Blutentnahmen und Abschluss der
polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Angreifer wieder auf freien Fuß
gesetzt. Sowohl der 31-Jährige als auch der 39-Jährige müssen mit Strafanzeigen
wegen des Verdachts der Körperverletzung rechnen.
*** Angriff im Regionalzug
Am Sonntag (26. April) informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit
gegen 9:30 Uhr die Bundespolizei über einen körperlichen Angriff in einem am
Hauptbahnhof stehenden Regionalzug. Um einen Mülleimer leeren zu können, bat
eine 39-jährige rumänische Reinigungskraft eine 60-jährige Reisende etwas Platz
zu machen. Die Deutsche reagierte aggressiv und weigerte sich, der Bitte
nachzukommen. Zudem soll sie die 39-Jährige mehrmals getreten haben, wodurch die
Rumänin gegen die Toilettentür prallte. Anschließend schloss sich die 60-jährige
Wohnsitzlose bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten in der
Zugtoilette ein. Erst nach mehrmaliger Aufforderung öffnete sie freiwillig die
Tür und konnte dann von den Beamten aus dem Zug begleitet werden. Gegen die
weiteren polizeilichen Maßnahmen leistete die gebürtige Münchnerin wiederholt
Widerstand. Gefesselt nahmen die Beamten sie mit zur Dienststelle. Die
39-jährige Reinigungskraft klagte im Anschluss über Schmerzen im Oberkörper und
in den Beinen, lehnte eine ärztliche Behandlung allerdings ab. Die
Staatsanwaltschaft München I ordnete für den heutigen Tag die Vorführung der
Angreiferin beim Haftrichter an. Gegen sie ermittelt die Bundespolizei wegen des
Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
**** Körperverletzung am S-Bahnhalt Hirschgarten Am Sonntagabend (26. April) ist
es am S-Bahnhalt Hirschgarten zu einem Angriff eines 25-jährigen Rumänen
gekommen. Der in Deutschland Wohnsitzlose betrat gegen 22:30 Uhr den Bahnsteig
und ging auf einen 43-jährigen Ukrainer zu. Diesem schlug er unvermittelt ins
Gesicht, woraufhin der 43-Jährige zu Boden fiel und liegen blieb. Umstehende
Zeugen leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Bevor er sich vom
Tatort entfernte, filmte der Rumäne den Ukrainer mit seinem Telefon. Im Rahmen
einer eingeleiteten Fahndung konnten Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums München
den flüchtigen Mann in der näheren Umgebung festnehmen und im Anschluss der
Bundespolizei übergeben. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab
beim Rumänen einen Wert von 1,33 Promille. Der Ukrainer wurde mit leichten
Verletzungen und wegen des Verdachts eines Kieferbruchs ins Krankenhaus
eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete sowohl eine Blutentnahme
und für den heutigen Tag die Vorführung beim Haftrichter an. Die Bundespolizei
ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Verletzung des
höchstpersönlichen Lebensbereichs.
Rückfragen bitte an:
Tim Oberfrank
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Pressestelle
Telefon: 089 515 550 - 1105
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die
nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße
1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet
sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in
Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben
genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter
www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6263115
OTS: Bundespolizeidirektion München
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