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Rottweil (ots) - Am Freitagmittag ist es an der Belchenstraße in Folge eines
Schockanrufs zu einer Geldübergabe gekommen. Ein unbekannter Täter schwindelte
einer Seniorin ein angebliches Unfallgeschehen mit einer Angehörigen vor,
weswegen eine Kaution fällig wäre. Einen hohen vierstelligen Betrag übergab sie
im Anschluss an das Telefonat einem Abholer, der sich mit dem Geld aus dem Staub
machte. Nach ihm sucht die Kriminalpolizei in Rottweil und beschreibt ihn wie
folgt: Männlich, 170 Zentimeter groß, etwa 20 Jahre alt und hell gekleidet. Wer
Hinweise zu dieser Person im Bereich der Belchenstraße hat, kann diese, unter
der Telefonnummer 0741 / 4770, melden.
Präventionshinweise der Polizei:
Bei den sogenannten "Schockanrufen" rät die Polizei erneut dringend, unbedingt
aufzulegen und über die bekannte Nummer mit Sohn, Tochter, Enkel oder Nichte
direkt Kontakt aufzunehmen. Sollten diese nicht sofort erreicht werden, sollte
man sich nicht unter Druck setzen lassen und sich gegebenenfalls zunächst bei
Bekannten oder bei der Polizei Rat holen. Legen Sie bewusst auf und rufen
zunächst unter dem Notruf 110 die Polizei an.
Sollten Sie die Betrüger zur Abholung von Bargeld und Wertgegenständen bei einer
Bank überzeugt haben, so nehmen Sie die Hinweise der Bankmitarbeiter, dass es
sich um einen Betrug handeln könnte, ernst und hinterfragen die Situation - auch
wenn Sie in Sorge um ihre Liebsten sind!
Am ehesten vermeiden lässt sich der Anruf eines Telefonbetrügers aber durch das
Löschen des Telefonbucheintrags, da die Betrüger dort in der Regel "Ausschau"
nach Vornamen halten, die vermeintlich lebensälteren Menschen zugeordnet werden.
Wer das nicht gänzlich möchte, kann es den ungebetenen Anrufern zumindest
schwerer machen ihre vermeintlichen Opfer auszuwählen in dem man den
Telefonbucheintrag ändert: Wenn Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen
lassen (statt Elfriede Müller nur E. Müller) oder ihn ganz weglassen, fällt es
den Betrügern schwer, Sie ausfindig zu machen. Unter folgendem Link können Sie
das dazu benötigte Formular herunterladen:
https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Dokumente/Telefonbucheintrag-aendern-l
oeschen.pdf
Ein Info-Blatt zu Umgang und Verhalten bei Anrufen von "falschen Polizeibeamten"
und Schockanrufen finden Sie im Internet unter:
https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/285-IB-Vorsicht-Falscher-Polizi
st-am-Telefon.pdf
Sollten Sie selbst nicht die Möglichkeit haben die Unterlagen herunterzuladen
oder auszudrucken, so bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn um
Hilfe - oder wenden sich an Ihr örtliches Polizeirevier.
Sensibilisieren Sie insbesondere lebensältere Menschen in Ihrem Umfeld bezüglich
dieser Betrugsmasche!
Rückfragen bitte an:
Daniel Brill
Polizeipräsidium Konstanz
Pressestelle
Telefon: 07531 995-3355
Durchwahl: 07531 995-1019
E-Mail: konstanz.pressestelle@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/110973/6273167
OTS: Polizeipräsidium Konstanz
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