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Oldenburg (ots) - +++ Mutmaßliche Darknet-Drogenhändler festgenommen +++
Zahlreiche Durchsuchungsmaßnahmen in zwei Bundesländern und drei Haftbefehle
vollstreckt +++
Unter der Sachleitung der neu gegründeten Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen
(ZCN) der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg führt die Zentrale
Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen des
Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit
Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a. im Darknet bzw. Beihilfe.
Die Ermittlungen richten sich gegen vier männliche Beschuldigte im Alter
zwischen 31 und 37 Jahren. Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen sollen
die drei Hauptbeschuldigten aus Oldenburg, Bad Zwischenahn und dem Bereich
Hamburg zwischen Februar 2019 und April 2026 in über 1000 Fällen
Betäubungsmittel, wie Cannabis, Amphetamin, Kokain und Ecstasy, über das Darknet
und über Messenger-Dienste veräußert und anschließend über
Postversanddienstleister an die internationalen Käufer versandt haben. Die drei
Beschuldigten sollen dabei arbeitsteilig vorgegangen sein. Die Ermittlungen
begründen den Verdacht, dass die Betäubungsmittel zunächst durch einen der
Beschuldigten, bei dem es sich um einen Zollbeamten handelt, beschafft und
anschließend zentral im Bereich Bad Zwischenahn gebunkert wurden. Der Verkauf
der Drogen soll u.a. auf diversen Darknet-Marktplätzen sowie über
Messenger-Dienste überwiegend gegen Kryptowährung erfolgt sein. Der zweite
Beschuldigte soll die Drogen anschließend verpackt und versandt haben, während
dem dritten Beschuldigten die Aufgabe der Zahlungsabwicklungen zugefallen sein
soll. Die umfangreichen Ermittlungen der ZKI Oldenburg begründen den Verdacht,
dass die Beschuldigten durch den Verkauf der Betäubungsmittel einen Umsatz von
mindestens 500.000 Euro erzielt haben. Gegen einen weiteren Beschuldigten, einen
Polizeibeamten der Polizeidirektion Oldenburg, wird wegen des Verdachts der
Beihilfe ermittelt. Er soll Lagerräumlichkeiten betrieben haben, die für die
Abwicklung der Drogengeschäfte genutzt worden sein sollen.
Gestern, am 03.06.2026, wurden unter Leitung der ZCN durch Einsatzkräfte der ZKI
Oldenburg zehn Wohn- und Bürogebäude in Oldenburg, Bad Zwischenahn,
Wilhelmshaven und Hamburg durchsucht und dabei mehrere Vermögensarreste und
Untersuchungshaftbefehle gegen die drei Hauptbeschuldigten vollstreckt, die das
Amtsgericht Osnabrück zuvor erlassen hatte. Bei den Durchsuchungen konnten
diverse Beweismittel (schriftliche Unterlagen, diverse Datenträger und
Speichermedien, Kommunikationsmittel sowie mehrere Kilogramm Cannabis- und
Amphetaminprodukte, mehrere tausend XTC-Tabletten sowie Geräte zu Herstellung
und Verpackung von Betäubungsmitteln) und Vermögenswerte (u.a. Bargeld im hohen
5-stelligen Bereich und hochwertige Uhren) sichergestellt werden. Der Zugriff
erfolgte zum Teil mithilfe von Spezialeinheiten. Unterstützt wurde die ZKI
Oldenburg zudem durch weitere Kräfte der Bereitschaftspolizei, des
Landeskriminalamtes Hamburg und zweier Diensthundestaffeln aus Hamburg und
Niedersachsen. Die drei festgenommenen Beschuldigten wurden am 04.06.2026 dem
zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht in Osnabrück vorgeführt, welcher für
alle die Vollziehung der Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen der ZCN
und der ZKI Oldenburg dauern weiterhin an.
Rückfragen bitte an:
Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg
Zweigstelle Osnabrück
Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen (ZCN)
Pressesprecher: Herr OStA Bagung
0441/220-4901
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OTS: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg
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