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Nürnberg (ots) -
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und
des Zollfahndungsamtes München.
Gegen etliche, teils untereinander vernetzte Gruppierungen sowohl syrischer als
auch irakischer Staatsangehöriger mit Wohn- bzw. Geschäftsadressen in Nürnberg
vollstreckten am 03.06.2026 unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft
Nürnberg-Fürth Kräfte des Zollfahndungsamtes München gemeinsam mit Unterstützung
des Hauptzollamtes Nürnberg sowie der Nürnberger Polizei 19
Durchsuchungsbeschlüsse. Davon wurden zwei adhoc am Durchsuchungstag durch das
Amtsgericht Nürnberg erlassen. Bei den Durchsuchungsobjekten handelte es sich
neben 13 Privatwohnungen um vier Kioske und zwei weitere sonstige Betriebe.
Beim Vollzug der Maßnahmen kam es sowohl in Kiosken als auch bei den abseits
davon aufgespürten Lagerstätten, wie z.B. einer Garage, zur Sicherstellung von
über 8.000 Stück unversteuerten E-Zigaretten (sog. Vapes), mehr als 300
Kilogramm unversteuerten, mutmaßlich aus eigener Produktion stammenden
Wasserpfeifentabaks sowie 8.000 Stück unversteuerter Zigaretten und knapp 4.000
Stück Nikotinbeutel. Ein illegaler Betrieb zur Herstellung von
Wasserpfeifentabak wurde in einer Privatwohnung entdeckt. Die Gerätschaften zur
Produktion sowie diverse Grundstoffe wie 80 Liter Glycerin und 6,5 Liter Aromen
stellten die vor Ort tätigen Kräfte sicher. In den Kiosken und Privatwohnungen
aufgefundenes Bargeld in Höhe von insgesamt 70.000 Euro wurde beschlagnahmt.
Auch wurden einige Mobiltelefone und umfangreiche schriftliche Aufzeichnungen
sichergestellt.
Den anhand der sichergestellten, verbrauchsteuerpflichtigen Waren vorläufig
berechneten Steuerschaden schätzt die Zollfahndung auf knapp 72.000 Euro.
Die unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beim
Zollfahndungsamt München und der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte seit Anfang
2026 geführten Ermittlungsverfahren richten sich gegen insgesamt 12 teilweise
mehrfach einschlägig in Erscheinung getretene Beschuldigte im Alter von 24 bis
47 Jahren. Ihnen werfen Staatsanwaltschaft, Zollfahndung und Polizei vor,
eingeschmuggelte und nicht verkehrsfähige* E-Zigaretten sowie mutmaßlich selbst
illegal hergestellten Wasserpfeifentabak zum größten Teil über von ihnen
geführte Kioske im Stadtgebiet von Nürnberg vorwiegend an Kinder und Jugendliche
verkauft zu haben.
Die Ermittlungen wegen Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Steuerhehlerei,
der Steuerhinterziehung sowie von Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz
dauern an.
* Elektronische Einwegzigaretten (E-Zigaretten, Vapes), deren Füllmenge pro
Einheit 2 ml übersteigen, sind nach dem Tabakerzeugnisgesetz nicht verkehrsfähig
und dürfen nicht gehandelt werden.
Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
Frau Oberstaatsanwältin Heike Klotzbücher
Pressesprecherin
Telefon: 0911-321-2780
Mail: PRESSESTELLE@sta-nfue.bayern.de
Fürther Str. 112
90429 Nürnberg
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/116259/6295117
OTS: Zollfahndungsamt München
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