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Wiesbaden (ots) - Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat in einer koordinierten
Aktion mit dem Bundeskriminalamt und mit Unterstützung der Bundespolizei, der
Polizei Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und dem Zoll sowie in enger
Kooperation mit den schweizerischen Strafverfolgungsbehörden insgesamt 16 Wohn-
und Geschäftsgebäude durchsucht. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurden
Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe eingezogen und umfangreiches
Beweismaterial, darunter Mobiltelefone, Computer und Frachtunterlagen,
sichergestellt.
Im Zuge der Maßnahmen wurden drei der insgesamt zehn Beschuldigten in Hamburg,
Niedersachsen sowie in Schleswig-Holstein auf Grundlage von Haftbefehlen des
Amtsgerichts Hamburg festgenommen. Gegen die Festgenommenen besteht der
dringende Tatverdacht des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in
nicht geringer Menge in mehreren Fällen. Die Festgenommenen werden zeitnah dem
zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, ein Netzwerk aus Importfirmen aufgebaut zu
haben, um Kokain im Tonnenbereich mittels Frachtcontainern aus Südamerika über
europäische Nordseehäfen einzuführen. Die überwiegend in Norddeutschland, aber
auch der Schweiz ansässigen Beschuldigten nutzten hierbei ihre berufliche
Stellung im internationalen Fruchthandel aus, um die Rauschgifteinfuhren zu
ermöglichen. Neben legalen Firmenstrukturen setzten die Beschuldigten dabei auch
Scheinfirmen ein, um Kokaintransporte durchzuführen und so den Anschein legaler
Handelsabsichten zu erwecken.
Nach Einschätzung des BKA zeigt das Vorgehen der Gruppierung einmal mehr, dass
im internationalen Rauschgifthandel insbesondere auch legale Strukturen genutzt
werden, um Transport und Einfuhrwege zu verschleiern und sich dem Zugriff
nationaler Behörden zu entziehen. Ein hoher Organisationsgrad und der Missbrauch
legaler Wirtschaftsstrukturen gehören inzwischen zur standardisierten
Vorgehensweise der internationalen Rauschgiftkriminalität.
Rückfragen bitte an:
Für Fragen zu dem Ermittlungsverfahren und den erfolgten Maßnahmen
wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft
Hamburg unter 040/42843-2588 oder
pressestelle-staatsanwaltschaft@sta.justiz.hamburg.de.
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/7/6296320
OTS: Bundeskriminalamt
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