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Mittelhessen: STADT+KREIS GIEßEN: Widerstand geleistet und Beamte angespuckt + Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld + Zeugen gesucht

19.06.2026 15:25 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Gießen: Widerstand geleistet und Beamte angespuckt

Mehrere Anrufer informierten die Polizei gestern Abend (18.6.) über laute Streitigkeiten im Bereich des Alten Friedhofs. Eine Streife der Polizeistation Gießen Süd traf vor Ort gegen 18.20 Uhr drei Personen, zwei Männer und eine Frau, an. Die drei stritten sich und waren offenbar stark alkoholisiert. Bei der anschließenden Kontrolle zeigte sich die Frau zunächst aggressiv und ignorierte die Anweisungen der Streife. Letztlich brachten die Einsatzkräfte die Frau zu Boden und fesselten sie. Die die 37-Jährige begann nun nicht nur nach den Beamten zu treten, sie spuckte auch nach den Ordnungshütern. Sie spuckte auf die Bekleidung eines Polizisten und traf dessen Kollegin ins Gesicht. Die Einsatzkräfte blieben körperlich unverletzt. Mit einer zwischenzeitlich aufgesetzten Spuckschutzhaube musste die Frau mit zur Dienststelle.

Letztlich musste sie in einer Gewahrsamszelle der Polizei übernachten und ihren Rausch ausschlafen. Zudem kommt nun ein Strafverfahren auf die 37-Jährige zu.

Langgöns: Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld

Eine Angehörige verständigte die Polizei über einen erfolgreichen Trickbetrug in Langgöns. Demnach rief ein Unbekannter bei einer Seniorin an und schockierte sein Opfer mit dem angeblichen Verursachen eines tödlichen Unfalls durch eine Verwandte. Nur eine Kaution helfe noch, eine unmittelbar drohende Gefängnisstrafe abzuwenden. Der Kriminelle übte solange Druck aus, bis die Seniorin schließlich 47.000 Euro Bargeld an einen unbekannten Abholer übergab. Die Ermittlungen in dem Fall laufen.

Um es den dreisten Kriminellen möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können.

Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig.

Die Ermittler raten: Echte Polizisten, Staatsanwälte oder Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank oder bei der echten Polizei. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Echte Polizeibeamte werden Sie zudem niemals auffordern, Ihre Wertgegenstände herauszugeben, um diese zu verwahren.

Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!

Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpo lizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

Gießen: Zeugen gesucht

Zeugen zu einem Vorfall in der Goethestraße suchen Gießener Ermittler nach einer Körperverletzung. Den bisherigen Ermittlungen zufolge lief eine 26-Jährige gegen 18.30 Uhr am Mittwochabend (17.6.) die Goethestraße in Richtung des Selterswegs entlang. Etwa in Höhe der Hausnummer 5 kamen ihr zwei weibliche Jugendliche auf einem E-Rollern entgegen. Dies nahm die Frau nur peripher wahr. Sodann verspürte die Fußgängerin einen Schlag am Kopf. Die Jugendlichen fuhren auf dem Roller in Richtung des Anlagenrings davon. Die 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Gegen 18.40 Uhr traf sie zufällig erneut im Seltersweg auf die beiden. Das jüngere der beiden Mädchen beleidigte die Frau daraufhin. Die 26-Jährige erstattete im Nachgang eine Anzeige. Während des Schlagens in der Goethestraße sei ihr ein älteres Paar zur Hilfe gekommen. Dieses habe das Schlagen beobachtet und sich unmittelbar danach mit der Frau über den Vorfall ausgetauscht. Die Personalien des Paares sind bislang unbekannt.

Die Flüchtigen hatten beide blonde Haare. Die Fahrerin des E-Rollers wurde älter als ihre Begleiterin geschätzt. Sie habe sehr hellblonde Haare gehabt. Auffällig waren die locker getragenen, rosafarbenen T-Shirts der beiden.

Die Ermittler suchen weitere Zeugen, die Angaben zum Vorfall oder der Identität der Jugendlichen machen können. Sie bitten insbesondere das beschriebene Paar, sich bei der Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 zu melden.

Pierre Gath, Pressesprecher

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ferniestraße 8 35394 Gießen

Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon) E-Mail: mailto:pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit

Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 641/7006-3381 E-Mail: mailto:ful.ppmh@polizei.hessen.de


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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