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Giessen (ots) - Bad Nauheim: "Cops im Dialog" an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad
Nauheim - Offener Austausch fördert Respekt, Verständnis und gesellschaftlichen
Zusammenhalt
Respektlosigkeit, Anfeindungen und sogar tätliche Angriffe gegenüber Polizei,
Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Einsatzkräften haben in den vergangenen
Jahren spürbar zugenommen. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass jene
Menschen, die anderen helfen, Leben retten und sich für das Gemeinwohl
einsetzen, zunehmend Ziel von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen werden.
Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu den Grundwerten eines respektvollen
und demokratischen Miteinanders. Genau an diesem Punkt setzt die hessenweite
Respektkampagne "Cops im Dialog" an. Ziel der Initiative ist es, frühzeitig mit
jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, Verständnis für die Arbeit der
Einsatzkräfte zu schaffen, Vorurteile abzubauen und die Bedeutung von Respekt,
Wertschätzung und gesellschaftlicher Verantwortung zu vermitteln.
Im Rahmen dieser Kampagne fand am 16. Juni 2026 an der Ernst-Ludwig-Schule in
Bad Nauheim eine Dialogveranstaltung mit Schülerinnen und Schülern der
Jahrgangsstufe 10 statt. Von der dritten bis zur sechsten Unterrichtsstunde
nutzten die etwa 130 Jugendlichen die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und
Vertretern der Polizei in den direkten Austausch zu treten.
Stellvertretend für den Leiter der Polizeidirektion Wetterau, Thorsten
Fleischer, nahm Philipp Nowotny als Mitglied der Führungsgruppe der Wetterauer
Polizeidirektion an der Veranstaltung teil. Organisiert wurde die Veranstaltung
von Opferschutzkoordinatorin Judith Pollesch und Jugendkoordinator Wolfgang
Schulz. Besonders bereichert wurde der Dialog durch den Schutzmann vor Ort für
Bad Nauheim, Bernd Büthe, sowie eine junge Streifenbeamtin der Polizeistation
Friedberg, Katrin Ockenfels. Beide konnten den Schülerinnen und Schülern
anschaulich aus dem Einsatzgeschehen und ihrem Berufsalltag berichten. Alle
zuvor benannten Polizeibeamtinnen und -beamte standen den Jugendlichen Rede und
Antwort und gewährten authentische Einblicke in ihre tägliche Arbeit.
Die Veranstaltung war geprägt von einer ausgesprochen offenen, vertrauensvollen
und wertschätzenden Atmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich
mit großem Interesse, bemerkenswerter Offenheit und hoher Reflexionsfähigkeit an
den Gesprächen. Sie brachten eigene Erfahrungen ein, stellten kritische Fragen
und nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Auch
hier wurde deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen und offene Gespräche
für den Abbau von Vorurteilen und die Förderung gegenseitigen Verständnisses
sind.
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