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Viersen-Süchteln (ots) - Am späten Montagnachmittag ist ein Mann mit seinem
Pedelec auf der Hindenburgstraße zwischen Süchteln und Dülken, auf Höhe der
Mülldeponie, gestürzt und hat sich eine schwere Verletzung zugezogen.
Der 27-jährige Viersener war gegen 18 Uhr mit seinem Pedelec auffällig schnell
von Süchteln in Richtung Dülken unterwegs. Dazu benutzte er nicht den Radweg,
sondern die Straße. Auf Höhe der Mülldeponie wollte er von der Straße auf den
Radweg wechseln, blieb dabei am Bordstein hängen und stürzte. Er räumte
gegenüber dem Streifenteam ein, dass er mit etwa 40 bis 50 Stundenkilometern
gefahren sei. Er habe das Pedelec, das ursprünglich bis zu 20 km/h schnell
gewesen sei, "schneller gemacht".
Dazu, wie man das macht, habe er künstliche Intelligenz zu Rate gezogen. Was die
KI ihm wahrscheinlich mangels gezielter Nachfrage vorenthalten hat, ist, welchen
Ärger das nach sich ziehen kann. Es gibt Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell
sind. Ganz legal. Man nennt sie S-Pedelecs. Und der entscheidende Unterschied zu
den anderen Pedelecs ist, dass man dafür eine Versicherung, ein Kennzeichen und
einen Führerschein braucht.
All das hatte der junge Mann nach ersten Erkenntnissen nicht. Das Fahrzeug ist
nun erstmal sichergestellt. Und außer den Schmerzen muss der Viersener nun auch
die Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des
Fahrens ohne Versicherungsschutz ertragen. Das zeigt: Man sollte sich nie
alleine auf künstliche Intelligenz verlassen. /hei (480)
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