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Berlin (ots) - Bundesländer stellen strategische Bedeutung der
Arzneimittelversorgung heraus und formulieren Erwartungen an die Pharmastrategie
Pharma Deutschland begrüßt den hessischen Beschlussvorschlag zur Sicherung von
Innovationskraft, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Pharma- und
Chemiestandorts Deutschland, über den die Regierungschefinnen und
Regierungschefs der Länder heute in Berlin beraten. Die Bundesländer nehmen die
pharmazeutische Industrie als zentrale Schlüsselbranche für Wertschöpfung,
Beschäftigung und Exportstärke ernst und stellen die Arzneimittelversorgung der
Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt.
"Der Beschlussvorschlag benennt genau die Stellschrauben, an denen die
Bundesregierung jetzt drehen muss, um den Widerspruch zwischen
industriepolitischem Anspruch und gesundheitspolitischer Realität aufzulösen.
Die Arzneimittelversorgung ist eine strategische Infrastruktur und damit weit
mehr als ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung. Die Pharmabranche ist
eben auch Jobmotor, Innovator und Investor. Wer Arzneimittelversorgung primär
als Kostenfaktor behandelt, riskiert Versorgungsengpässe, schwächt die
industrielle Basis Deutschlands und untergräbt am Ende die Resilienz unseres
Landes. Unsere Erwartung ist, dass die Bundesregierung die Pharmabranche endlich
in die Erstellung der Pharmastrategie einbezieht und die klare
Standortperspektive der Bundesländer darin berücksichtigt wird", erklärt
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Der hessische Beschlussvorschlag betont die Bedeutung der pharmazeutischen
Industrie für industrielle Wertschöpfung, Innovation, hochqualifizierte
Arbeitsplätze und die Exportleistung Deutschlands. Zugleich stellt das Papier
klar, dass eine sichere Arzneimittelversorgung ein wesentlicher Faktor für die
Resilienz und wirtschaftliche Souveränität Deutschlands und Europas ist.
Pharma Deutschland appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz und die
Bundesregierung, die Impulse der Länder rasch aufzugreifen. "Der
Beschlussvorschlag zeigt, wie eine moderne Pharmastrategie aussehen muss:
Forschung, Entwicklung und Produktion am Standort sichern, innovationsgerechte
Preis- und Erstattungsmodelle etablieren, Versorgungssicherheit und Resilienz
stärken und die industrielle Gesundheitswirtschaft als Rückgrat unseres
Wohlstands ernst nehmen", fasst Brakmann zusammen. "Jetzt ist der richtige
Zeitpunkt für einen Kurswechsel hin zu einer Politik, die Standortsicherung,
Innovation und Patientenversorgung gemeinsam denkt."
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
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