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Wiesbaden / Frankfurt (ots) - Gemeinsame Folge-Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamts
(HLKA)
Am Dienstagnachmittag (23.06.) kam es gegen 16:00 Uhr am Frankfurter Kaisertor
zu einem polizeilichen Schusswaffeneinsatz, dem ein Angriff eines 44-jährigen
serbischen Staatsangehörigen vorausgegangen sein soll, der schwer verletzt wurde
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6300719).
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen waren zwei Polizeibeamte bei den
Einsatzmaßnahmen "BAO Bahnhof" eingesetzt und befanden sich auf dem Weg zu ihrem
Streifenwagen. Unerwartet soll einer der Beamten von dem 44-Jährigen, der nicht
von diesen Kontrollmaßnahmen betroffen war, angerempelt und mit einem spitzen
Gegenstand verletzt worden sein. Trotz mehrfacher Ansprache und Androhung des
Schusswaffengebrauchs soll der Angreifer nicht reagiert haben und weiter auf die
Polizeibeamten zugegangen sein, worauf es im Bereich "Am Hauptbahnhof 8" zum
polizeilichen Schusswaffengebrauch kam.
Der 44-Jährige wurde hierdurch schwer verletzt. Nachdem der Mann durch
Polizeikräfte und den Rettungsdienst erstversorgt worden war, kam er zur
weiteren Behandlung in das Universitätsklinikum Frankfurt am Main. Es bestand
keine Lebensgefahr.
Einer der Beamten erlitt eine Verletzung an der Hand und wurde nach ambulanter
Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.
Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Gegen den 44-jährigen Angreifer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des
Verdachts des Widerstands gegen und des tätlichen Angriffs auf
Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Nach dem
bisherigen Ermittlungsstand soll der Mann unter einer schwerwiegenden
psychischen Erkrankung leiden und drogenabhängig sein, weshalb seitens der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die einstweilige Unterbringung in einem
psychiatrischen Krankenhaus beim zuständigen Ermittlungsgericht beantragt werden
wird.
Gegen die Polizeibeamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der
gefährlichen Körperverletzung im Amt eingeleitet.
Die genauen Hintergründe der Tat und der Ablauf des Einsatzes werden derzeit
durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische
Landeskriminalamt ermittelt. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Spuren
wurden gesichert, deren Auswertungen andauert.
Rückfragen bitte an:
Hessisches Landeskriminalamt
Benedikt Bachmann
Telefon: 0611/83-8310
E-Mail: kommunikation.hlka@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Dominik Mies
Telefon: 069 / 1367-01
E-Mail: poststelle@sta-frankfurt.justiz.hessen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6301406
OTS: Hessisches Landeskriminalamt
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