|
Giessen (ots) - Mittelhessen: Augen auf bei Urlaubsschnäppchen -
Polizeipräsidium Mittelhessen gibt Tipps zur sicheren Onlinebuchung
Ferienzeit ist Urlaubszeit! Während die einen bereits vor Monaten ihre
Urlaubsreise geplant und gebucht haben, entscheiden andere erst kurzfristig über
ihre Destination in der kommenden Reisesaison. Betrüger haben allerdings auch
dieses Feld für sich entdeckt und versuchen die Erholungssuchenden um ihr Geld
zu bringen. Ob Kurzentschlossene oder Last-Minute-Schnäppchenjäger - auf
bestimmte Punkte und Anzeichen sollte bei Onlinebuchungen geachtet werden, um
nicht auf falsche Anbieter und ebenso falsche Angebote hereinzufallen. Das
Polizeipräsidium Mittelhessen gibt Tipps, um nicht getäuscht zu werden.
- Vergleichen Sie Angebote! Angebote, die "zu" günstig sind,
können Anzeichen für ein Fake-Angebot sein. Dabei spielen die
Aufmachung und Gestaltung des Angebots weniger eine Rolle. Täter
nutzen dazu gerne auch KI, um ihre Angebote möglichst authentisch und
professionell wirken zu lassen. Eine Unterscheidung zu seriösen
Anbietern fällt hier schwer.
- Vorsicht, wenn "Vorkasse" die einzige Bezahlart ist! Das
Bezahlen per Vorkasse ist, wie bei anderen Fakeshops für Waren auch,
eine beliebte Methode, um "das schnelle Geld" zu machen. Die Betrüger
verlangen häufig den gesamten Preis im Voraus. Ist das Geld auf diese
Art einmal überwiesen, ist es jedoch unwiederbringlich weg! Besser
ist es, per Lastschrift oder mit Kreditkarte zu bezahlen. Ist
"Vorkasse" die einzige Zahlungsoption, könnte dies ein Hinweis auf
eine Betrugsseite sein.
- Prüfen Sie vor der Buchung über Online-Portale das Impressum des
Anbieters! Überprüfen Sie die Angaben zu Firmensitz und Steuernummer.
Betrüger kopieren häufig Kontaktadressen von seriösen Impressen.
- Achten Sie auf verschlüsselte Verbindungen (https://) bei den
Onlinebuchungen!
Haben Sie sich für den Abschluss einer Reise entschieden, erhalten Sie die
Bestätigung Ihrer Buchung zumeist per E-Mail. Auch hier ist Vorsicht geboten,
denn Betrüger können sich mitunter Zugang zu tatsächlichen Reisedaten
verschaffen. Anschließend werden Sie von den Gaunern angeschrieben und
aufgefordert dringend Ihre Daten erneut zu bestätigen. Bei diesen Nachrichten
handelt es sich jedoch um Phishing-Mails. Hier sind einige Hinweise der Polizei,
um sich davor zu schützen, von solchen Mails getäuscht zu werden:
- Überprüfen Sie die Absenderadresse: Phishing-Mails können eine
gefälschte Absenderadresse haben, die ähnlich wie die des
Reiseanbieters aussieht, aber nicht identisch ist. Achten Sie daher
auf kleine Abweichungen in der Schreibweise oder auf ungewöhnliche
Zeichen.
- Achten Sie auf Druck und Eile: Mit Phishing-Mails wird oft
versucht, ein Gefühl von Eile oder Dringlichkeit zu erzeugen, um Sie
zu einer schnellen Entscheidung zu bewegen. Seien Sie misstrauisch,
wenn in einer E-Mail gesagt wird, dass Sie sofort handeln müssen, um
Ihre Reisebuchung zu sichern oder zu bestätigen.
- Überprüfen Sie die E-Mail-Inhalte: Phishing-Mails können
grammatische Fehler, ungewöhnliche Formulierungen oder einen
allgemein unprofessionellen Ton aufweisen. Seriöse Reiseanbieter
verwenden in der Regel professionelle Sprache und korrekte Grammatik.
- Kontaktieren Sie den Reiseanbieter direkt: Wenn Sie eine E-Mail
erhalten, in der Sie aufgefordert werden, sensible Informationen zu
bestätigen oder einzugeben, kontaktieren Sie den Reiseanbieter direkt
über die offizielle Website, eine vertrauenswürdige Telefonnummer
oder eine bekannte E-Mail-Adresse. Lassen Sie sich dort bestätigen,
ob die E-Mail echt und ob tatsächlich eine Aktion erforderlich ist.
- Verwenden Sie starke Passwörter und
Zwei-Faktor-Authentifizierung: Schützen Sie Ihre Online-Konten mit
starken, einzigartigen Passwörtern und aktivieren Sie die
Zwei-Faktor-Authentifizierung, um das Risiko eines unbefugten
Zugriffs zu minimieren.
- Halten Sie Ihre Geräte und Software aktuell: Stellen Sie sicher,
dass Ihr Betriebssystem, Ihr Browser und Ihre Sicherheitssoftware auf
dem neuesten Stand sind, um vor den neuesten Bedrohungen geschützt zu
sein.
Diese genannten Vorsichtsmaßnahmen können das Risiko, Opfer einer Phishing-Mail
zu werden, erheblich reduzieren und Ihre persönlichen sowie finanziellen
Informationen besser schützen. Für Fragen zu diesem Thema steht der Fachberater
für den Bereich der Cybercrimeprävention im Polizeipräsidium Mittelhessen,
Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser, gerne zur Verfügung. Erreichbar ist er
unter Tel.: 0641 7006-2942 oder unter Praevention.PPMH@polizei.hessen.de.
Außerdem sind weitere nützliche Hinweise unter https://www.polizei-beratung.de/a
ktuelles/detailansicht/vorsicht-vor-betrug-bei-der-urlaubsbuchung/ zu finden.
Tobias Schwarz, Pressesprecher
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon)
E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 641/7006-3381
E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6302645
OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
|