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Birkenfeld, Herrstein, Idar-Oberstein (ots) - Innerhalb von nur zwei Wochen
waren Telefonbetrüger im Kreis Birkenfeld vier Mal mit ihrer perfiden
Betrugsmasche erfolgreich. Zweimal traf es die Verbandsgemeinde Herrstein,
einmal Birkenfeld und einmal Idar-Oberstein. Insgesamt wurden bei diesen Taten
ca. 310.000 Euro erbeutet. Die Einzelbeträge wurden in Form von Bargeld, Schmuck
und Gold übergeben.
In zwei Fällen wendeten die unbekannten Täter die inzwischen weit verbreitete
Masche des erfundenen schweren Autounfalls an: Demnach sei eine hohe Kaution
fällig, damit das angeblich unfallverursachende Kind oder Enkelkind nicht ins
Gefängnis muss. Die beiden anderen Male war angeblich eine dringende,
kostenintensive ärztliche Behandlung für einen nahen Verwandten der Grund für
die Zahlung. Weitere Taten fanden im gleichen Zeitraum auch in benachbarten
Gebieten u. a. in Richtung Trier und Bad Kreuznach statt. Dazu kommen unzählige
Versuche, die letztlich aber von den Betroffenen als Betrug erkannt wurden.
Nicht betroffene Personen fragen oft vorwurfsvoll, warum trotz der dauernden
Berichterstattung immer noch so viele Menschen auf diese Betrugsmasche
hereinfallen. Das liegt in der Regel weniger an den Geschädigten, sondern daran,
dass die Betrüger hochprofessionell, psychologisch geschickt und mit modernster
Technik agieren. Sie gehen äußerst raffiniert vor und bauen enormen Druck auf,
so dass die überrumpelte Person am anderen Ende der Leitung im Schockmoment
nicht mehr klar denken kann.
Häufig tritt mittlerweile auch ein zusätzliches Phänomen auf, das ebenfalls Teil
der Betrugsmasche ist: Im Nachgang meldet sich die angebliche Polizei oder auch
ein Rechtsanwalt noch einmal, drückt sein Mitgefühl aus und erklärt nun, die
entwendeten Gegenstände wieder beschaffen zu können. Hierzu seien aber natürlich
weitere Zahlungen nötig. Auch dieser zweite Anruf ist ein Betrugsversuch! Legen
Sie auf, wählen Sie selbst den Notruf 110 und informieren Sie die echte Polizei.
So schützen Sie sich vor Telefonbetrug:
- Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern
ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren
- Kontaktieren Sie eine Person Ihres Vertrauens unter einer Ihnen
bekannten Telefonnummer
- Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse preis
- Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte
- Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein
Anruf verdächtig vorkommt
- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer
geworden sind
- Bereiten Sie sich gedanklich auf solche Anrufe vor
- Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren
Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon
- Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen
kürzen oder streichen lassen. Ggf. löschen Sie Ihren gesamten
Eintrag. Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Trier
Jana Ernst
Telefon: 0651 983 40022
E-Mail: pptrier.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.trier
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/117701/6320908
OTS: Polizeipräsidium Trier
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