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Homberg (ots) - Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom
04.08.2026:
Spangenberg
Wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen ermittelt die Kriminalpolizei gegen mehrere Jugendliche aus dem
Schwalm-Eder-Kreis. Ein Zeuge hatte am Montagabend ein auf einem Feldweg
zwischen Bergheim und Spangenberg gesprühtes Hakenkreuz bemerkt und die Polizei
verständigt. Bei den anschließenden Ermittlungen wurden zudem weitere
mutmaßliche Straftaten festgestellt.
Gegen 18:05 Uhr war ein Spaziergänger auf einem Feldweg in der Verlängerung der
Straße Dörnbach zwischen Bergheim und Spangenberg unterwegs. Dort fiel ihm ein
dunkelblauer Opel Corsa auf, der mit vier Jugendlichen besetzt war. Nach Angaben
des Zeugen warfen die Insassen brennende Zigaretten aus einem Fahrzeugfenster.
Als er die Jugendlichen darauf ansprach, bemerkte er neben dem Pkw ein auf den
Boden gesprühtes Hakenkreuz.
Eine weitere Zeugin hatte nach bisherigen Erkenntnissen beobachtet, wie Personen
aus dem Fahrzeug heraus das verfassungswidrige Symbol auf den Boden sprühten.
Daraufhin wurde die Polizei verständigt.
Eine Streife der Polizeistation Melsungen konnte den beschriebenen Opel Corsa
kurze Zeit später fahrend antreffen und kontrollieren. Am Steuer saß ein
16-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis, der nicht im Besitz der erforderlichen
Fahrerlaubnis war.
Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht
zugelassen war. Das daran angebrachte Kennzeichen war zudem nicht für den Opel
ausgegeben worden.
Im Fahrzeuginneren fanden die Beamten mehrere Sprühdosen sowie weitere
Kennzeichenschilder. Die Gegenstände und der Fahrzeugschlüssel wurden
sichergestellt.
Bei den drei weiteren Insassen handelte es sich ebenfalls um Jugendliche.
Gegen die Tatverdächtigen wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Gegenstand der Ermittlungen sind insbesondere der Verdacht des Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie -
bezogen auf den 16-jährigen Fahrer - das Fahren ohne Fahrerlaubnis und der
Verdacht des Kennzeichenmissbrauchs. Ob sich aus der fehlenden Zulassung und den
weiteren aufgefundenen Kennzeichenschildern zusätzliche straf- oder
ordnungswidrigkeitenrechtliche Verstöße ergeben, ist Bestandteil der laufenden
Ermittlungen.
Nachdem die polizeilichen Maßnahmen vor Ort abgeschlossen waren, machten die
Beamten das Hakenkreuz unkenntlich. Die vier Jugendlichen konnten nach den
erforderlichen Maßnahmen ihren Heimweg antreten.
Das für Staatsschutzdelikte zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei
Kassel und die Polizeistation Melsungen haben die weiteren Ermittlungen
übernommen.
Yvonne Winter, KHK`in - Pressesprecherin -
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