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Heilbronn (ots) - Polizei Heilbronn zerschlägt internationale Diebesbande Nach
unzähligen Diebstählen von Jeeps in den Zuständigkeitsbereichen der
Polizeipräsidien Heilbronn, Ludwigsburg, Mannheim, Aalen, Reutlingen und
Stuttgart konnte durch intensive Ermittlungsarbeit eine Diebesbande zerschlagen
werden. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2024 wurden mehr als 30 Fälle von
Entwendungen von Pkw des Herstellers Jeep, insbesondere der Modelle Wrangler und
Cherokee, bekannt. Ein Teil dieser Taten sollen von einer organisierten Bande
polnischer Staatsangehöriger verübt worden sein. Durch die akribischen
Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn gelang es, die
Bandenstruktur aufzuhellen. Die beiden Haupttatverdächtigen, zwei 43 und 34
Jahre alte polnische Staatsangehörige, stehen im Verdacht, während ihrer
Aufenthalte in Deutschland in verschiedenen Gemeinden Baden‑Württembergs
nach geeigneten Zielobjekten gesucht zu haben. Dabei sollen sie neben
Dublettenkennzeichen auch ein technisches Gerät mit sich geführt haben, mit dem
sie die ausgewählten Fahrzeuge in Betrieb setzen konnten, ohne diese zu
beschädigen. Im Anschluss sollen die beiden die falschen Kennzeichen angebracht
und die Pkws in anderen Gemeinden, zum Teil in erheblicher Entfernung zum
Tatort, in Wohngebieten abgestellt haben. Ein weiterer Beteiligter der Bande
soll dann mit dem Bus von Polen nach Heilbronn gefahren sein, wo er vom
34-jährigen Haupttatverdächtigen abgeholt und zu den abgestellten, entwendeten
Jeeps gebracht worden sein soll. Der Mann steht im Verdacht, die Fahrzeuge
anschließend nach Polen gefahren zu haben. Nur durch enge Zusammenarbeit mit den
polnischen Behörden gelang es schlussendlich die übergeordnete kriminelle Rolle
der Tatverdächtigen innerhalb der Täterstruktur beweiskräftig zu belegen und
ihre Beteiligung an Einzeltaten nachzuweisen. Im Rahmen eines gemeinsamen
"Action Days" erfolgten Ende Juli Durchsuchungsmaßnahmen in Deutschland und
Polen, wobei unter anderem die Entwendungstechnik, sogenannte Jammer, sowie
Navigationsgeräte aufgefunden wurden. Durch anschließende Fahndungsmaßnahmen
konnte der 43-Jährige am 4. August 2026 aufgrund eines bestehenden Europäischen
Haftbefehles in Polen festgenommen werden. Sein 34-jähriger Komplize wurde
bereits im Januar 2026 in Polen aufgrund eines dort gesondert geführten
Verfahrens wegen des Handels mit Cannabisprodukten inhaftiert. Der im hiesigen
Verfahren vorliegende Europäische Haftbefehl wurde ihm mittlerweile in einer
polnischen Haftanstalt eröffnet. Polizeipräsident Frank Spitzmüller hob die
erfolgreiche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit hervor: "Die enge Kooperation
mit Polen hat gezeigt, dass wir gemeinsam selbst komplexe organisierte
Bandenstrukturen zerschlagen können. Unsere Heilbronner Kriminalpolizei hat sich
in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg als herausragend bei der
Bekämpfung krimineller Banden und der Bekämpfung der organisierten Kriminalität
etabliert. Unsere Expertise wird grenzüberschreitend geschätzt und europaweit
bei entsprechenden Ermittlungsverfahren nachgefragt. Darüber bin ich sehr stolz
und freue mich für meine Ermittlerinnen und Ermittler, denn offensichtlich
sorgen wir nicht nur im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn
für Sicherheit." Auch der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft
Heilbronn, Dr. Frank Schwörer, weiß die länderübergreifenden Ermittlungen zu
schätzen: "Diese Kooperationen haben bereits in der Vergangenheit und auch in
diesem Verfahren wieder gezeigt, dass sie unabdingbar für die Aufklärung solcher
grenzüberschreitenden Straftaten sind. Es bedarf allerdings auch des Willens der
Ermittlungsbehörden, den Gesamtzusammenhang in den Blick zu nehmen, auch wenn
das langwierige und aufwändige Ermittlungen mit sich bringt."
Rückfragen bitte an:
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Telefon: +49 (0) 7131 104-1010
E-Mail: heilbronn.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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OTS: Polizeipräsidium Heilbronn
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