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Nürnberg (ots) - Am Mittwoch (12. August) kam es in einem Regionalexpress (RE
40) auf der Fahrt von Weiden nach Nürnberg zu einem mutmaßlichen Angriff auf
eine Zugbegleiterin sowie drei Reisende. Ein 31-jähriger deutscher
Staatsangehöriger soll die Betroffenen mit einer Spritze bedroht haben.
Kurz vor der Einfahrt des Zuges in den Nürnberger Hauptbahnhof kam es gegen
14:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung. Eine 56-jährige Zugbegleiterin bemerkte
den Konflikt und ging dazwischen, um die Beteiligten zu trennen. Im weiteren
Verlauf soll der 31-Jährige eine Spritze gezogen und mehrfach Stichbewegungen in
Richtung des Oberkörpers der Zugbegleiterin sowie einer 15-, eines 16- und eines
25-Jährigen ausgeführt haben. Der 16-Jährige konnte dem Angriff im letzten
Moment ausweichen. Auch die weiteren Betroffenen wurden nicht verletzt. Nach
derzeitigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige die Personen zudem bedroht
haben. Die Zugbegleiterin verständigte daraufhin die Bundespolizei. Beim
Eintreffen der Einsatzkräfte im Nürnberger Hauptbahnhof hatte der Tatverdächtige
den Zug bereits verlassen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte die
Bundespolizei den 31-Jährigen identifizieren und an seiner Wohnanschrift
festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder
entlassen.
Im Zusammenhang mit dem Einsatz stellten die Bundespolizisten zudem einen
weiteren Sachverhalt fest. Ein 39-jähriger deutscher Staatsangehöriger, der den
31-Jährigen begleitet haben soll, hatte sich ein Hakenkreuz auf den entblößten
Oberkörper gemalt. Anschließend soll er sich mit dem entblößten Oberkörper durch
das Zugabteil bewegt und mehreren Reisenden den Mittelfinger gezeigt haben.
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ermittelt gegen den 31-Jährigen wegen des
Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung. Gegen
den 39-Jährigen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie wegen
des Verdachts der Beleidigung eingeleitet.
Rückfragen bitte an:
Hubert Grimm
Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg
E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit den Revieren in Augsburg,
Ingolstadt und Ansbach ist zuständig für die polizeiliche
Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der
Deutschen Bahn. Die Zuständigkeit umfasst 309 Bahnhöfe und
Haltepunkte sowie 1823 Streckenkilometer in Mittelfranken,
Nordschwaben, dem nördlichen Oberbayern und dem Landkreis Forchheim.
Dies entspricht etwa 23 Prozent der Fläche Bayerns.
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OTS: Bundespolizeidirektion München
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