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Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis (ots) - Das
Polizeipräsidium Ravensburg zieht nach dem ersten Halbjahr 2026 im Bereich der
Verkehrsunfallentwicklung eine überwiegend positive Bilanz. So sind sowohl die
Zahlen der getöteten als auch der schwerverletzten Verkehrsteilnehmenden im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.
"Insgesamt bewegen sich die Gesamtunfallzahlen nach den ersten sechs Monaten des
Jahres ungefähr auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, aber bei den schweren
Verkehrsunfällen haben wir einen erkennbaren Rückgang feststellen können", so
Polizeipräsident Renato Gigliotti. "Hier sieht man deutlich, dass die
Präventionsarbeit, aber auch die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen der Polizei und
unserer Partner bei den Städten und Gemeinden Wirkung zeigt."
Im ersten Halbjahr 2026 ereigneten sich in den Landkreisen Ravensburg,
Sigmaringen und im Bodenseekreis insgesamt 8.889 Verkehrsunfälle, was einer
Zunahme von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (8.803) entspricht.
Bei der Zahl der bei Unfällen Schwerverletzten war dabei ein deutlicher Rückgang
von 27,7 Prozent (von 191 auf 141) zu verzeichnen. Auch bei den getöteten
Verkehrsteilnehmenden gingen die Zahlen von 19 auf 17 (minus 10,5 Prozent)
zurück. Im Bereich der Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten stieg die Zahl um
2,1 Prozent von 1.285 auf 1.312 leicht an.
"Eine der Hauptursachen bei den Verkehrsunfällen ist nach wie vor überhöhte oder
nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei der Unfallaufnahme konnten meine
Kolleginnen und Kollegen bei 613 Verkehrsunfällen, das entspricht einer Zunahme
von 64,8 Prozent, zu schnelles oder nicht angepasstes Fahren als Ursache
feststellen - da geht der Trend in die falsche Richtung," führt Renato Gigliotti
aus. Zu wenig Abstand, Ablenkung und Vorfahrtsmissachtung sind weitere
Hauptunfallursachen.
Die Zahlen der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pkw blieben nahezu konstant
(2025: 7812, 2026: 7799). Dagegen ist eine Zunahme der Unfälle mit der
Beteiligung von Lkw um 12,4 Prozent zu erkennen, ein Anstieg von 906 auf 1.018.
Bei Verkehrsunfällen mit Zweiradnutzern sind die Unfallzahlen bei
Motorradfahrenden (minus 8,4 Prozent) rückläufig. Während im Vorjahreszeitraum
37 Biker schwere und vier tödliche Verletzungen erlitten haben, wurden dieses
Jahr bislang 20 schwerverletzte und drei getötete Motorradfahrende verzeichnet.
Auch die Anzahl der Pedelec-Unfälle sank um 10 Prozent (von 241 auf 217),
während Unfälle mit Radfahrenden, die ohne Elektro-Antrieb unterwegs sind, von
318 auf 377 angestiegen sind. Ein Großteil dieser Verkehrsunfälle ging mit
leichten Verletzungen einher. 42 Fahrradfahrer erlitten schwere Verletzungen
(2025: 72), davon war die Hälfte mit dem Pedelec unterwegs. Zwei Radler wurden
getötet (2025: 3), darunter kein Pedelec-Lenker. Bedenken äußert Gigliotti mit
Blick auf die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen,
sogenannten E-Scootern: hier verzeichnet das Polizeipräsidium Ravensburg eine
Zunahme von 49,1 Prozent (von 55 auf 82). "Auch wenn wir hier ungefähr im
Landesschnitt (plus 46,4 Prozent) liegen, sind die Zahlen alarmierend. E-Scooter
sind ein immer beliebteres Fortbewegungsmittel, was sich in der Zunahme der
Verkehrsunfälle widerspiegelt", so der Polizeipräsident. "Ob auf dem Fahrrad,
dem Motorrad oder auf dem E-Scooter: denken Sie daran, dass Sie auf dem Zweirad
ein weitaus höheres Verletzungsrisiko haben. Fahren Sie daher vorausschauend und
schützen Sie sich entsprechend," appelliert Gigliotti anlässlich der warmen
Jahreszeit. Die Unfälle unter Beteiligung von Fußgängern sind hingegen leicht
rückläufig (minus 5,2 Prozent von 96 auf 91).
Während die Zahlen bei Schulwegunfällen erfreulicherweise deutlich
zurückgegangen sind (2025: 30, 2026: 19), waren mehr Fahrzeuglenker bei
Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss oder berauscht hinterm Steuer. So standen
fast ein Drittel mehr Unfallverursacher unter dem Einfluss von THC (Anstieg von
zehn auf 13) und anderen Drogen (Anstieg von sieben auf neun). Unter
Alkoholeinfluss standen 133 Verursacher von Verkehrsunfällen (2025: 129), was
einem Anstieg von 3,1 Prozent entspricht.
"Wir sind auf dem richtigen Weg zu dem Ziel, keine Verkehrsunfälle mit Getöteten
oder Schwerverletzten auf unseren Straßen mehr zu verzeichnen," resümiert der
Polizeipräsident. Zur Erreichung der "Vision Zero" setzt Renato Gigliotti auch
künftig auf entsprechende Verkehrsüberwachungs- und Präventionsmaßnahmen seiner
Kolleginnen und Kollegen.
Rückfragen bitte an:
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OTS: Polizeipräsidium Ravensburg
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