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Bundespolizeidirektion München: Erster Wiesntag: Viel zu tun für die Bundespolizei / Körperverletzungen, Widerstand und Verstoß gegen Waffenverbot (FOTO)

20.09.2026 13:40 Uhr Bundespolizeidirektion München

München (ots) - Bei bestem Wiesnwetter verlief der erste Tag des 191. Oktoberfestes im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei zunächst weitgehend friedlich. Mit zunehmendem Besucheraufkommen am Abend waren die Einsatzkräfte insbesondere rund um den S-Bahn Haltepunkt Hackerbrücke und den Münchner Hauptbahnhof jedoch zunehmend gefordert. Neben zahlreichen Streitschlichtungen und Hilfeleistungen beschäftigten mehrere Körperverletzungen, Widerstandshandlungen sowie ein Verstoß gegen das geltende Waffenverbot die Bundespolizei.

Auseinandersetzung am Hauptbahnhof

Gegen 21:45 Uhr beobachteten Einsatzkräfte am Gleis 26 des Münchner Hauptbahnhofes, wie ein 31-jähriger Ukrainer einem 35-jährigen Landsmann unvermittelt ins Gesicht schlug. Anschließend entwickelte sich eine wechselseitige körperliche Auseinandersetzung. Als der 35-Jährige zu Boden ging, versuchte der 31-Jährige zudem, nach ihm zu treten. Die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten griffen ein und verhinderten weitere Tätlichkeiten. Beide Männer blieben unverletzt. Atemalkoholtests ergaben jeweils einen Wert von rund 0,8 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten beide die Dienststelle wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Hilfeleistung endet im Widerstand

Gegen 23 Uhr wurden Einsatzkräfte am Gleis 12 auf eine stark blutende 31-jährige Nordmazedonierin aufmerksam. Die alkoholisierte Frau war zuvor ohne Fremdeinwirkung zwischen Bahnsteig und einen dort stehenden Zug geraten und hatte sich dabei eine stark blutende Kopfplatzwunde zugezogen. Während die Bundespolizisten die Verletzte erstversorgten, störte ein 29-jähriger Österreicher die Maßnahmen und verhielt sich zunehmend aggressiv. Als die Einsatzkräfte einschritten, leistete er Widerstand. Kurz darauf mischte sich auch ein 38-jähriger Slowene ein und widersetzte sich ebenfalls den polizeilichen Maßnahmen. Zudem soll der 38-Jährige einen unbeteiligten Zugbegleiter beleidigt und bedroht haben. Die verletzte Frau wurde durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Gegen die beiden Männer ermittelt die Bundespolizei unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Küchenmesser trotz Waffenverbots

Bei der Kontrolle eines 32-jährigen Schweden am Münchner Hauptbahnhof fanden Bundespolizisten gegen 20:45 Uhr ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von zwölf Zentimetern. Das Messer wurde sichergestellt. Zudem wurde dem Mann für den Fall einer erneuten Zuwiderhandlung ein Zwangsgeld angedroht. Für den Münchner Hauptbahnhof gilt während des Oktoberfestes eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen von Waffen und bestimmten gefährlichen Gegenständen untersagt.

Streit zwischen Vater und Sohn an der Hackerbrücke

Auch an der Hackerbrücke mussten Einsatzkräfte gegen Mitternacht eingreifen. Ein offensichtlich alkoholisierter 44-jähriger Deutscher fiel am westlichen Abgang zunächst auf, weil er andere Reisende anpöbelte. Bundespolizisten kontrollierten den Mann und forderten ihn auf, sich ruhig zu verhalten. Der 44-Jährige gab an, mit der S2 nach Erding fahren zu wollen, stieg wenig später jedoch irrtümlich in eine einfahrende S4. Sein Sohn bemerkte dies und zog ihn wieder aus der S-Bahn. Daraufhin ging der 44-Jährige auf seinen Sohn los. Die unmittelbar anwesenden Einsatzkräfte schritten ein und brachten den Mann zu Boden. Dabei sperrte er sich gegen die polizeilichen Maßnahmen und zog sich eine Wunde oberhalb des linken Auges zu, die vor Ort erstversorgt wurde. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der 44-Jährige entlassen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Rückfragen bitte an:

Sina Dietsch Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Pressestelle Telefon: 089 515550-1103 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße 1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter www.x.com/bpol_by .

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6355398 OTS: Bundespolizeidirektion München


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München
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