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München (ots) - Bei bestem Wiesnwetter verlief der erste Tag des 191.
Oktoberfestes im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei zunächst weitgehend
friedlich. Mit zunehmendem Besucheraufkommen am Abend waren die Einsatzkräfte
insbesondere rund um den S-Bahn Haltepunkt Hackerbrücke und den Münchner
Hauptbahnhof jedoch zunehmend gefordert. Neben zahlreichen Streitschlichtungen
und Hilfeleistungen beschäftigten mehrere Körperverletzungen,
Widerstandshandlungen sowie ein Verstoß gegen das geltende Waffenverbot die
Bundespolizei.
Auseinandersetzung am Hauptbahnhof
Gegen 21:45 Uhr beobachteten Einsatzkräfte am Gleis 26 des Münchner
Hauptbahnhofes, wie ein 31-jähriger Ukrainer einem 35-jährigen Landsmann
unvermittelt ins Gesicht schlug. Anschließend entwickelte sich eine
wechselseitige körperliche Auseinandersetzung. Als der 35-Jährige zu Boden ging,
versuchte der 31-Jährige zudem, nach ihm zu treten. Die Bundespolizistinnen und
Bundespolizisten griffen ein und verhinderten weitere Tätlichkeiten. Beide
Männer blieben unverletzt. Atemalkoholtests ergaben jeweils einen Wert von rund
0,8 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten beide die
Dienststelle wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen
Körperverletzung.
Hilfeleistung endet im Widerstand
Gegen 23 Uhr wurden Einsatzkräfte am Gleis 12 auf eine stark blutende 31-jährige
Nordmazedonierin aufmerksam. Die alkoholisierte Frau war zuvor ohne
Fremdeinwirkung zwischen Bahnsteig und einen dort stehenden Zug geraten und
hatte sich dabei eine stark blutende Kopfplatzwunde zugezogen. Während die
Bundespolizisten die Verletzte erstversorgten, störte ein 29-jähriger
Österreicher die Maßnahmen und verhielt sich zunehmend aggressiv. Als die
Einsatzkräfte einschritten, leistete er Widerstand. Kurz darauf mischte sich
auch ein 38-jähriger Slowene ein und widersetzte sich ebenfalls den
polizeilichen Maßnahmen. Zudem soll der 38-Jährige einen unbeteiligten
Zugbegleiter beleidigt und bedroht haben. Die verletzte Frau wurde durch den
Rettungsdienst medizinisch versorgt. Gegen die beiden Männer ermittelt die
Bundespolizei unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Küchenmesser trotz Waffenverbots
Bei der Kontrolle eines 32-jährigen Schweden am Münchner Hauptbahnhof fanden
Bundespolizisten gegen 20:45 Uhr ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von
zwölf Zentimetern. Das Messer wurde sichergestellt. Zudem wurde dem Mann für den
Fall einer erneuten Zuwiderhandlung ein Zwangsgeld angedroht. Für den Münchner
Hauptbahnhof gilt während des Oktoberfestes eine Allgemeinverfügung, die das
Mitführen von Waffen und bestimmten gefährlichen Gegenständen untersagt.
Streit zwischen Vater und Sohn an der Hackerbrücke
Auch an der Hackerbrücke mussten Einsatzkräfte gegen Mitternacht eingreifen. Ein
offensichtlich alkoholisierter 44-jähriger Deutscher fiel am westlichen Abgang
zunächst auf, weil er andere Reisende anpöbelte. Bundespolizisten kontrollierten
den Mann und forderten ihn auf, sich ruhig zu verhalten. Der 44-Jährige gab an,
mit der S2 nach Erding fahren zu wollen, stieg wenig später jedoch irrtümlich in
eine einfahrende S4. Sein Sohn bemerkte dies und zog ihn wieder aus der S-Bahn.
Daraufhin ging der 44-Jährige auf seinen Sohn los. Die unmittelbar anwesenden
Einsatzkräfte schritten ein und brachten den Mann zu Boden. Dabei sperrte er
sich gegen die polizeilichen Maßnahmen und zog sich eine Wunde oberhalb des
linken Auges zu, die vor Ort erstversorgt wurde. Nach Abschluss der Maßnahmen
wurde der 44-Jährige entlassen. Die Bundespolizei leitete ein
Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.
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Sina Dietsch
Bundespolizeiinspektion München
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Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die
nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße
1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet
sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in
Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben
genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter
www.x.com/bpol_by .
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OTS: Bundespolizeidirektion München
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