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Freilassing/Schwarzbach (ots) - Am Sonntagvormittag (11. Oktober) stellten
Bundespolizisten bei Grenzkontrollen drei Kosovaren in einem Fahrzeug fest.
Soweit nichts Ungewöhnliches. Das Trio beschäftigte die Beamten aber noch bis
zum heutigen Tag.
Den Start machte der Fahrer bereits bei der Kontrolle der Ausweise. Den
Einsatzkräften der Bundespolizei legte er eine kroatische Identitätskarte vor,
die gefälscht war. Der beiliegende Führerschein entpuppte sich ebenfalls als
Fälschung. Die Prüfung seiner echten Personalien ergab, dass der kosovarische
Staatsangehörige nicht nach Deutschland hätte einreisen dürfen. Die mutmaßliche
Täuschung im Rechtsverkehr bleibt nicht folgenlos: Den 39-Jährigen erwarten nun
Strafverfahren unter Anderem wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und
Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Bundespolizisten nahmen den Mann fest.
Die Kontrolle des Beifahrers dürfte den Beamten ebenfalls in Erinnerung bleiben.
Der 26-Jährige konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, wurde in der Vergangenheit
allerdings abgeschoben und in der Folge mit einem Einreise- und
Aufenthaltsverbot belegt. Da dieses noch gültig war, steht auch er im Verdacht
versucht zu haben, unerlaubt in das Bundesgebiet einzureisen. Das war allerdings
nicht der einzige Fahndungstreffer: Die Staatsanwaltschaft Marburg suchte nach
dem Kosovaren, der in der Vergangenheit zu einer Geldstrafe wegen Diebstahls
verurteilt worden war. Diese hatte er noch nicht bezahlt. Die
Staatsanwaltschaften Gießen, Darmstadt und Wetzlar suchte mit einer
Aufenthaltsermittlung nach dem Mann wegen Diebstahls. Die Staatsanwaltschaft
Gießen suchte zudem noch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz
nach dem 26-Jährigen. Dem 26-Jährigen wurde die Einreise verweigert. Mit einem
Linienflug wurde er heute in den Kosovo zurückgewiesen.
Beanstandungen gab es auch bei dem anderen Insassen, einem 35-jährigen
Kosovaren. Die Überprüfung ergab, dass auch dieser nicht berechtigt war in das
Bundesgebiet einzureisen. Seine unzureichende Dokumentenlage führte zu einer
Strafanzeige wegen Verdachts des Versuchs der unerlaubten Einreise. Er wurde
festgenommen und zusammen mit seinem Landsmann in den Kosovo zurückgewiesen.
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Die Bundespolizeiinspektion Freilassing gewährleistet die Sicherheit
in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und
Mühldorf. Sie ist an 21 Grenzübergängen und einer Grenzlänge von
insgesamt 225 Kilometer zuständig. Ferner fallen 72 Bahnhöfe und
Haltepunkte in den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion
mit einem Personalbestand von knapp 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Neben dem Inspektionssitz in Freilassing besteht ein
weiterer Standort beim Bundespolizeirevier in Mühldorf am Inn.
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OTS: Bundespolizeidirektion München
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