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Hamburg (ots) - In Deutschland erkranken jährlich rund 30.000 Menschen an
Blasenkrebs - Männer sind dabei etwa dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Das
mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 75 Jahren, bei Männern bei 71
Jahren [1]. Blasenkrebs wird in den meisten Fällen in einem frühen Stadium
festgestellt und ist dann auf die Schleimhaut der Harnblase begrenzt. Wird der
Tumor in dieser Phase erkannt, bestehen in der Regel gute Heilungschancen [2].
Im Blasenkrebs-Awareness-Monat Mai wird deshalb auf Aufklärung und
Sensibilisierung für Symptome gesetzt, um Behandlungschancen zu verbessern.
Menschen, die rauchen oder lange geraucht haben, haben ein deutlich erhöhtes
Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs im Vergleich zu Nichtraucher:innen. Auch
häufiger Kontakt mit bestimmten chemischen Stoffen und medizinische
Bestrahlungen des Beckens - beispielsweise bei der Behandlung von Prostatakrebs
- können ein Auslöser sein. Jedoch lässt sich oft keine eindeutige Ursache für
die Entstehung von Blasenkrebs ausmachen.
Warnzeichen erkennen und abklären lassen
Deshalb ist es umso wichtiger, auf mögliche Symptome zu achten. Das
charakteristische Zeichen für Blasenkrebs ist Blut im Urin. Bei Frauen kann eine
Rotfärbung des Urins jedoch leicht mit einer Blasenentzündung oder, vor den
Wechseljahren, mit der Monatsblutung verwechselt werden. Auch ein Drücken der
Blase kann vorkommen, das bei Männern oft dem höheren Alter oder
Prostatabeschwerden zugeschrieben wird. Ein Druckgefühl im Bauch oder häufig
auftretende Blasenentzündungen sowie Beschwerden beim Wasserlassen können
weitere Hinweise darstellen [1]. Während die Gründe für diese Beschwerden in den
meisten Fällen harmlos sind, sollte jede ungewöhnliche Veränderung ernst
genommen und ärztlich abgeklärt werden. Doch gerade vielen älteren Menschen
fällt das Sprechen über intime Köperbereiche schwer, Scham und Unsicherheit
halten sie davon ab, rechtzeitig Hilfe zu suchen.
Dr. Niko Andre, Head of Oncology & Hematology Germany bei AstraZeneca
Deutschland, betont: "Zum Awareness-Monat im Mai möchten wir Menschen ermutigen,
mögliche Anzeichen von Blasenkrebs ernst zu nehmen und trotz unangenehmer
Gefühle den Schritt zur Ärztin oder zum Arzt zu wagen. Denn je früher ein Tumor
erkannt wird, desto besser kann er in der Regel behandelt werden - das ist
unsere zentrale Botschaft."
AstraZeneca unterstützt deshalb auch die Aufklärungskampagne der Urologischen
Stiftung Gesundheit. Dr. Holger Borchers, Urologe, Geschäftsführer der
Urologischen Stiftung Gesundheit und der Deutschen Gesellschaft für Urologie,
erläutert: "Wir setzen uns intensiv für mehr Aufmerksamkeit ein - denn viele
Menschen wissen gar nicht, dass Blut im Urin ein Warnsignal für Blasenkrebs sein
kann. Wir freuen uns, AstraZeneca als starken Partner bei diesem wichtigen
Anliegen an unserer Seite zu haben, um Blasenkrebs ins Bewusstsein der
Bevölkerung zu holen."
Sichere Diagnose durch spezialisierte Untersuchungen
Wenn sich bei der Abklärung von Beschwerden ein Verdacht auf Blasenkrebs ergibt,
überweist die Hausarztpraxis die Betroffenen an ein urologisches Fachzentrum.
Neben einem Urintest werden meist eine Ultraschalluntersuchung und eine
Blasenspiegelung (Zystoskopie) durchgeführt. Bei dieser Untersuchung wird ein
dünnes, flexibles Instrument mit einer kleinen Kamera durch die Harnröhre bis in
die Blase eingeführt. Dies ermöglicht nicht nur die Diagnose, sondern gibt auch
Aufschluss über die Beschaffenheit und Lage des Tumors - und weist damit den Weg
zur optimalen Therapie.
Moderne Therapien bieten Hoffnung
Handelt es sich um Blasenkrebs, wird der Tumor in der Regel bei einer weiteren
Zystoskopie möglichst vollständig entfernt. Dieser minimal-invasive Eingriff
(transurethrale Resektion der Blase, TUR-B) erfolgt über die Harnröhre ohne
äußeren Schnitt. Nach der Entfernung des Tumors kann die Blase bis zu drei Jahre
mit Medikamenten gespült werden, um ein Wiederauftreten der Krebserkrankung zu
verhindern.
Ein in den Muskel hineingewachsener (muskelinvasiver) Blasenkrebs kann in der
Regel durch eine TUR-B nicht mehr komplett entfernt werden. Um eine Ausbreitung
des Tumors zu verhindern, ist eine operative Entfernung der Blase, eine
sogenannte Zystektomie, notwendig. Auch hier gibt es medikamentöse Therapien,
die vor und nach der Zystektomie verabreicht werden können. Neben klassischer
Chemotherapie stehen auch moderne Immuntherapien zur Verfügung, die das
körpereigene Immunsystem mobilisieren, gegen den Krebs vorzugehen, und auch
eingesetzt werden, wenn der Krebs bereits gestreut hat.
Unterstützung für Betroffene und Angehörige
Hat der erste Schock über die Diagnose nachgelassen, haben Betroffene oft viele
Fragen zur Erkrankung. AstraZeneca engagiert sich deshalb mit umfangreicher
Expertise rund um Blasenkrebs: Durch Informationsangebote,
Patient:innenmaterialien in ärztlichen Praxen und digitale Hilfestellungen
sollen Betroffene und Angehörige bestmöglich unterstützt werden. Auf der
Plattform http://www.sprech-blase.de finden sie verständlich aufbereitete Texte
über die Erkrankung, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie praktische
Tipps für den Umgang im Alltag.
AstraZeneca
Die AstraZeneca GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des
britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC. AstraZeneca
(LSE/STO/Nasdaq: AZN) ist ein globales, wissenschaftsorientiertes
biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und
Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen
Onkologie, seltene Krankheiten und Biopharmazeutika, einschließlich
Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel sowie Atemwege und Immunologie,
konzentriert. AstraZeneca mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist in über 125
Ländern tätig. Die innovativen Medikamente des Unternehmens werden von Millionen
von Patient:innen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen auf astrazeneca.de,
zukunft-krebsmedizin.de und mein-a-z.de.
Referenzen
1. Blasenkrebs. Eine Leitlinie für Patientinnen und Patienten (Mai 2017);
abrufbar unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_up
load/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Blasenkrebs_v3.pdf
(letzter Aufruf 09.04.2026)
2. DKFZ Krebsinformationsdienst, Blasenkrebs. Stand August 2025; abrufbar unter:
https://www.krebsinformationsdienst.de/blasenkrebs (letzter Aufruf
09.04.2026)
DE-94065/04-26
Pressekontakt:
Stefanie Martha Scherpf
Manager PR & Communications, AstraZeneca GmbH
Friesenweg 26
22763 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 80805-7884
E-Mail: mailto:stefaniemartha.scherpf@astrazeneca.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18044/6264427
OTS: AstraZeneca GmbH
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