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Hannover/Pietrelcina (ots) - Ein außergewöhnlicher und überraschender Erfolg für
die deutsche Independent-Filmszene: Die Produzentin Jennifer Pengel und der
Regisseur Ravi Gautam wurden am vergangenen Samstag (10. Oktober 2026) im
italienischen Pietrelcina mit dem renommierten Premio Internazionale Padre Pio
da Pietrelcina geehrt. Das Besondere: Die beiden Filmschaffenden waren eine
absolute kurzfristige Ergänzung des Programms. Als unangekündigte
Überraschungsgäste der feierlichen 25. Jubiläums-Ausgabe nahmen sie die
Auszeichnung für ihr Drama "A Million Yard Stare" entgegen. Es ist das erste Mal
in der Geschichte des renommierten Preises, dass Filmschaffende aus Deutschland
diese Anerkennung erhalten.
Die Auszeichnung krönt eine ereignisreiche Woche in Italien: Erst zwei Tage
zuvor feierte das Drama seine umjubelte Weltpremiere beim Social Film Festival
ArTelesia im nahegelegenen Benevento. Für das Team der in Hannover ansässigen
Webfilmland Productions verwandelte sich die Reise damit in einen Meilenstein
internationaler Anerkennung.
Ein starkes Zeichen für Menschenwürde und Solidarität
Der von der Associazione Amici di Padre Pio organisierte Preis würdigt
Persönlichkeiten, die sich durch ihre berufliche, kulturelle oder soziale Arbeit
in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Im Mittelpunkt stehen Werte
wie Menschenwürde, Solidarität und die Zuwendung zu leidenden Menschen. Mit dem
Gewinn des Premio Internazionale Padre Pio da Pietrelcina reihen sich Pengel und
Gautam in eine Riege prominenter früherer Preisträger ein - darunter
Star-Regisseur Franco Zeffirelli, Schauspielerin Claudia Gerini und der
legendäre Journalist Enzo Biagi.
Diese Auszeichnung hat uns völlig unvorbereitet getroffen und tief berührt,
erklärt Produzentin Jennifer Pengel. Dass unser Film über die unsichtbaren
Wunden von Kriegskindern genau dort verstanden wird, wo Nächstenliebe und
Solidarität im Mittelpunkt stehen, gibt unserem gesamten Team - und besonders
den mitwirkenden Geflüchteten - unschätzbare Kraft. Es zeigt uns, dass Kino
Grenzen überwinden kann."
Die unsichtbaren Wunden des Krieges sichtbar machen "
A Million Yard Stare erzählt die bewegende Geschichte des ukrainischen Jungen
Roma, der durch die Schrecken des Krieges schwer traumatisiert wurde, und seiner
Mutter Oxana. Die Mutter kämpft unermüdlich darum, ihrem Sohn wieder Vertrauen
und Lebensfreude zurückzugeben. In der Zirkuskunst findet sie schließlich einen
Weg, die Seele ihres Kindes zu erreichen - dort, wo Worte längst nicht mehr
ausreichen.
Der Film verzichtet auf die Darstellung von Frontlinien und fokussiert sich
stattdessen auf die psychologischen Folgen von Krieg und Flucht, insbesondere
bei Kindern. Er macht schmerzhaft deutlich, dass physische Sicherheit allein
noch keine Heilung bedeutet und dass hinter jeder Fluchtstatistik ein
Einzelschicksal mit tiefen Ängsten, aber auch Hoffnungen steht. Ein besonderes
Qualitätsmerkmal der Produktion: Zahlreiche Geflüchtete wirkten direkt vor und
hinter der Kamera mit und verwoben ihre eigenen Erfahrungen von Vertreibung und
Neubeginn mit der filmischen Erzählung.
In dieser tiefen Symbiose aus Kunst, Mitgefühl und gesellschaftlicher
Verantwortung sah die Jury die fundamentale Nähe zu den Werten des Preises. Die
Ehrung setzt ein unübersehbares Zeichen für ein Kino, das zum Hinsehen bewegt
und die Aufmerksamkeit auf diejenigen lenkt, deren Leid in den Nachrichten oft
unsichtbar bleibt.
Pressekontakt:
Webfilmland Productions
Ansprechpartner: Jennifer Pengel
Telefon: 05031 90 217 57
E-Mail: mailto:info@webfilmland.com
Website: https://webfilmland.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183526/6370832
OTS: Webfilmland Productions
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