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Kleve (ots) - Mit dem Modellprojekt Baupotenzialregister unterstützen das
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) digitale Lösungen, um
dringend benötigte Wohnraumflächen zu identifizieren. Der Landkreis Kleve gehört
zu acht bundesweit ausgewählten Kommunen, die im Rahmen des Modellvorhabens
gefördert werden. Ziel ist es, durch digitale und datenbasierte Ansätze neue
Entscheidungsgrundlagen für eine effizientere Flächennutzung zu schaffen. Sweco
hat im Auftrag der Kreisverwaltung Kleve ein Baupotenzialregister aus
vollvektoriellen XPlanungsdaten in 3D erstellt. Das Projekt konnte jetzt
erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Prozesse sind im
3D-Geoportal des Kreis Kleve öffentlich verfügbar.
Modellprojekt zur Ermittlung von Baupotenzialen
In vielen Stadtteilen gibt es ungenutzte Flächen, die für Wohnbebauung geeignet
sind, sei es durch Baulücken, Nachverdichtungs- oder Brachflächen. Die
Ermittlung solcher Flächen war bisher ein kleinteiliger und aufwändiger Prozess.
Das Modellprojekt erprobt, wie durch automatisierte Verfahren die Erstellung und
Pflege von Baupotenzialregistern erleichtert werden kann. Dafür werden
Informationen zu bebaubaren Grundstücken in einer digitalen Plattform für den
Wohnungsbau zusammengeführt und automatisch aktualisiert.
Digitale Lösungen für mehr Wohnraum
"Das Baupotenzialregister schafft für den Kreis Kleve eine verlässliche digitale
Grundlage, um mögliche Flächen für den Wohnungsbau schnell zu erkennen.
Automatisierte Auswertungen zu Neubau-, Anbau- und Aufstockungsmöglichkeiten
beschleunigen Prüf- und Entscheidungsprozesse erheblich. Einheitliche Daten
erleichtern die Abstimmung innerhalb der Verwaltung und mit den Kommunen.
Gleichzeitig bietet das kreisweite Register, unabhängig von bestehenden
Bebauungsplänen, einen vollständigen Überblick und ist sofort im
Verwaltungsalltag einsetzbar", sagt Martin Heußner, Teamleiter GIS | Digital
Solutions bei Sweco in Dortmund.
3D-Stadtmodell macht ungenutzte Flächen sichtbar
Sweco hat die fachlich-technische Umsetzung der Projektbausteine 2 und 3
übernommen. Mit automatisierten Analysen auf Basis von FME ermittelte Sweco in
Gebieten mit Bebauungsplan, wo Wohnungsbaupotenziale bislang nicht ausgeschöpft
sind. Dafür wurden 3D-Modelle der maximal zulässigen Bebauung erzeugt und mit
der vorhandenen Bebauung abgeglichen, um konkrete Bau-, Anbau- und
Aufstockungspotenziale abzuleiten. Diese Methodik wurde anschließend auch auf
unbeplante Bereiche übertragen. Alle Prozesse wurden in enger Abstimmung mit dem
Landkreis Kleve entwickelt, qualitätsgesichert und modular aufgebaut, sodass sie
betriebsfertig für den laufenden Einsatz und zukünftige Aktualisierungen zur
Verfügung stehen.
Die ermittelten Baupotenziale werden durch das Kommunale Rechenzentrum
Niederrhein als Webservice und im 3D-Stadtmodell des Geoportal zur Verfügung
gestellt und sind hier einsehbar.
(https://3dservices.krzn.de/kreis-kleve-baupotentiale/)
Sweco plant und gestaltet die nachhaltigen Städte und Gemeinden der Zukunft. Mit
dem kollektiven Wissen unserer 23.000 Architekt*innen, Ingenieur*innen und
anderer Expert*innen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden daran, den grünen
Wandel zu unterstützen, das Potenzial der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen
und die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit Europas zu stärken. Sweco
ist der führende europäische Anbieter für Architektur- und
Ingenieurdienstleistungen mit einem Umsatz von rund 2,9 Mrd. EUR in 2025. Das
Unternehmen ist im Nasdaq Stockholm gelistet.
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