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"frontal" im ZDF: Fast jede zweite Notaufnahme überlastet - Neue Umfrage (FOTO) |
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Mainz (ots) - Fast jede zweite Notaufnahme in Deutschland ist überlastet -
teilweise so stark, dass die Patientensicherheit gefährdet ist. Rund die Hälfte
aller Notaufnahmen beklagt zudem, die angespannte Situation habe sich in den
vergangenen zwölf Monaten nochmals verschlechtert. Das geht aus einer Umfrage
der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) hervor, die " ZDF frontal
" und dem " Spiegel " exklusiv vorliegt. Die " frontal " -Doku: " Notaufnahmen
vor dem Kollaps " ist ab Dienstag, 22. September 2026, 18.00 Uhr, im
ZDF-Streaming-Portal zu sehen, die Magazin-Ausgabe von " frontal " mit
Moderatorin Ilka Brecht berichtet ab 21.00 Uhr im ZDF.
In der aktuellen Umfrage berichten 45 Prozent der Notaufnahmen am Stichtag für
mindestens zwei Stunden überlastet gewesen zu sein. Von diesen erlebten 8,1
Prozent eine schwerwiegende Überlastung und 5,5 Prozent sogar eine kritische
Überlastung. Eine individualmedizinische Versorgung ist dann nicht mehr möglich.
"Die Ergebnisse der Blitzumfrage erschrecken uns sehr. Denn wir wissen aus
großen internationalen Studien, dass in solchen Belastungssituationen die
Patientensicherheit gefährdet ist", sagt Martin Pin, Präsident der DGINA.
Abflussblockade: Keine Verlegung möglich
Besonders häufig entsteht die Überlastung dadurch, dass Patienten nicht auf
reguläre Stationen verlegt werden können, obwohl ihre akute Behandlung in der
Notaufnahme abgeschlossen ist. 60,6 Prozent der befragten Häuser meldeten am Tag
der Erhebung einen solchen "Exit Block", also eine Abflussblockade.
Personalsituation: Unbesetzte Stellen und Überlastung
Die Überlastung liegt auch an einer angespannten Personalsituation. Rund zwei
Drittel der Notaufnahmen berichteten in der Umfrage von unbesetzten Stellen im
ärztlichen Dienst und in der Pflege. Nur knapp ein Drittel bewerteten die
ärztliche beziehungsweise pflegerische Personalausstattung als ausreichend.
Die neuen DGINA-Zahlen dürften die Debatte um eine Notfallreform weiter
befeuern. Noch in diesem Herbst soll der Entwurf eines "Gesetzes zur Reform der
Notfallversorgung" im Bundestag verabschiedet werden.
Methodik der Umfrage
An der Studie in Form einer Blitzumfrage beteiligten sich am 2. Juni 2026
insgesamt 271 Notaufnahmen aller Versorgungsstufen aus allen 16 Bundesländern.
Zusammen sind sie für rund 8,5 Millionen der jährlich 21 bis 25 Millionen
Notfallpatienten verantwortlich. Die DGINA betrachtet die Erhebung daher als
aussagekräftig für die schwierige Belastungssituation der Notaufnahmen in
Deutschland.
Kontakt
Bei Fragen zu "frontal" im ZDF erreichen Sie Thomas Hagedorn telefonisch unter
06131 - 70-13802 oder per E-Mail unter hagedorn.t@zdf.de.
Bei Fragen zu dieser "frontal"-Recherche erreichen Sie Beate Frenkel telefonisch
unter 030 - 2099-2272 oder per E-Mail unter frenkel.b@zdf.de.
Sie erreichen die ZDF-Kommunikation per E-Mail unter pressedesk@zdf.de oder
telefonisch unter 06131 - 70-12108.
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Weitere Informationen
- "frontal" im ZDF streamen (https://www.zdf.de/frontal-108)
- "frontal"-Dokumentationen im ZDF streamen
(https://www.zdf.de/dokus/frontal-die-doku-100)
- Presseinformation zu "frontal"
(https://presseportal.zdf.de/pressemappe/frontal-2)
Pressekontakt:
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OTS: ZDF
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ZDF
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