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Bundeshaushalt 2027: Schwerpunkt muss auf Investitionen liegen |
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| 6.07.2026 17:50 Uhr |
ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe |
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Berlin (ots) - Das Bundeskabinett hat heute den Regierungsentwurf zum
Bundeshaushalt 2027 beschlossen. Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des
Zentralverbands Deutsches Baugewerbe:
"Mit Ausgaben von weit über einer halben Billion Euro und einer Neuverschuldung
von über 200 Milliarden Euro ist klar: Die Ausgabenpolitik des Bundes,
insbesondere im Sozialbereich, kann so nicht weitergehen. Dieser Entwurf zeigt
dem Land, dass wir an echten Reformen nicht mehr vorbeikommen.
Umso wichtiger ist es jetzt, Klarheit bei der Infrastrukturfinanzierung zu
gewinnen. Die Autobahn GmbH muss endlich einen geschlossenen und eigenständigen
Finanzierungskreislauf erhalten. Es wäre eine Illusion zu glauben, dass die
milliardenschweren Infrastrukturaufgaben nach Auslaufen des Sondervermögens
einfach wieder aus dem laufenden Kernhaushalt gestemmt werden können.
Unser Vorschlag: Die Autobahn GmbH muss die Mauteinnahmen direkt erhalten und
selbst kreditfähig werden. Nur durch einen eigenständigen Finanzierungskreislauf
wird es gelingen, unsere Infrastruktur in Schuss zu halten.
Wie dringend das ist, zeigt ein Blick in die mittelfristige Finanzplanung: Bis
2030 droht im Infrastrukturbereich eine Unterdeckung von mindestens 3 Milliarden
Euro. Was das für die Straßen im Land bedeuten würde, will man sich nicht
ausmalen.
Sorge bereitet uns auch die Kürzung der Wohnungsbauprogramme. Gerade angesichts
der stark gestiegenen Zinsen brauchen die Menschen jetzt eine verlässliche
Förderung, etwa durch eine KfW-Zinsstütze, um überhaupt noch in die eigene
Immobilie investieren zu können. Über zwei Drittel aller Wohnungen in
Deutschland werden von privaten Bauherren in Auftrag gegeben. Fällt diese
Förderung weg, wird sich die Wohnungskrise im Land noch weiter verschärfen.
Um den Wohlstand in unserem Land zu sichern, muss die Wirtschaft angekurbelt
werden. Das gelingt nur mit zusätzlichen Investitionen. Genau dafür wurde das
Sondervermögen geschaffen, und genau dafür muss es auch eingesetzt werden. Es
darf keine Verschiebungen zwischen Kernhaushalt und Sondervermögen geben; jeder
Sondervermögen-Euro muss zusätzlich in Investitionen fließen. Nur so
rechtfertigt sich eine derart hohe Verschuldung, nur so entsteht die Chance auf
echtes Wirtschaftswachstum."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail mailto:rabe@zdb.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/33001/6309270
OTS: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
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