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Blutplasmapräparate: Versorgungssicherheit essenziell für GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz - PPTA Deutschland appelliert an den Gesundheitsausschuss |
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| 6.07.2026 19:35 Uhr |
Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) |
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Berlin (ots) - Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages befasst sich
morgen in einer Sondersitzung abschließend mit dem Gesetz zur Stabilisierung der
Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Plasma Protein
Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) begrüßt, dass der aktuelle
Gesetzentwurf die besondere Stellung von Blutplasmapräparaten als
versorgungskritische Arzneimittel mit speziellen Produktionsbedingungen mit der
Ausnahme vom ergänzenden Herstellerabschlag anerkennt. Angesichts der laufenden
Diskussionen über die Ausgestaltung des Herstellerabschlags spricht sich PPTA
Deutschland für eine differenzierte Betrachtung aus.
Blutplasmapräparate sind keine gewöhnlichen Arzneimittel
Blutplasmapräparate werden aus Blutplasmaspenden von freiwilligen Spendern
gewonnen und können nicht chemisch-synthetisch hergestellt werden. Sie sind für
viele Patient:innen mit schweren und seltenen Erkrankungen alternativlos und
werden darüber hinaus für die Grund- und Krisenversorgung benötigt. Entsprechend
führen die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische
Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) Blutplasmapräparate auf ihren Listen
versorgungskritische Arzneimittel und Wirkstoffe.
Gleichzeitig unterscheidet sich ihre Produktion grundlegend von der
herkömmlicher chemisch-pharmazeutischer Arzneimitteln. Die Herstellungsdauer ist
mit sieben bis zu zwölf Monaten besonders lang und bedarf langfristiger Planung.
Die Kosten liegen damit etwa viermal höher als bei klassischen Arzneimitteln.
Für die meisten Blutplasmapräparate gilt bereits seit Jahren ein erweitertes
Preismoratorium, sodass gestiegene Produktionskosten im Preis nicht abgebildet
werden können. Blutplasmapräparate sind also keine Kostentreiber in den Ausgaben
der gesetzlichen Krankenkassen.
Kostendämpfungsmaßnahmen, die nicht zwischen Wirkstoffklassen differenzieren,
treffen Hersteller von Blutplasmapräparaten daher überproportional.
Differenzierter Ansatz ist weiterhin geboten
Die Versorgung steht bereits jetzt unter Druck. Zusätzlich steigt der Druck auf
die Branche kontinuierlich. Die Gründe dafür sind die Erweiterung des
medizinischen Indikationsspektrums, höhere Produktionskosten und eine
stagnierende Spendenbereitschaft in der Bevölkerung; hier spielt insbesondere
der demografische Wandel und der hohe Anteil älterer Spender und Spenderinnen
eine Rolle. Blutplasmapräparate sind demnach medizinisch unverzichtbar und ihre
Herstellung besonders komplex.
Daher hat PPTA Deutschland die Ausnahme von versorgungskritischen Wirkstoffen
vom dynamisierten Herstellerabschlag im ersten Entwurf des
GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes begrüßt. Es stellt einen notwendigen
Schritt für eine resiliente und nachhaltige Versorgung von Patient:innen dar.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zum Herstellerabschlag sollte
die Versorgung mit versorgungskritischen Wirkstoffen auch weiterhin strukturell
abgesichert werden.
" Die im ersten Gesetzentwurf enthaltene Berücksichtigung versorgungskritischer
Blutplasmapräparate ist sachlich geboten. In der aktuellen Phase vor
Verabschiedung des Gesetzes ist es daher wichtig, dass die Sonderstellung von
Blutplasmapräparaten weiter gewahrt wird. Nur so kann die Versorgung von
Patient: innen mit schweren und seltenen Erkrankungen langfristig gesichert
werden " so Dr. Petros Gatsios, Vorstandsvorsitzender von PPTA Deutschland.
Über die PPTA
Die Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) ist ein
dynamischer Industrieverband, der einen einzigartigen Bereich innerhalb der
Biologika- und Biotechnologiebranche vertritt. Die PPTA repräsentiert mehr als
1.000 Blutplasmaspendezentren in Nordamerika und Europa, davon über 70 in
Deutschland, sowie die Hersteller lebenswichtiger Blutplasmapräparate. Unsere
Mitgliedsunternehmen produzieren rund 50 % der in Europa hergestellten Produkte
in diesem Bereich und setzen globale Standards für die Gewährleistung von
Qualität und Sicherheit bei der Blutplasmaspende sowie bei der Verarbeitung von
Blutplasma zu Arzneimitteln.
Pressekontakt:
Marilena Vrana
Vice President, Public Affairs & EU Operations
mailto:mvrana@pptaglobal.org
+32 487 558 679
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182180/6309327
OTS: Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPT
A)
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA)
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