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Kein Wendepunkt auf Weltnaturkonferenz in Jerewan: Deutsche Umwelthilfe fordert ressortübergreifenden Einsatz für Biodiversitätsziele bis 2030 und Abbau naturschädigender Subventionen |
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| 30.10.2026 16:10 Uhr |
Deutsche Umwelthilfe e.V. |
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Berlin/Jerewan (ots) - Nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat die
Weltnaturkonferenz in Jerewan noch nicht den erhofften Wendepunkt im Kampf gegen
das weltweite Artensterben gebracht. Die Bundesregierung und die EU traten zwar
mit starker Stimme für den weltweiten Schutz und die Wiederherstellung der Natur
auf, etwa beim Abbau umweltschädigender Subventionen. Die DUH fordert die
Bundesregierung auf, diese Ambitionen nun auch in die national anstehenden
politischen Entscheidungen zu übertragen.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Die Konferenz in Jerewan zeigt, dass der Multilateralismus auch in schwierigen
Zeiten noch funktioniert. Dennoch ist das notwendige Signal ausgeblieben, um die
vereinbarten Biodiversitätsziele bis 2030 zu erreichen . Den starken Worten der
Bundesregierung auf der internationalen Bühne müssen nun auch starke Taten auf
europäischer und nationaler Ebene folgen. Bei immer knapperen Mitteln im
Bundeshaushalt sollte es ein No-Brainer sein, naturschädigende Subventionen
abzubauen. Deutschland gibt jedes Jahr über 65 Milliarden Euro an Steuergeld für
die Naturzerstörung aus, etwa für den Bau neuer Straßen und anderer grauer
Infrastruktur, naturschädigende Landwirtschaftspraktiken, Dienstwagenprivilegien
oder Tankrabatte. Wir erwarten von der Bundesregierung, schnellstmöglich einen
Plan zum Abbau naturschädigender Subventionen vorzulegen und umzusetzen . Hier
sind neben dem Umweltministerium auch das Finanz-, Verkehrs-, Wirtschafts- und
Landwirtschaftsministerium in der Verantwortung."
Hintergrund:
Die Weltnaturkonferenz in Jerewan (CBD COP17) zog erstmals global Bilanz und
sollte konkrete Schritte für die beschleunigte Umsetzung des 2022 beschlossenen
Weltnaturabkommens mit seinen 23 Biodiversitätszielen beschließen. Dazu gehören
unter anderem das Ziel, 30 Prozent der Land- und Meeresflächen wirksam zu
schützen und zu vernetzen, die Halbierung der Risiken durch Pestizide sowie die
Identifikation, der Ab- und Umbau biodiversitätsschädigender Subventionen. 196
Staaten rangen zwei Wochen um Kompromisse und einen gemeinsamen Weg nach vorne
im Kampf gegen das weltweite Artensterben.
Link:
Gemeinsames Statement zur 17. UN-Biodiversitätskonferenz:
https://l.duh.de/pz261030
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6381200
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Umwelthilfe e.V.
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