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Halle (ots) - Sachsen-Anhalts Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck (SPD) hat
kleine und mittelgroße Wirtschaftsunternehmen aufgerufen, mehr für die
Integration ausländischer Arbeitnehmer zu tun. "Wir stoßen da noch an Grenzen",
sagte sie der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe).
"Vor allem große Unternehmen sagen uns zwar: Wir integrieren ausländische
Arbeitnehmer und werden das auch weiter tun." Die Zahl dieser Betriebe sei aber
noch zu niedrig. "Es gibt viele kleine Handwerksbetriebe, die es gar nicht erst
probieren und sich lieber auf einen Schrumpfprozess einstellen, als das
Potenzial ausländischer Arbeitnehmer zu nutzen", kritisierte Möbbeck.
Im Blick hat die Staatssekretärin den Arbeitsmarkt. Zahlreiche Unternehmen in
Sachsen-Anhalt suchen Arbeitskräfte. "Teilweise gibt es die Sorge, dass die
Belegschaft das nicht mitträgt", sagte Möbbeck über bestehende Vorbehalte
gegenüber Migranten. Studien würden aber Entwarnung geben und zeigen, "dass
persönliche Kontakte mit Migranten meist als positiv wahrgenommen werden".
Halles Handwerkskammer-Präsident Thomas Keindorf betonte auf MZ-Anfrage
allerdings, dass die Lage in der Praxis meist kompliziert sei. "Größere Betriebe
haben eher die Möglichkeit, dass jemand die Integration aktiv begleitet." Er
betonte: "Die Beherrschung der deutschen Sprache ist in vielen Bereichen eine
Grundvoraussetzung, sei es in der Berufsschule, beim Arbeitsschutz oder im
Kundenkontakt."
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Mitteldeutsche Zeitung
Jan Schumann
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OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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