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Osnabrück (ots) - Die Welthungerhilfe hat vor den verheerenden Auswirkungen des
Iran-Krieges auf die Versorgungslage der Bevölkerung im Bürgerkriegsland Sudan
gewarnt.
"Seit der Blockade der Straße von Hormus und dem Beginn des Irankriegs sind die
Preise für Lebensmittel und insbesondere für Treibstoff massiv nach oben
gegangen", sagte der Generalsekretär und Vorstandsvorsitzende der
Welthungerhilfe, Mathias Mogge, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(noz). Für die Menschen im Sudan sei es kaum noch möglich, sich angesichts der
"explodierenden Preise" selbst zu versorgen. "Der Preis für Weizen auf dem
sudanesischen Markt ist um 70 Prozent gestiegen, Treibstoffpreise teilweise bis
zu 80 Prozent."
Laut der Welthungerhilfe seien in dem ostafrikanischen Land 33,7 Millionen
Menschen auf Hilfe angewiesen, 11,6 Millionen seien auf der Flucht. "Damit ist
es die größte humanitäre Krise der Welt", so Mogge gegenüber noz.
Mit Blick auf die internationale Sudan-Konferenz in Berlin am 15. April fordert
Mogge von der Weltpolitik mehr finanzielle Unterstützung für das afrikanische
Land. Diese dürften nicht an diplomatische Fortschritte der
Friedensverhandlungen geknüpft sein.
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