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München (ots) - Neue Consors Finanz Studie zeigt: Jede sechste berufstätige Frau
fühlt sich trotz eigenem Einkommen finanziell nicht frei.
Wer ein eigenes Einkommen hat, ist finanziell unabhängig - so lautet die gängige
Annahme. Die Realität vieler Frauen in Deutschland sieht dennoch anders aus.
16,3 Prozent von ihnen verdienen eigenes Geld und fühlen sich trotzdem nicht
finanziell frei. Eine neue Studie von Consors Finanz belegt dies und zeigt:
Finanzielle Selbstbestimmung scheitert in Deutschland nicht am Einkommen allein,
sondern an fehlender Absicherung, Wissenslücken und einem gefühlten
gesellschaftlichen Stigma, das offene Gespräche über Geld bis heute hemmt.
Knapp jede vierte Frau (24,8 Prozent) gibt an, dass ihre finanzielle Situation
sie belastet - bei Männern sind es 18,6 Prozent. Besonders unter Druck stehen
junge Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren mit 32,7 Prozent. Auch die Gruppe der
30- bis 39-Jährigen fühlt sich durch ihre finanzielle Lage überfordert (27,9
Prozent). Letztere Gruppe stemmt häufig gleichzeitig Familienaufbau, steigende
Lebenshaltungskosten und erste größere Investitionsentscheidungen. Dieser Spagat
schlägt sich in konkreten Zahlen nieder: Mit 13 Prozent greifen die 30- bis
39-jährigen Frauen am häufigsten regelmäßig auf den Dispokredit zurück.
Astrid Drechsel-Grau, Chief Strategy & Engagement Officer bei Consors Finanz
klärt auf: "Finanzierungen wie Dispokredit oder Kreditkarte sollten nur in
seltenen Ausnahmefällen als finanzielle Überbrückung genutzt werden, da die
hohen Zinsen rasch in eine Schuldenfalle führen können. Ein Ratenkredit ist
häufig günstiger und ermöglicht eine besser planbare Rückzahlung."
Aufschieben als Strategie
Warum fühlen sich so viele Frauen finanziell unsicher? Ein zentrales Ergebnis
der Studie: Viele Frauen meiden Finanzthemen aktiv. Knapp jede Sechste (16,6
Prozent) der befragten Frauen schiebt Vorsorge, Geldanlage oder Steuerfragen
häufig oder sehr häufig vor sich her. Bei jungen Frauen zwischen 18 und 29
Jahren ist dieses Muster besonders ausgeprägt: mehr als jede Dritte (37,1
Prozent) tut dies regelmäßig. Gleichzeitig geben 22,8 Prozent dieser Gruppe an,
sich bei Finanzthemen unsicher zu fühlen und sich klare
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu wünschen.
Astrid Drechsel-Grau ordnet die Ergebnisse ein: "Unsere Studie zeigt: Junge
Frauen meiden Finanzthemen nicht aus Desinteresse, sondern aus Unsicherheit.
Mehr als jede Dritte schiebt Finanzentscheidungen regelmäßig auf - genau in der
Lebensphase, in der sie langfristig am meisten bewirken. Das ist ein klarer
Auftrag an uns als Branche: einfacher, klarer und relevanter zu kommunizieren."
Der Notgroschen fehlt
Nur 38,9 Prozent aller befragten Frauen haben einen finanziellen Puffer für
unvorhergesehene Ausgaben angelegt. 33,1 Prozent machen sich regelmäßig Gedanken
über unerwartete Ereignisse, die sie in Schwierigkeiten bringen könnten. Doch
nur 18 Prozent wissen, was bei einem finanziellen Engpass zu tun ist.
Besonders hart trifft es einkommensschwächere Haushalte: Bei einem monatlichen
Nettoeinkommen unter 1.000 Euro haben lediglich 13 Prozent aller befragten
Personen einen Notgroschen gebildet und nur 9,8 Prozent dieser Gruppe wüssten
bei einem finanziellen Engpass sofort, was zu tun ist. Da Frauen häufiger in
Teilzeit arbeiten, durch die Gender Pay Gap oft schlechter als Männer bezahlt
werden und öfter Erwerbsunterbrechungen unterliegen, sind sie von dieser
Absicherungslücke überproportional stark betroffen.
Digitale Tools und Kredite kaum genutzt
Es gäbe Wege aus dieser Lücke, die laut Studie aber selten gegangen werden.
Während unter den Männern 19,9 Prozent digitale Apps oder Plattformen nutzen, um
ihre Finanzen zu verwalten, sind es unter den Frauen gerade einmal 12,4 Prozent.
Dabei könnten genau diese Anwendungen Frauen einen niedrigschwelligen, flexiblen
Einstieg in komplexe Finanzthemen bieten. Die Studie zeigt: in der Gruppe der
18- bis 29-jährigen Frauen ist die Nutzung mit 18,4 Prozent noch am höchsten -
mit dem Alter nimmt die Nutzung ab.
Kredite und Ratenzahlungen werden von der Gesamtbevölkerung - sowohl in der
Gruppe der Männer als auch in der Gruppe der Frauen - allen voran für klassische
Anschaffungen in Betracht gezogen: Autokauf (33,8 Prozent) sowie Immobilien und
Renovierungen (32,6 Prozent) führen die Liste an. Investitionen in die eigene
Selbstständigkeit (11,7 Prozent) oder in Aus- und Weiterbildung (8,7 Prozent)
spielen weniger eine Rolle, obwohl gerade diese Bereiche langfristig
wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken.
"Wir lassen heute zentrale Hebel liegen: Digitale Tools könnten den einfachen
Einstieg in Finanzthemen bieten. Sie werden aber zu selten genutzt. Und Kredite
werden meist als Konsumhilfe verstanden und nicht als Investition in
Qualifikation und Unabhängigkeit", sagt Astrid Drechsel-Grau.
Scham macht stumm
Offen über finanzielle Probleme im eigenen Umfeld zu sprechen, fällt 28,2
Prozent der Frauen schwer. Ein Viertel der befragten Frauen (24,1 Prozent) gibt
an, sich sogar zu schämen, wenn sie Ratenkäufe tätigen oder ihr Konto
überziehen. Gleichzeitig betrachten 30,6 Prozent der Frauen einen Kredit als
normales Planungswerkzeug, sofern Konditionen transparent sind und die Rate ins
Budget passt.
Astrid Drechsel-Grau : "Offen über Geld zu sprechen lohnt sich im privaten
Umfeld und insbesondere in der Partnerschaft. Es schafft Wissen, erhöht die
Entscheidungssicherheit und macht unabhängiger. Wer Fragen stellt, Begriffe
versteht und Erfahrungen teilt, kann Angebote besser vergleichen, Risiken
realistischer einschätzen und finanzielle Schritte selbstbewusster planen."
Frauen gezielt ansprechen
Frauen in Deutschland sind finanziell schlechter abgesichert, dadurch stärker
belastet und seltener Kundinnen aktiver Finanzplanung. Nicht aus Desinteresse,
sondern weil Produkte, Kommunikation und Beratungsangebote ihre
Lebenswirklichkeit nicht abbilden.
"Unternehmen, die Frauen gezielt ansprechen- mit verständlichen Angeboten,
digitalen Zugangspunkten und einer Kommunikation ohne Scham - erschließen nicht
nur eine unterversorgte Zielgruppe. Sie leisten einen messbaren Beitrag zur
finanziellen Gleichstellung", so Astrid Drechsel-Grau .
Methodik
Die Consors Finanz-Studie wurde in Deutschland unter Personen im Alter von 18
bis 74 Jahren durchgeführt. Die Erhebung erfolgte vom 5. bis 9. Februar 2026 als
eBUS-Online-Befragung in Zusammenarbeit mit Nielsen IQ. Die Stichprobengröße
betrug n = 1.005. Darunter 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer.
Über Consors Finanz
Consors Finanz steht für finanzielle Selbstbestimmung in jeder Lebenssituation.
Daher setzt das Unternehmen auf Finanzierungs- und Versicherungslösungen, die
sich flexibel an die Zahlungsfähigkeit der Kund:innen anpassen lassen. Ob
dynamische Kreditrahmen, individuelle Finanzierungen oder anpassbare
Kartenprodukte - mit dem digitalen Banking von Consors Finanz nehmen Kund:innen
ihre Liquidität selbst in die Hand. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative
Technologien, höchste Sicherheitsstandards und eine verantwortungsvolle
Kreditvergabe.
Consors Finanz zählt zu den führenden Anbietern von Konsumentenkrediten in
Deutschland. Vor allem im Retail-, E-Commerce- und Automotive-Geschäft gehört
das Unternehmen zu den anerkannten Finanzierungsspezialisten. Das breite Angebot
richtet sich an Partner wie Handelsunternehmen und Makler, zum Beispiel zur
Absatzfinanzierung, sowie an Endkund:innen für die Konsumfinanzierung und
Umschuldung. Hinzu kommen ergänzende Versicherungs- und Zusatzprodukte, die
Consors Finanz mit Kooperationspartnern anbietet. Consors Finanz ist eine Marke
der internationalen BNP Paribas Gruppe. http://www.consorsfinanz.de/
Blog: Lass uns über Geld reden, Schatz - Warum Paare über ihre Finanzen reden
sollten (https://www.consorsfinanz.de/finanzen-in-partnerschaften-lass-uns-ueber
-geld-reden-schatz-1691d407b61452ac)
Über BNP Paribas in Deutschland
BNP Paribas ist eine führende europäische Bank mit internationaler Reichweite.
Sie ist mit rund 183.000 Mitarbeitenden in 63 Ländern vertreten, davon nahezu
146.000 in Europa. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und
hat sich mit zwölf Geschäftseinheiten erfolgreich am Markt positioniert.
Privatkund:innen, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 6.000
Mitarbeitenden bundesweit in allen relevanten Wirtschaftsregionen betreut. Das
breit aufgestellte Produkt- und Dienstleistungsangebot von BNP Paribas
entspricht dem einer innovativen Universalbank. http://www.bnpparibas.de/
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Consors Finanz
Marc-Oliver Voigt
Pressesprecher
E-Mail: mailto:presse@consorsfinanz.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/78451/6254871
OTS: Consors Finanz BNP Paribas
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