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Potsdam (ots) - Skagerrak im Video: Die neue Ausgabe der "Militärgeschichte"
enthält erstmals eine animierte Karte, die den Beitrag zur Schlacht vor dem
Skagerrak begleitet. Zudem geht es um den US-amerikanischen
Unabhängigkeitskrieg, die Geschichte der Reichsarmee und die Schlacht bei
Ridgeway. Ein weiterer Beitrag fängt die letzten Tage der DDR in Skizzen ein.
Skagerrakschlacht
Vor 110 Jahren fand eine der berühmtesten Schlachten der Marinegeschichte statt.
250 Kriegsschiffe der Royal Navy und der Kaiserlichen Marine trafen am 31. Mai
1916 in der Schlacht vor dem Skagerrak aufeinander. Während die Armeen bereits
seit Beginn des Ersten Weltkrieges intensive Gefechte geführt hatten, hatten die
Marinen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht die in sie gesetzten hohen
Erwartungen als potenziell kriegsentscheidende High-Tech-Waffe erfüllt. Dieser
Tatsache wollte der damalige Chef der Hochseeflotte, Vizeadmiral Reinhard
Scheer, entgegenwirken und führte die Kaiserliche Marine in eine Seeschlacht,
die zwar zu den größten der Geschichte zählt, aber am Ende ohne wirklichen
Sieger blieb, wie Christian Jentzsch aufzeigt.
Bei den Gefechten im Skagerrak kam zweimal das klassische Marinemanöver
"Crossing the T" zum Einsatz, das es einem der Widersacher ermöglichte, die
volle Breitseite der Bordartillerie gegen die feindlichen Schiffe einzusetzen.
Wer sich schon immer gefragt hat, wie dieses Manöver konkret abläuft, erhält in
unserem aktuellen Video und begleitend zum Beitrag einen detaillierten Einblick
in den Gefechtsverlauf als animierte Karte.
250 Jahre Unabhängigkeit der USA
Am 4. Juli 1776 verfügten die USA mit der Declaration of Independence ihre
Unabhängigkeit. Die damals 13 nordamerikanischen Kolonien sagten sich von
Großbritannien los. Dabei war der bereits seit 1775 andauernde
Unabhängigkeitskrieg Teil eines größeren Kriegskomplexes, wie Volker Depkat in
seinem Beitrag schildert. Den Unabhängigkeitskrieg prägte dabei vor allem die
internationale Dimension - an ihm waren am Ende vier Nationen beteiligt und er
wurde mit regulären Armeen und europäischer Strategie und Taktik geführt. Die
USA gelten seither als die älteste konstitutionelle Demokratie der modernen
Welt.
Schlacht von Ridgeway
Auch andere Nationen strebten nach Freiheit und Unabhängigkeit. Knapp hundert
Jahre nach dem Amerikanischen Revolutionskrieg folgte eine weitere Schlacht auf
amerikanischem Boden, die als erste Schlacht der kanadischen Militärgeschichte
gilt: die Schlacht bei Ridgeway. Am 2. Juni 1866 wollten Mitglieder der Fenian
Brotherhood Teile der britischen Kolonien in Kanada erobern, um diese gegen die
Freiheit Irlands zu "tauschen", das zu dieser Zeit Teil des Vereinigten
Königreichs war, aber ebenfalls eher den Status einer Kolonie hatte. Wie
erfolgreich sie bei diesem Unterfangen waren und welche Bedeutung die Schlacht
wiederum für die kanadischen Streitkräfte hatte, beleuchtet Björn Mielbrandt in
unserer Rubrik "Militärgeschichte im Bild".
Militär in Skizzen
1989/90 waren die letzten Tage der DDR bereits gezählt. Doch die offizielle
Propagandamaschinerie der Sowjetunion lief zunächst noch weiter. Hier wurde in
der Regel ein positives Bild des sowjetischen Militärs als "Sieger des
Weltkrieges" gezeichnet. Der Beitrag von Michael Paterson (Skizzen) und Klaus
Storkmann (Text) zeigt indes auf, dass die Realität oftmals von diesen
Darstellungen abwich. Der Brite Paterson reiste in den letzten Monaten ihres
Bestehens durch die DDR und durch Ost-Berlin und hielt seine Eindrücke in
Skizzen fest, die erstmals in der aktuellen Ausgabe der ZMG veröffentlicht
werden. Sie machen ein Stück Alltags-Militärgeschichte der DDR sichtbar.
Begleitet werden die Zeichnungen durch Einordnungen von Klaus Storkmann, der die
Skizzen fachlich in ihren zeitgenössischen Kontext einbettet.
Die Reichsarmee
Zwischen 962 und 1806, also über 800 Jahre lang, existierte das Heilige Römische
Reich (Deutscher Nation). Etwa die Hälfte dieser Zeit verfügte dieses auch über
eine Armee, die Reichsarmee, die sich an zahlreichen Kriegen beteiligte. Zu den
bedeutendsten Einsätzen gehören der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688-1697), der
Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) und der Siebenjährige Krieg (1756-1763).
Doch als wie schlagkräftig erwies sich die Kontingentarmee, die auf einer losen
föderalen Ordnung basierte, in den dortigen Gefechten? Robert Riemer beleuchtet
in seinem Beitrag genauer, ob es sich bei der Reichsarmee um eine
ernstzunehmende Streitmacht oder, wie oftmals konstatiert, doch eher um einen
Papiertiger handelte.
Die Ausgabe finden Sie kostenlos zum Download auf unserer Website (https://zms.b
undeswehr.de/de/publikationen-ueberblick/militaergeschichte-zeitschrift-historis
che-bildung-heft-2026-2-6090706) .
Pressekontakt:
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
0331 9714 400
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/171701/6254897
OTS: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bu
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