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Berlin (ots) - Zu der in der Koalitionsklausur beschlossenen Entlastungsprämie
erklärt Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft:
"Die Ergebnisse der Koalitionsklausur sind für die Bau- und Ausbauwirtschaft
schlicht enttäuschend. Statt dringend benötigter Entlastungen für die Betriebe
liefert die Bundesregierung das Gegenteil: Sie wälzt die Kosten ihrer Maßnahmen
einseitig auf die Unternehmen ab.
Die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte mag
politisch gut klingen - wirtschaftlich ist sie für viele Betriebe realitätsfern.
Angesichts explodierender Material- und Rohstoffkosten arbeiten zahlreiche
Unternehmen längst an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Die steigenden
Insolvenzzahlen zeigen unmissverständlich, wie ernst die Lage ist. Für viele
Betriebe ist eine solche Prämie schlicht nicht finanzierbar.
Es gilt ein einfacher Grundsatz: Verteilt werden kann nur, was zuvor
erwirtschaftet wurde. Wer das ignoriert, gefährdet Arbeitsplätze und
unternehmerische Substanz.
Die Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter ist zwar überfällig und ein
richtiger Schritt. Doch sie kommt spät und reicht bei weitem nicht aus. Trotz
dieser Maßnahme bleibt der wirtschaftliche Druck auf Verbraucher und Betriebe
hoch.
Klar ist: Ohne schnelle strukturelle Maßnahmen - von einer Ausweitung des
Energieangebots bis hin zu tragfähigen Sozialversicherungen - droht dem Standort
ein weiterer Verlust an Wettbewerbsfähigkeit."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Kommunikation und Presse
Bundesvereinigung Bauwirtschaft
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OTS: Bundesvereinigung Bauwirtschaft
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