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Leinfelden-Echterdingen (ots) - Von wegen Traum von den eigenen vier Wänden: In
keinem europäischen Land leben so viele Immobilienmuffel wie in Deutschland. Das
ist ein Ergebnis des Europa-Wohnimmobilien-Trendreports des
Immobilienmakler-Netzwerks Remax mit europaweit mehr als 21.000 Befragten.
Danach hat nahezu jeder Dritte in Deutschland (31 Prozent) keinerlei Interesse
an eigenem Wohneigentum. Mit diesem Wert belegt die Bundesrepublik den absoluten
Spitzenplatz. Er ist mehr als doppelt so hoch wie europäische Durchschnitt von
15 Prozent.
Entsprechend bleibt Deutschland ein Land der Mieterinnen und Mieter. Laut der
Umfrage ist deren Anteil mit 63 Prozent so hoch wie nirgendwo sonst in Europa.
Die Schweiz erfolgt zwar mit dichtem Abstand (62 Prozent), Platz drei in der
Rangliste der Länder mit hoher Mieterquote teilen sich dann aber erst Österreich
und Finnland mit 48 Prozent. Im europäischen Schnitt liegt der Anteil der Mieter
dort nur bei 29 Prozent.
Die Gründe für das fehlende Interesse an selbstgenutztem Immobilieneigentum sind
vielfältig: Besonders stark fällt ins Gewicht, dass die Befragten mit der
aktuellen Situation zum Beispiel als Mieter zufrieden sind (57 Prozent) oder die
Verpflichtungen vermeiden wollen, die mit Wohneigentum in Verbindung stehen (30
Prozent). Nahezu jeder fünfte Immobilienmuffel (18 Prozent) schätzt die
Flexibilität des Mietens.
Loredana Scirè, Pressesprecherin von Remax Germany: "Die hohe Mietquote sorgt
immerhin dafür, dass Mieter flexibler auf Jobwechsel reagieren können. Gerade
die immensen Grunderwerbsteuern in Deutschland hemmen flexible Immobilienwechsel
bei Eigentümern."
Eigentümerquote in Deutschland traditionell niedrig
In der aktuellen Umfrage geben 32 Prozent der Befragten an, dass sie in einer
selbstgenutzten eigenen Immobilie leben, die ihnen entweder bereits gehört oder
die sie gerade abbezahlen.
Loredana Scirè: "Der konstant niedrige Anteil der Eigentümer in Deutschland ist
ein Warnsignal. Vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge ist eine Immobilie
ein wesentlicher Faktor, da sie mietfreies Wohnen im Ruhestand ermöglicht und
damit die monatlichen Fixkosten drastisch senkt oder zusätzliche Einnahmen aus
einer Vermietung bringt."
Europaweit die höchsten Eigentumsquoten finden sich in Süd- und Osteuropa.
Rumänien hat mit 83 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Bulgarien und Kroatien
mit jeweils 80 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen Italien und Litauen, wo
jeweils 79 Prozent der Befragten in selbstgenutztem Wohneigentum leben.
Loredana Scirè: "Die sinkende Eigentumsquote in Deutschland ist ein Hinweis
darauf, dass staatliche Förderprogramme, die Interessierte beim Kauf einer
eigenen Wohnimmobilie unterstützen, offensichtlich ins Leere laufen. Sie sind
meist eher Symbolpolitik als wirksames Instrument, unter anderem weil die
Förderung im Verhältnis zu den hohen Bau- und Erwerbskosten gering ist. Eine
Senkung der Kaufnebenkosten würde hier mehr helfen".
"Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Finanzierung weiterhin die größte
Hürde für den Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie. Um mehr Menschen in
Eigentum zu bringen, wäre auch eine Senkung des notwendigen Eigenkapitalanteils
hilfreich. Maklerinnen und Makler sind dann aber gefordert, nicht nur bei der
Auswahl einer Immobilie, sondern auch bei der Finanzierung beratend unterstützen
zu können", so Scirè.
Besonders lange Ansparphase in Deutschland
Aufgrund der vergleichsweise satten Kaufnebenkosten brauchen Käuferinnen und
Käufer in Deutschland im Schnitt 10,2 Jahre, um eine Anzahlung für ihre erste
Immobilie anzusparen. Damit liegt Deutschland europaweit auf dem letzten Platz.
Im Durchschnitt sparen Europäer rund 7,3 Jahre auf ihre Immobilien-Anzahlung. Am
schnellsten geht es mit lediglich vier Jahren in Finnland.
Über den Remax-Europa-Wohnimmobilien-Trendreport 2025
Das Immobilienmakler-Netzwerk Remax hat eine Befragung unter mehr als 21.000
erwachsenen Personen durchgeführt, um aufkommende Trends zu erkennen und zu
verstehen, die den Immobilienmarkt und damit auch den Maklermarkt in den
kommenden Jahren beeinflussen werden. Die Befragung wurde in Bulgarien,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien,
Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn und dem
Vereinigten Königreich durchgeführt.
Über Remax
Mit den meisten Transaktionen pro Makler ist Remax, gegründet 1973 in den USA,
das erfolgreichste Immobilienmakler-Netzwerk der Welt. Seine Wachstumskraft
beruht zum einen auf der angebotenen Dienstleistung, zum anderen auf der
Organisation als Franchisesystem. In den USA und Kanada hatte Remax erheblichen
Anteil am Wandel des Immobilienmarktes vom Privatverkauf zur allgemeinen
Akzeptanz des Immobilienmaklers als professioneller Dienstleister. Remax Germany
sitzt in Leinfelden-Echterdingen. Strategisch wird Remax Germany maßgeblich von
Adrian Burry geprägt, der auf über 30 Jahre internationale Remax Erfahrung
zurückblickt. Die Geschäftsführung verantwortet Gesellschafter Mischa Kunz. In
über 150 Immobilienbüros vermitteln über 800 Maklerinnen und Makler Immobilien
in Deutschland. Weltweit arbeiten bei Remax derzeit etwa 145.000
Immobilienmakler in ca. 9.000 Büros in mehr als 110 Ländern. Mehr Informationen
unter: http://www.remax.de
Pressekontakt:
SCRIVO Communications
Johannes Boos
Tel: +49894523507-0
E-Mail: mailto:johannes.boos@scrivo.de
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OTS: RE/MAX Germany
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