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Straubing (ots) - Es ist eine bittere Ironie, dass die Maschinen in der
Festwoche am Boden bleiben. Piloten und Flugbegleiter sind im Streik und
wechseln sich dabei wechselseitig ab. (...)
Während der Kampf der Flugbegleiter für die von der Entlassung bedrohten
Kollegen verständlich ist, müssen sich Piloten die Frage gefallen lassen, ob sie
nicht überziehen. Man kann ein Unternehmen auch kaputtstreiken. (...)
Im Schnitt verdienen die Flugzeugführer merklich über 100.000 Euro pro Jahr. Das
ist spürbar mehr als bei vielen anderen Airlines. Die Lufthansa wird es in den
nächsten Monaten schwerer haben, weil der Irankrieg auch die Preise für Kerosin
nach oben treibt und Fliegen teurer macht. (...)
Die Piloten sollten nicht die Hand beißen, die sie füttert. Darüber hinaus haben
sie auch eine gesellschaftliche Verantwortung, weil ihr Arbeitskampf die
Mobilität der Menschen deutlich beschneidet. Diese Verantwortung verpflichtet,
mit Streiks sehr sparsam umzugehen. Ausgerechnet das Firmenjubiläum zu
verhageln, ist unnötig. Das gilt auch für die Flugbegleiter.
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Straubinger Tagblatt
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Markus Peherstorfer
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