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Stuttgart (ots) - Digitale Bauplanung, Echtzeit-Daten aus der Luft und vernetzte
Projektplattformen verändern die Arbeit auf Baustellen grundlegend. Building
Information Modeling (BIM) ermöglicht eine präzisere Planung, Drohnen liefern
schnelle Bestandsaufnahmen und Fortschrittskontrollen, während Cloud-Lösungen
Teams, Architekten und Bauherren auf einer gemeinsamen Datenbasis
zusammenbringen. Die Baustelle wird damit zunehmend zu einem datengetriebenen
Arbeitsraum.
Digitalisierung am Bau ist kein Zukunftsthema mehr, sondern ein
Wettbewerbsfaktor - wer Informationen schneller und transparenter steuert, baut
effizienter und wirtschaftlicher. Hier erfahren Sie, welche Tools sich in der
Praxis bewährt haben, wo Investitionen wirklich Sinn ergeben und wie auch
mittelständische Bauunternehmen von modernen Technologien profitieren können.
Ganzheitliche Ansätze statt Einzellösungen
Auf Baustellen entstehen viele Probleme nicht durch das Bauen selbst, sondern
durch Abstimmungen, fehlende Informationen oder ungeklärte Zuständigkeiten.
Genau hier setzt die Digitalisierung an. Wenn Planung, Ausführung und
Dokumentation digital miteinander verbunden sind, lassen sich Informationen
schneller austauschen und Entscheidungen früher treffen.
Einzelne Tools reichen dafür allerdings nicht aus. Erst wenn Prozesse
durchgängig digital organisiert sind, entstehen spürbare Verbesserungen im
Ablauf. Dann werden Probleme früher erkannt, Abstimmungen verkürzen sich und
viele Konflikte lassen sich klären, bevor sie auf der Baustelle entstehen.
Die Effekte zeigen sich dabei oft nicht sofort. Sie werden vor allem im weiteren
Projektverlauf sichtbar, etwa dann, wenn weniger Nachträge entstehen,
Abstimmungsrunden entfallen und Abläufe stabil bleiben. Auf diese Weise lassen
sich Projekte verlässlicher steuern und Kosten besser kontrollieren.
BIM und vernetzte Prozesse als Grundlage
Eine zentrale Rolle spielt dabei die modellbasierte Planung mit BIM. Bauprojekte
können digital durchgespielt werden, bevor sie auf der Baustelle umgesetzt
werden. Dadurch lassen sich potenzielle Konflikte frühzeitig erkennen und im
Vorfeld lösen. Gleichzeitig ermöglicht die Arbeit am digitalen Modell,
Änderungen schneller zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Darauf aufbauend können vernetzte Plattformen und mobile Anwendungen den
Informationsfluss deutlich verbessern. Statt zeitintensiver Abstimmungen vor Ort
greifen alle Beteiligten auf eine gemeinsame Datenbasis zu. Gerade bei
unvorhergesehenen Ereignissen oder Mängeln verkürzen sich Entscheidungswege,
weil Informationen unmittelbar verfügbar sind und strukturiert verarbeitet
werden können.
Technologieeinsatz und praktische Effekte
Neben der digitalen Planung gewinnen auch neue Technologien auf Baustellen
zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise GNSS-gestützte Handscanner,
mit denen sich der aktuelle Zustand dreidimensional erfassen und rechtssicher
dokumentieren lässt. Ergänzend können Drohnen eingesetzt werden, um schnell
Bestandsdaten zu erfassen, Vermessungen durchzuführen oder den Baufortschritt zu
kontrollieren.
Solche Anwendungen verändern vor allem die Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von
Informationen. Prozesse, die früher mit erheblichem Zeitvorlauf verbunden waren,
lassen sich damit deutlich kurzfristiger umsetzen. Vermessungen oder Kontrollen
können - je nach Einsatz - innerhalb weniger Stunden erfolgen, wodurch sich
Verzögerungen reduzieren und Abläufe stabilisieren lassen.
Auch im Bereich der Maschinensteuerung zeigt sich Entwicklungspotenzial. Auf
Basis digitaler Modelle können Baumaschinen teilautomatisiert arbeiten, was die
Genauigkeit erhöht und Fehler reduziert. Allerdings sind dafür entsprechende
Investitionen erforderlich, sodass der Einsatz stark von den jeweiligen
Rahmenbedingungen und Unternehmensgrößen abhängt.
Anforderungen an Daten, Systeme und Organisation
Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an IT und
Datenmanagement. Die eingesetzten Plattformen müssen große Datenmengen
verarbeiten, verschiedene Systeme miteinander verbinden und dabei zuverlässig
funktionieren. Gleichzeitig wird es wichtiger, klar zu regeln, wo Daten
gespeichert sind, wer darauf zugreifen darf und wer sie weiterverarbeiten kann.
Gerade auf Baustellen mit vielen Beteiligten führt das sonst schnell zu
Unsicherheiten oder Abstimmungsproblemen.
Auch organisatorisch verändert sich einiges. Digitale Prozesse erfordern
Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen - Bau, Projektmanagement und IT
greifen enger ineinander. Während größere Unternehmen dafür eigene Teams
aufbauen, greifen mittelständische Betriebe häufig auf externe Unterstützung
zurück, um das notwendige Know-how abzudecken.
Unabhängig davon bleibt entscheidend, dass Prozesse klar definiert sind und die
eingesetzten Werkzeuge konsequent genutzt werden. Nur so entstehen verlässliche
Abläufe, in denen digitale Lösungen tatsächlich einen Unterschied machen.
Insgesamt entwickelt sich die Baustelle damit schrittweise zu einem vernetzten
Arbeitsumfeld, in dem Informationen zentral verfügbar sind. Wenn Planung,
Ausführung und Dokumentation ineinandergreifen, lassen sich Projekte nicht nur
effizienter steuern, sondern auch stabiler umsetzen.
Über Nicolai Nolle:
Nicolai Nolle ist Gründer und Geschäftsführer der viscan GmbH in Stuttgart. Seit
2011 treibt er die Integration von Vermessung, Drohnentechnologie, 3D-Scanning
und Building Information Modeling (BIM) voran. Mit seinem Unternehmen begleitet
er öffentliche Auftraggeber, Ingenieurbüros und Bauunternehmen bei der Umsetzung
digitaler Bauprozesse. Mehr Informationen unter: https://viscan.de
Pressekontakt:
viscan GmbH
Vertreten durch: Nicolai Nolle und Sebastian Lazic
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Ruben Schäfer
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