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Berlin (ots) - In diesen Wochen prägen wieder leuchtend gelbe Rapsfelder das
Landschaftsbild in Deutschland. Auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Hektar
steht der Winterraps derzeit in voller Blüte. Damit bleibt der Anbau stabil
oberhalb der Millionengrenze und bestätigt seine Bedeutung für den Ackerbau.
Die Aussaat im Spätsommer 2025 konnte überwiegend unter guten Bedingungen
erfolgen. Die Bestände haben den Winter insgesamt gut überstanden. Sinkende
Temperaturen seit Dezember sorgten für eine ausreichende Abhärtung der Pflanzen,
sodass größere Auswinterungsschäden in den meisten Regionen ausblieben.
Regional zeigen sich jedoch Unterschiede. Im Nordosten Deutschlands können sehr
niedrige Temperaturen im Januar lokal zu Schäden geführt haben, insbesondere
dort, wo eine schützende Schneedecke fehlte. Zudem verlief der Winter
vergleichsweise trocken, sodass die Wasserverfügbarkeit im Frühjahr zu einem
wichtigen Faktor für die weitere Entwicklung der Bestände werden kann.
Insgesamt präsentieren sich die Rapsbestände derzeit überwiegend in einem guten
bis sehr guten Zustand.
Deutschland gehört weiterhin zu den wichtigsten Rapsanbauländern in der
Europäischen Union, in der insgesamt rund 5,8 Millionen Hektar mit Raps bestellt
werden. Die jährliche Ernte liegt hierzulande in der Regel zwischen 3,8 und 4,3
Millionen Tonnen.
"Die stabile Anbaufläche zeigt, dass Raps für viele Betriebe ein verlässlicher
und wichtiger Bestandteil der Fruchtfolge bleibt", erklärt Stephan Arens,
Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
(UFOP). "Diese Ackerkultur verbindet wirtschaftliche Perspektiven mit
agronomischen Vorteilen."
Neben seiner ökonomischen Bedeutung trägt Raps durch seine tiefreichende
Durchwurzelung zur Verbesserung der Bodenstruktur bei und ist in der Blütezeit
eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.
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