|
Halle (ots) - Sachsen-Anhalts Ministerien und Behörden haben Probleme, genug
Personalnachwuchs zu finden. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Laut Landesfinanzministerium blieben
im Jahr 2025 zehn Millionen Euro ungenutzt, die eigentlich für die Ausbildung
neuer Azubis, Anwärter, Studenten und Referendare zurückgelegt waren. Das
entsprach etwa einem Siebtel des Gesamtbudgets für Personalnachwuchs, von 73
Millionen Euro wurden nur 63 Millionen genutzt. Die Zahlen legte das Ministerium
aufgrund einer Kleinen Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Olaf Meister
offen.
Alle Ministerien stünden vor der Herausforderung "einer insgesamt geringen Zahl
eingehender Bewerbungen", erklärte das Ministerium. Demnach sah es auch in den
Jahren zuvor nicht besser aus. So wurden 2024 nur 60 von 72 Millionen Euro des
Ausbildungsbudgets genutzt, 2023 waren es knapp 56 von 67 Millionen. Auch die
teils fehlende Eignung der Bewerber erschwere die Stellenbesetzungen, so das
Ministerium. Zudem gebe es teils "kurzfristige Absagen oder Rückzüge von
Bewerbungen, teilweise auch nach bereits erfolgter Vertragsunterzeichnung". Auch
Abbrüche führten dazu, dass die Budgets für die Personalausbildung nicht
ausgeschöpft würden. "Das zeigt, dass wir auf ein Problem zulaufen", sagte der
Grünen-Politiker Meister. Der befürchtet, dass das Land mit dieser Quote auf
Dauer zu wenig ausbildet, um absehbare Personallücken in den Behörden zu füllen.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jan Schumann
Telefon: 0391 400669410
jan.schumann@mz.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/47409/6260033
OTS: Mitteldeutsche Zeitung
|