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München (ots) - Digitale Souveränität steht weit oben auf der Agenda von
Unternehmen der DACH-Region: Laut einer aktuellen Studie von valantic und dem
Handelsblatt Research Institute (HRI) haben 90 Prozent der 1.000 befragten
Entscheiderinnen und Entscheider bereits gehandelt oder planen Maßnahmen zur
Stärkung ihrer digitalen Unabhängigkeit. Ein weiteres Ergebnis der
C-Level-Befragung Digital Excellence Outlook 2026 (https://www.valantic.com/de/p
ublications/ai-at-scale/c-level-perspektiven?overlay=Interview%20Nico%20Michels)
: Organisationen mit einem hohen Reifegrad beim Einsatz von Künstlicher
Intelligenz gehen das Thema Digitale Souveränität besonders entschlossen an.
Aktuelle geopolitische Konflikte und das angespannte Verhältnis zwischen Europa
und der US-Administration haben vielen Verantwortlichen zuletzt vor Augen
geführt, welche Risiken entstehen können, wenn kritische Daten, Plattformen und
Technologien überwiegend in der Hand weniger außereuropäischer Akteure liegen.
Digitale Souveränität gewinnt rasant an strategischer Bedeutung - ein Trend, den
die gemeinsame Studie von valantic und HRI mit Blick auf Einstellungen und
Maßnahmen europäischer Unternehmen klar bestätigt.
Die Studienergebnisse zeigen: Der Großteil der Unternehmen im DACH-Raum hat
nicht nur die Dringlichkeit erkannt, sondern ist bereits aktiv geworden. Die
deutliche Mehrheit der befragten Entscheiderinnen und Entscheider berichtet,
dass in ihren Organisationen konkrete Schritte zur Erhöhung der digitalen
Unabhängigkeit entweder bereits realisiert wurden oder derzeit in Umsetzung oder
Planung sind. Lediglich einer von zehn Teilnehmenden gibt an, weder Maßnahmen
ergriffen zu haben noch entsprechende Initiativen zu sondieren. Ein klares
Signal dafür, dass Nichtstun in Fragen der digitalen Souveränität zur Ausnahme
geworden ist.
Wie Unternehmen ihre digitale Souveränität konkret stärken
DACH-Unternehmen verfolgen digitale Souveränität darüber hinaus in vielen Fällen
nicht mit Einzelmaßnahmen, sondern mit einem ganzen Bündel strategischer und
operativer Initiativen. Der Handlungsdruck wird offenbar als groß empfunden:
Fast zwei Drittel der Befragten erachten ihre digitale Abhängigkeit als kritisch
für die künftige Wettbewerbsfähigkeit.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzen die Unternehmen vor allem an
zentralen Daten- und Infrastrukturhebeln an: Rund zwei von drei Unternehmen
verfolgen bereits aktiv Konzepte der unternehmensweiten Datenklassifizierung und
Residency-Policies. Dabei hat knapp ein Drittel diese Vorgaben schon vollständig
etabliert (29,0 Prozent), während gut ein weiteres Drittel (38,3 Prozent)
aktuell an der Umsetzung arbeitet.
Hinsichtlich der Infrastruktur haben 69 Prozent einen klaren Fokus auf
EU-Datenresidenz und -lokation für Primärspeicher und Backups gelegt, das heißt,
entsprechende Konzepte wurden bereits eingeführt oder befinden sich in der
Umsetzung. Ein ähnlich hoher Anteil nutzt EU-basierte Alternativen und
Sovereign-Cloud-Angebote oder führt diese derzeit ein (66,2 Prozent).
Parallel dazu setzen immer mehr Unternehmen auf eigene Key-Management-Systeme
und BYOK-Konzepte (Bring Your Own Key). 28,3 Prozent haben entsprechende Modelle
längst umgesetzt, weitere 36,5 Prozent befinden sich in der Einführung. Es zeigt
sich: Wo Daten liegen, unter welcher Jurisdiktion sie verarbeitet werden und wie
technologische Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern reduziert werden
können, ist für die Befragten insgesamt von wachsender Bedeutung.
KI-Vorreiter treiben digitale Souveränität besonders entschlossen voran
Unternehmen mit einem hohen KI-Reifegrad* blicken der Studie zufolge besonders
kritisch auf ihre Abhängigkeit von außereuropäischen Cloud-, Daten- und
KI-Anbietern - und ziehen daraus auch deutlichere Konsequenzen als der Rest.
Während bei Unternehmen mit niedrigem KI-Reifegrad nur rund ein Drittel die
eigene Abhängigkeit als hoch einschätzt (35 Prozent), sind es bei den
KI-Vorreitern fast zwei Drittel (65 Prozent).
Dieses Bewusstsein übersetzt sich in entschlossenes Handeln: Der Umsetzungsgrad
bei Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität ist bei den KI-Vorreitern
deutlich höher ausgeprägt als bei den übrigen Befragten. Im Mittelpunkt stehen
vor allem aktive Investitionen in eigene Daten- und KI-Infrastrukturen in Europa
sowie Kooperationen mit europäischen Technologie- und Cloud-Anbietern;
Beteiligungen an nationalen oder europäischen Initiativen ergänzen diesen
Ansatz.
"Die Steigerung der digitalen Souveränität steht weit oben auf der
Management-Agenda der DACH-Unternehmen", sagt Laurenz Kirchner, Managing
Director und Leiter der AI Practice bei valantic. "Gerade vor dem Hintergrund
geopolitischer Spannungen und der starken Rolle außereuropäischer Cloud- und
KI-Anbieter wächst der Druck, Abhängigkeiten aktiv zu steuern. Besonders die
KI-Vorreiter senden ein klares Signal: Wer früh in KI investiert hat,
beschäftigt sich heute sehr bewusst mit Fragen der Kontrolle über Daten,
Infrastruktur und Verschlüsselungstechnologien - und leitet daraus konkrete
Investitionsentscheidungen ab."
Zum Studiendesign:
Die Ergebnisse des Digital Excellence Outlook 2026 basieren auf einer
quantitativen und qualitativen Befragung. In quantitativer Hinsicht wurden 1.000
Unternehmensentscheiderinnen und -entscheider aus Deutschland, Österreich und
der Schweiz (DACH-Region) befragt, die mehr als 100 Beschäftigte haben, wobei
ein Drittel mehr als 1.000 Beschäftigte aufweist. Ungefähr elf Prozent der
befragten Unternehmen haben mehr als 5.000 Beschäftigte. Die quantitative
Befragung wurde durch acht exklusive Tiefeninterviews mit Führungskräften aus
internationalen Unternehmen ergänzt - darunter Konzerne aus DAX, MDAX und SMI.
Im Schwerpunkt handelt es sich bei den Befragten um C-Level-Manager. Der Fokus
liegt auf den Branchen Automotive, Pharma, Handel, Produktion,
Telekommunikation, Logistik sowie Versorgungsunternehmen (Strom, Gas und
Wasser).
*Um die KI-Reife der Unternehmen zu ermitteln, wurden die Befragten um eine
Selbsteinschätzung gebeten: Eine hohe KI-Reife wurde dadurch gekennzeichnet,
dass Unternehmen die KI-Transformation bereits ausdrücklich in ihrer
Geschäftsstrategie verankert und in der eigenen Organisation umfassende
Kompetenzen zum Einsatz von KI aufgebaut haben.
Hier geht's zur kostenlosen Ansicht des vollständigen Studienreports: " AI at
Scale: Die Studie im Überblick - Digital Excellence Outlook 2026
(https://www.valantic.com/de/publications/ai-at-scale/)
Über valantic
valantic zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital Consulting-, Solutions-
und Software-Gesellschaften am Markt. Über 500 Blue Chip Kunden vertrauen
bereits auf valantic - davon 33 von 40 DAX-Konzernen sowie eine Vielzahl
internationaler Marktführer. Mit mehr als 4.300 Digitalisierungs-Expertinnen und
-Experten ist valantic in 20 Ländern weltweit vertreten und wird in 2026(e)
voraussichtlich einen Umsatz von 650 Mio. Euro erwirtschaften.
Etwa 2.000 erfolgreiche Digitalisierungsprojekte in den letzten fünf Jahren
haben gezeigt, dass die Expertinnen und Experten von valantic die
Herausforderungen ihrer Kunden genaustens verstehen. Von der Strategie bis zur
handfesten Umsetzung verfügen diese über die notwendige Expertise, Projekte von
Anfang bis Ende zu begleiten und erfolgreich zu machen. Dabei verbinden sie
technologische Kompetenz mit Branchenkenntnis und Menschlichkeit.
valantic berät Unternehmen zu allen Herausforderungen der Digitalen
Transformation, hilft diesen, ihre Corporate Performance besser zu managen und
die Potenziale von Daten und Künstlicher Intelligenz zu heben. Darüber hinaus
unterstützt valantic seine Kunden dabei, die Customer Experience optimal zu
gestalten, Kerntechnologien der Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen und
Unternehmensprozesse durchgängig zu optimieren. http://www.valantic.com/de
Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
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